Bundespolizei sucht Zeugen

„Lebensgefährliche Spielchen“ auf Bahnstrecke

Kassel/Baunatal – Auf der Strecke der Main-Weserbahn (zwischen Oberzwehren undRengershausen im Bereich der Keilsbergsiedlung) haben Unbekannte am Mittwochabend mit „lebensgefährlichen Spielchen“ für Behinderungen im Bahnverkehr gesorgt, teilt Klaus Arend, Sprecher der Bundespolizei, mit.

Ein Lokführer habe gegen 19.30 Uhr mehrere Personen bemerkt, die von den Gleisen in die Büsche sprangen und zuvor offensichtlich mehrere Cent-Münzen auf die Schienen (Strecke Kassel nach Rengershausen) gelegt haben, um sie von Zügen überfahren zu lassen.

Ein sofortiger Einsatz der Bundespolizei habe vorerst keine Hinweise auf die Unbekannten ergeben. Die Bahnstrecke musste wegen des Vorfalls kurzzeitig gesperrt werden. Demzufolge bekamen sieben nachfolgende Züge jeweils rund 20 Minuten Verspätung.

„Derart waghalsige Taten sind lebensgefährlich. Die Gefahr, von Zügen erfasst und getötet zu werden, ist sehr groß. Züge haben einen Bremsweg bis zu einem Kilometer und können nicht ausweichen“, so Arend.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat unter anderem wegen dieser Betriebsstörung ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Auf die Verursacher können erhebliche Schadenersatzforderungen der Verkehrsunternehmer zukommen, welche noch bis zu 30 Jahren nach der Handlung eingefordert werden können, so der Polizeisprecher. 

Hinweise an die Bundespolizei unter Tel. 05 61/81616-0.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.