Niedrige Energiepreise, Elektrogeräte bis zu 20 Prozent billiger

HNA-Warenkorb: Lebensmittelpreise relativ stabil

Die Verbraucherpreise sind im zweiten Halbjahr 2013 längst nicht so stark angestiegen wie noch in den ersten sechs Monaten. Der HNA-Warenkorb ist daher im Vergleich zum Sommer kaum teurer geworden. Archivfoto: Ulm

Kassel. „Alles wird teurer“, ist überall zu hören. Stimmt das auch? Seit 2007 dokumentieren wir mit dem HNA-Warenkorb in unregelmäßigen Abständen die Preisentwicklung in Kasseler Supermärkten. Zuletzt haben wir das im August gemacht. Die aktuellen Preise spiegelt unser Dezember-Einkauf wider.

Die Verteuerung der Lebensmittelpreise legt im Herbst 2013 eine Pause ein. Zwar liegen laut Statistischem Landesamt Hessen die Preisniveaus für Nahrungsmittel im November 2013 immer noch um stolze 2,5 Prozent höher als vor einem Jahr.

Allerdings lag die aktuelle Teuerung im November im Vergleich zum Oktober bei gerade mal 0,3 Prozent. Die Teuerung im Oktober wiederum betrug mit Blick auf den September sogar nur 0,1 Prozent. Anders gesagt: Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln gab es vor allem im ersten Halbjahr, was überwiegend an den schwierigen Wetterbedingungen für die Landwirtschaft lag.

Im aktuellen HNA-Warenkorb macht sich der zögerliche Preiszuwachs im Herbst denn auch bemerkbar – es gibt kaum eine Ware, die im Vergleich zum Sommer spürbar teurer geworden ist. Zwar zogen preislich im Vergleich zum August einige Milchprodukte an (Vollmilch, Speisequark), dafür andere aber wieder nicht (Joghurt). Gleiches beim Gemüse: Werden Salatgurken derzeit für 0,45 Euro verkauft (August: 0,99 Euro), schlägt der Blumenkohl aktuell mit stattlichen 2,79 Euro (August: 0,99 Euro) zu Buche.

Strompreise stark gestiegen

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Erst der Blick auf alle Verbraucherpreise (Waren und Produkte aller Art, Dienstleistungen) verrät, dass die Preise trotzdem kontinuierlich weiter ansteigen. Spitzenreiter war im Jahr 2013 der Juli – damals zogen die Preise um 1,7 Prozent über denen des Vorjahresmonats an. Im Oktober schlug die Teuerung dann nur noch mit 0,9 Prozent zu Buche. Auch hier hat sich also das Tempo der Verteuerung verlangsamt, allerdings nicht so stark wie bei den Lebensmitteln.

Regelrecht aufatmen können die Verbraucher bei Elektrogeräten. Im Vergleich zu den November-Preisen 2012 sind Laptops aktuell um 9 Prozent billiger geworden, Digitalkameras um 10,5 Prozent und Fernsehgeräte sogar um 20,6 Prozent preiswerter.

Ebenfalls können sich Verbraucher Ende 2013 über günstige Energiepreise freuen. Generell gilt: In der zweiten Jahreshälfte sanken die Preise für Kraftstoffe und Heizöl deutlich, sodass die Monats-Preisniveaus des Vorjahres sogar unterboten wurden. So war auch noch im November dieses Jahres Heizöl um 10,7 Prozent preiswerter als vor einem Jahr, Diesel um 5,9 Prozent und Benzin um 3,7 Prozent billiger als im November 2012. Einzige Ausnahme: Die Strompreise. Sie liegen jetzt stolze 11,3 Prozent höher als noch Ende 2012. Dennoch: Es ist vor allem dieser Energie-Posten, von dem die Verbraucher derzeit am meisten profitieren.

Von Boris Naumann

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