BUND-Vorhaben scheitert an formalen Gründen

Langes Feld: Keine weitere Klage

Bislang noch Ackerland: Auf 178 Hektar Fläche soll in den nächsten Jahren ein Gewerbegebiet entstehen. Archivfoto: Fischer

Kassel. Der Kasseler Kreisverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) scheitert mit seinem Vorhaben, eine Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan Langes Feld zu erheben. Formaljuristische Gründe hätten es unmöglich gemacht, eine Klage zu erheben, sagt Stefan Bitsch, Geschäftsführer des Kasseler BUND.

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Die Umweltschützer sind der Überzeugung, die Stadt habe bei der Planung des Gewerbegebiets Langes Feld in Niederzwehren die Belange der Luftreinhaltung, des Naturschutzes und der Erholungssicherung nicht ausreichend berücksichtigt. Deshalb hatte der BUND mit Unterstützung der Bürgerinitiative Pro Langes Feld die Klage vorbereitet und Spenden dafür gesammelt. Dabei habe sich herausgestellt, dass der BUND im Bebauungsplanverfahren mindestens drei Stellungnahmen mit Einwänden hätte einbringen müssen, sagt Bitsch.

Eingereicht wurden aber nur zwei, deshalb ist keine Normenkontrollklage zulässig. „Wir hätten während der Offenlage des Bebauungsplanes eine dritte Stellungnahme einreichen müssen. Da ist uns ein Fehler passiert“, sagt Bitsch. Die inhaltlichen Gründe, die gegen eine Bebauung sprächen, seien hingegen weiterhin existent.

Vergangenen September war die Bürgerinitiative Pro Langes Feld mit einem Bürgerbegehren gegen die Bebauung des Areals gescheitert. Das Verwaltungsgericht Kassel hatte das Begehren als unzulässig abgelehnt, weil es zu spät eingereicht wurde.

Von Bastian Ludwig

Video: Das Lange Feld von oben

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