Lebloser Körper am Montagmittag entdeckt

Leiche aus dem Bugasee: Vermutlich tragischer Badeunfall

Kassel. Die Kasseler Feuerwehr hat am Montagmittag einen männlichen Leichnam aus dem Bugasee geborgen. Die Ermittler der Kriminalpolizei gehen davon aus, dass es sich bei dem Toten höchstwahrscheinlich um den 60-jährigen Mann aus Baunatal handelt, der seit Freitagnachmittag vermisst worden war.

Die genaue Todesursache soll nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch nun bei einer Obduktion festgestellt werden. Die wird voraussichtlich am Donnerstagvormittag durch die Gerichtsmedizin Gießen in der Pathologie in Kassel stattfinden. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen derzeit von einem tragischen Badeunfall aus, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Montagnachmittag heißt.

Aktualisiert um 16.18 Uhr

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Die Kripo-Beamten hatten am Montagmittag nach der Bergung auf dem FKK-Gelände am Buga-See zunächst eine Leichenschau vorgenommen und den Verstorbenen auf äußere Verletzungen untersucht. Dabei seien laut Polizei keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden entdeckt worden.

Die Vermutung, dass es sich bei dem Leichnam um den seit Freitag vermissten 60-Jährigen handelt, werde auch durch den Vergleich mit dem Foto aus dem Personalausweis unterstützt, der in der Kleidung am Ufer des Sees am Freitag gefunden worden war, schreibt die Polizei. Eine Identifizierung durch Angehörige solle aber letzte Gewissheit bringen.

Kurzclip: Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch

Den ersten Ermittlungen zufolge soll der Mann am Freitag kurz vor 17 Uhr zum Baden ins Wasser gegangen sein. Andere Badegäste hatten um 17 Uhr über Notruf eine vermutlich im See untergegangene Person gemeldet. Daraufhin lief eine Rettungsaktion an, bei der auch Taucher eingesetzt wurden. Die Person konnte jedoch zunächst nicht gefunden werden.

Am Ufer hatte die Polizei noch am Freitagabend Bekleidungsgegenstände und einen Rucksack des Vermissten gefunden und dabei erste Hinweise auf die Identität des Mannes erhalten. Am selben Abend musste die Suche mit einem Feuerwehrtaucher wegen des starken Algenbewuchses im Bugasee aber abgebrochen werden. „Das war zu gefährlich für unseren Taucher“, sagte Einsatzleiter Karsten Fischer.

Bei einer erneuten Suche am späten Montagvormittag hatten Beamte den leblosen Körper auf der Wasseroberfläche treiben sehen. Die Feuerwehr zog den Leichnam heraus.

Für Christian Bonn, Vorsitzender der DLRG Kassel, ist die Algensituation im Bugasee so wie jedes Jahr um diese Zeit. „Das ist eben ein Naturbadesee“, sagt Bonn. Es mache keinen Sinn, die Algen vor Ende Juli/Anfang August zu mähen. Ansonsten würden sie noch schneller wachsen.

Für einen normalen Schwimmer, der keinen Alkohol oder andere Drogen konsumiert habe, stellten die Algen keine Gefahr dar. Die DLRG weise immer wieder daraufhin, die Algenteppiche zu umschwimmen. Wenn sich dann doch jemand darin verfange, bestehe das eigentliche Problem darin, dass die Leute in Panik gerieten, sagt Bonn. (use/abg)

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Bilder vom Einsatzort

Buga-Gelände: Hier wurde nach dem Baunataler gesucht

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