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Laufstegtrainer Jorge: Meine ersten High Heels waren die meiner Oma

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Kassel. Auf die Begegnung mit ihm freuen sich die zehn Finalisten des HNA-Topmodel-Wettbewerbs ganz besonders.Jorge Alexis Gonzalez Madrigal Barona Vila, besser bekannt als Jorge (sprich: Choche), Laufstegtrainer kommt nach Kassel. Wir sprachen mit ihm.

Jorge arbeitete für Modenschauen von Versace und Vivienne Westwood, war Stylist und Berater der Models in der letzten Staffel von „Germany’s next Topmodel“. Am Samstag wird er im City-Point um 14 und 16 Uhr zwei öffentliche Laufsteg-Trainings abhalten und anschließend in der Jury Platz nehmen.

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Ein Mann bringt Frauen bei, wie man auf Stöckelschuhen läuft. Wann haben Sie zum ersten Mal Schuhe mit hohen Absätzen getragen?

Jorge Gonzalez: Getragen kann man das nicht nennen. Ich bin darin herumgestolpert. Da war ich gerade fünf Jahre alt. Es waren die High Heels von meiner Oma. Aber ich spürte schon damals, dass es mal meine Aufgabe sein wird, in solchen Schuhen richtig gut zu laufen

.

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Tragen Sie zuhause auch einfach mal Turnschuhe und Jogginghose?

Gonzalez: Natürlich. Ich bin ein ganz normaler Mensch. Momentan trage ich gerade Gummistiefel und eine Jogging-Hose, weil es in Hamburg nasskalt ist und ich mit meinem Hund Willie raus muss. High Heels sind nur etwas für die Arbeit.

Woher kommt ihre extravagante Garderobe? Suchen Sie die selbst in Boutiquen aus?

Gonzalez: Teils, teils. Ich habe das Glück, mit einem großartigen kubanischen Modemacher befreundet zu sein, José Benedi. Der entwirft eigentlich nur Damen-Kollektionen, macht für mich aber eine Ausnahme. Ich stöbere aber auch in Boutiquen herum.

Wie viele Stunden am Tag arbeiten Sie an Ihrem Körper im Fitnessstudio?

Gonzalez: Ich gehe zwei Mal die Woche ins Fitnessstudio und jogge täglich mit Willie. Das ist alles. Ich bin kein Fitness-Freak.

Sie versprühen so viel gute Laune, dass das fast schon verdächtig ist. Wie kann ein Mensch ständig so gut drauf sein?

Gonzalez: Ich habe gelernt, auch in schierigen Zeiten positiv nach vorne zu denken. Das hat mir sehr geholfen. Ich glaube, ich bin von Kindheit an so veranlagt.

Sie haben studiert, leiten ein Projekt „Tanzen

gegen Gewalt“ und beraten Prominente wie Esther Schweins in Sachen öffentliches Auftreten. Stört es Sie, wenn jemand seit „Germany's next Topmodel“ sagt: Das ist doch dieser Model-Fuzzy?

Gonzalez: Überhaupt nicht. Man sollte zwar nicht über Leute richten, die man nicht kennt. Aber ich polarisiere nun mal und das ist gut so. Polarisieren ist wichtig! Viel schlimmer ist es doch, wenn die Leute gleichgültig sind. Ich freue mich über jede Reaktion, die ich bekomme.

Werden Sie bei der nächsten Staffel „Germany's next Topmodel“ wieder dabei sein?

Gonzalez: Das entscheiden Heidi Klum und Pro7. Für diese Entscheidung ist es noch zu früh. Ich würde mich freuen, wenn es weiterginge. Wären Sie lieber eine Frau? Gonzalez: Nein, ich bin glücklich, ein schwuler Mann zu sein.

Von Wilhelm Ditzel

Das sind die Finalisten

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