Der Kasseler Kulturförderpreis wurde im Schauspielhaus verliehen

Lebensqualität geschaffen

Preisverleihung: Oberbürgermeister Bertram Hilgen (von links ), Birgit Kaiser und Mirjam Henß (henß & kaiser), Pitze Eckart und Elfi Eckart (Galerie fensterzumhof), Walter Lehmann, Ulrike Städtler, Karl Traugott Goldbach und Klaus Ostermann (Internationale Louis-Spohr-Gesellschaft). Foto:  Schoelzchen

Kassel. Den ersten Beifall gab es, als Staatstheater-Intendant Thomas Bockelmann an das jüngste Städte-Ranking des Magazins „Wirtschaftswoche“ erinnerte. Demnach sei Kassel die Stadt mit der dritthöchsten Lebensqualität in Deutschland - auch wegen des schönen Kulturangebots.

Wie vielfältig unser Kulturleben ist, machte die Preisverleihung des Kasseler Kulturförderpreises 2011 im gut besuchten Schauspielhaus deutlich.

In unterschiedlichen Bereichen einfallsreich sind die drei Initiativen, die den jeweils mit 2500 Euro dotierten Preis bekamen: die Tanzkompanie „henß & kaiser“, das Projekt „fensterzumhof - Galerie im Foto-Motel“ und die Internationale Louis-Spohr-Gesellschaft. Ihren kulturellen Beitrag würdigte Oberbürgermeister Bertram Hilgen in seiner Laudatio.

„Für henß & kaiser ist Tanztheater keine humorfreie Zone“, sagte Hilgen über Mirjam Henß und Birgit Kaiser. Zudem engagieren sich die beiden im pädagogischen Bereich und entwickeln bemerkenswerte Stücke für Kinder. Eine märchenhafte Kostprobe präsentierten die quirligen Tänzerinnen aus ihrer aktuellen Produktion „Grimmskrams“.

Bei „fensterzumhof - Galerie im Foto-Motel“ hob der OB den Beitrag zur Stadtentwicklung hervor. Das Künstlerpaar Elfi und Pitze Eckart hat in der früheren Antennenfabrik und später auch in dem ehemaligen Bordell in der Wolfhager Straße 53 einen Logierbetrieb, Ateliers und ein kulturelles Zentrum geschaffen. Ein starker Eindruck war Pitze Eckarts Bildprojektion „Wolf 53“, die Dirk Raulf mit feinen Saxofontönen untermalte.

In seiner Laudatio auf die Internationale Louis Spohr Gesellschaft würdigte Hilgen insbesondere das innovative Ausstellungskonzept des Spohrmuseums im Südflügel des Kulturbahnhofes. Kassels Musikheld lohnt sich zu hören - das zeigten bei der Matinee Sopranistin Traudl Schmaderer und Pianistin Vera Weht mit empfindsamen Liedern.

Von Georg Pepl

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