Anwohner des Struthbachwegs in der Nordstadt fühlen sich durch geparkte Lastwagen belästigt

Laute Motoren, Abgase und Müll

Zugeparkt: An manchen Wochenenden stehen rechts und links des Struthbachwegs bis zu sechs Lkw und warten die Weiterfahrt am Montag ab. Anwohner Osman Beganovic ist genervt von blockierten Straßen und laufenden Motoren. Das Verbotsschild gilt nur für die Josef-Fischer-Straße. Foto: Buth-Parvaresh

Nord-Holland. Tiefe Reifeneindrücke in der Wiese verraten, dass auf dem Grünstreifen neben dem Kinderspielplatz am Struthbachweg schwere Fahrzeuge gestanden haben. Am Wochenende parkte auf der Straßenseite gegenüber ein Lkw, davor ein Anhänger ohne Zugmaschine.

Osman Beganovic, Mitglied des Ortsbeirats Nord-Holland, wohnt in einem der angrenzenden Hochhäuser und beobachtet, dass sich immer mehr Lkw-Fahrer mit ihren Maschinen zum Parken in den Struthbachweg verirren. Wegen der nächtlichen Kälte ließen sie die Motoren laufen, der Müll würde direkt neben den Fahrzeugen entsorgt und Grünstreifen als Toiletten missbraucht, beschwert sich der Anwohner. Die ohnehin schmale Straße werde noch enger.

„Wir sind uns sicher, dass die Lkw zum Parkplatz vor dem Mercedes-Werk wollen“, sagt Osman Beganovic, „doch der ist jetzt ja geschlossen, also fahren sie die Wiener Straße weiter, biegen ab und stehen dann hier.“ Stehe erst mal ein Lkw, folgten andere dem Beispiel. Bis zu sechs seien es an manchen Wochenenden.

Kontrolle nicht möglich

Im Daimler -Werk hört man von diesem Problem zum ersten Mal. Julia Löffler, Pressesprecherin des Werks: „Als wir im vergangenen Herbst den Anlieferparkplatz mit einem Tor gesichert haben, haben wir auch unsere Speditionen angeschrieben und darauf aufmerksam gemacht, dass die Fahrer dort nicht mehr über Nacht oder übers Wochenende stehen können und deshalb Rastplätze anfahren sollen.“ Seitens des Daimler-Werks lasse sich nicht kontrollieren, wo die Fahrer eventuelle Wartezeiten verbringen, erklärt die Pressesprecherin.

Für den Struthbachweg gelte kein Verbot für Lastwagen, sagt Günther Boll, Mitarbeiter des Ordnungsamts und erklärt: „Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Lkw über 7,5 Tonnen im Struthbachweg nicht regelmäßig parken. Das gilt für die Zeit von 22 Uhr bis sechs Uhr sowie an Wochenenden und an Sonn- und Feiertagen.“ Unnötiger Lärm und Abgase müssten außerdem vermieden werden. Anwohner, die sich gestört fühlen, beziehungsweise Verstöße gegen diese Regeln beobachten, könnten sich in der Zeit von Montag bis Samstag jeweils von sechs bis 24 Uhr an das Ordnungsamt (Tel.: 787 3061) wenden.

Auch Monika Sprafke, Ortsvorsteherin, kommen vermehrt Beschwerden von Anwohnern über die parkenden Lastwagen zu Ohren. Bei der nächsten Sitzung des Ortsbeirats Nord-Holland (17. März) wird das Thema deshalb auf der Tagesordnung stehen.

Von Dagmar Buth-Parvaresh

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.