Aktion der Deutschen Herzstiftung

Lebensrettern Mut machen: Besucher übten Wiederbelebung beim Kasseler Herztag

+
Keine Angst vor einem Defibrillator: Andreas Brämig, Notfallsanitäter und Ausbilder im Rettungsdienst beim DRK demonstriert an einer Notfallpuppe das Gerät und macht eine Herzdruckmassage nach Ansage des Geräts. Ulrike und Max Bahr schauen zu. 

Herzkrankheiten bleiben weiterhin die Haupttodesursache in Deutschland. Trotz gesunkener Zahl sterben immer noch bundesweit 338 000 Menschen pro Jahr an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das ergab der Herzbericht, den die Deutsche Herzstiftung kürzlich veröffentlichte. Seit 40 Jahren hat der Verein es sich zur Aufgabe gemacht, mit Aktionen über unter anderem Herzkrankheiten und Therapiemöglichkeiten aufzuklären. Mit Unterstützung der Kasseler Sparkasse veranstaltete der Verein am Samstag zum 15. Mal den Kasseler Herztag, bei dem schon vor Beginn Andrang herrschte, trotz sommerlicher Temperaturen. Besucher konnten sich bei Vorträgen über das Herz informieren, an Messaktionen für beispielsweise Cholesterin, Blutdruck und Blutzucker teilnehmen und mit Experten ins Gespräch kommen.

Andreas Brämig, Notfallsanitäter und Ausbilder im Rettungsdienst beim Deutschen Roten Kreuz, brachte etwa den Besuchern näher, wie ein automatisierter externer Defibrillator, kurz AED, funktioniert. „Das Gerät zu bedienen ist kinderleicht“, sagt Brämig. „Sollte es zu einem Notfall kommen, sollte niemand zögern, das Gerät zu benutzen. Man kann nichts falsch machen. Nicht einmal als Laie“, betont er.

Kleiner Pieks: Maike Schirmer nimmt Heinrich Matejko Blut ab, um seinen Blutzucker zu messen.

Das Gerät spreche mit dem Nutzer und erkläre Schritt für Schritt, was man in einem Notfall tun muss. „Das Gerät misst selbstständig, ob ein Schock nötig ist. Wenn nicht, gibt es auch keinen ab“, so Brämig. Bis der Rettungsdienst eintreffe, den man immer zuerst anrufen sollte, könne das Gerät, mit entsprechender Herzdruckmassage und Beatmung, das „Herzchaos“ beseitigen und so die Lebenschance verbessern.

Für seine jahrelange ehrenamtliche Mitarbeit bedankten sich die Kasseler Sparkasse und die Deutsche Herzstiftung bei Peter Zeuner, der als ehrenamtlicher Mitarbeiter eine Brücke zwischen Arzt und Patient sowie Ansprechpartner für Fragen rund um das Thema Herz-Kreislauferkrankungen war. Zeuner, der den Kasseler Herztag initiierte, verabschiedet sich in den Ruhestand.

Fünf Tipps für ein gesundes Herz

1. Bewegung: Regelmäßige Bewegung beugt Herz- und Gefäßkrankheiten vor. Optimal sei ein Ausdauertraining, ideal vier bis fünf Mal pro Woche 30 bis 45 Minuten, z.B. joggen, Radfahren, schwimmen, tanzen, walking, usw. Herzpatienten sollten die Belastung mit ihrem Arzt absprechen.

2. Ernährung: Die Mittelmeerküche mit viel frischem Obst, Gemüse, Salat und mehr Fisch als Fleisch soll besonders gesund sein.

3. Nicht rauchen: Jede Zigarette soll laut Herzstiftung das Leben um 25 bis 30 Minuten verkürzen.

4. Blutdruck, etc.: Hoher Blutdruck, hohe Cholesterin- und Blutzuckerwerte können fatale Folgen haben: Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Krankheiten. Deshalb sollten die Werte regelmäßig kontrolliert werden.

5. Stress reduzieren: Fast jeder ist heute gestresst. Es komme aber auch darauf an, wie man damit umgeht. Daher sollte man sich Auszeiten gönnen, etwa mit Bewegung oder Entspannungstechniken.

www.herzstiftung.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.