K+S legt Mittwoch Quartalszahlen vor: Gewinneinbruch geringer als erwartet

Kassel. Der Kasseler Kali- und Salzproduzent legt am Mittwochmorgen seine Quartalszahlen vor. Nach den Turbulenzen auf dem Weltkalimarkt wurde zunächst Schlimmes befürchtet. Doch in den vergangenen Wochen ist der zuvor stark eingebrochene Kali-Preis leicht gestiegen.

Hilfreich war auch das überdurchschnittlich gute Salzgeschäft in Nordamerika. Die meisten Analysten erwarten einen Umsatzrückgang von gut sechs Prozent auf 1,2 Milliarden Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 200 Millionen Euro - ein Minus von gut einem Viertrel. Der Reingewinn soll sich demnach bei etwa 124 Mio. Euro nach 190 im Vorjahresquartal einpendeln.

Grund für den massiven Preisverfall seit Ende Juli 2013 ist der Zusammenbruch des russisch-weißrussischen Kalikartells BPC nachdem die russische Uralkali aus der gemeinsamen Vermarkungsorganisation mit Mitbewerber Belaruskali ausgestiegen war und ankündigte hatte, den Weltmarkt mit Billigkali zu fluten. Daraufhin purzelten die Kalipreise.

BPS und sein nordamerikanisches Gegenstück Canpotex bestimmen von je her die Kalipreise. Zwar gehört der Kasseler Dax-Konzern keinem der beiden Kartelle an, orientiert sich aber traditionell an deren Preisfestlegungen. Dem Aktienkurs hat die zaghafte Erholung der Weltkalipreise in den vergangenen Wochen und Monaten gut getan.

Nach dem Absturz im vergangenen Sommer von 28 auf 15 Euro binnen fünf Wochen, hat sich das Papier bis Dienstag auf gut 26 Euro erholt. Allein in den vergangenen vier Wochen legten die Titel fast 15 Prozent zu. Beobachter rechnen mit Protestaktionen von Werra- und Weser-Anrainern wegen der anhaltenden Salzwassereinleitungen.

Verschiedene Kleinaktionäre wollen beantragen, dem Vorstand sowohl wegen der Umweltproblematik als auch wegen der strategischen Ausrichtung des Konzerns und der damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken die Entlastung zu verweigern. (jop)

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