Stadt will optimieren

Keine grüne Welle: Leser schickten Verbesserungsvorschläge für Ampelschaltungen

Kassel. Die Debatte um eine „Grüne Welle“ in Kassel hat wieder Fahrt aufgenommen. Wir baten unsere Leser um Anregungen für Verbesserungen bei der Ampelschaltung. Nun hat die Straßenverkehrsbehörde auf die Leser-Hinweise reagiert und wird sich einigen Problemen annehmen.

Bei mancher Ampelschaltung in Kassel sieht der Autofahrer Rot. Unserem Leser-Aufruf, konkrete Probleme zu schildern, sind etliche Leser gefolgt. Einige Wünsche seien nicht umsetzbar, sagt Bernd Noll, Leiter der Verkehrssteuerung beim Straßenverkehrsamt. Eine grüne Welle sei schlicht nicht immer möglich, ohne das Straßennetz komplett umzubauen.

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Dennoch werde sich seine Behörde einigen Ampelschaltungen annehmen, die auch von HNA-Lesern kritisiert wurden. Wir stellen die Straßenabschnitte vor, die im Sinne einer „Grüne Welle“ verbessert werden sollen. Klicken Sie einfach auf die Fotostrecke.

Von Bastian Ludwig

Ampelschaltung: Hier müsste nachgebessert werden

Holländische Straße zwischen Bunsenstraße und Berliner Straße: Zwei Leser hatten angemerkt, dass Autofahrer sowohl stadtein- wie stadtauswärts oft an allen drei Ampeln in dem Abschnitt stehen bleiben müssen. Nun will die Straßenverkehrsbehörde die Situation analysieren und versuchen, den Verkehrsfluss auf der stark frequentierten Verbindung zwischen Kassel und Vellmar zu optimieren
Holländische Straße zwischen Bunsenstraße und Berliner Straße: Zwei Leser hatten angemerkt, dass Autofahrer sowohl stadtein- wie stadtauswärts oft an allen drei Ampeln in dem Abschnitt stehen bleiben müssen. Nun will die Straßenverkehrsbehörde die Situation analysieren und versuchen, den Verkehrsfluss auf der stark frequentierten Verbindung zwischen Kassel und Vellmar zu optimieren © HNA
Wilhelmshöher Allee zwischen Murhard- und Virchowstraße: Leser beklagten, dass die Fußgängerampeln (insbesondere die drei auf Höhe des Kirchwegs) nicht aufeinander abgestimmt seien – deshalb stünden Autofahrer unnötig lang. Diesem Problem hat sich die städtische Verkehrssteuerung bereits angenommen. Es könne sicherlich eine Verbesserung erreicht werden, sagte Noll. Zudem war in diesem Abschnitt der Überweg an der Haltestelle Weigelstraße (Höhe Jacob-Grimm-Schule) kritisiert worden, weil die Ampel auf „Dauerrot“ sei. Dort werde die Technik ausgetauscht, die Aufträge seien bereits vergeben, sagt Noll. „Dauerrot“ sei die Ampel aber auch jetzt nicht, es gebe eine Mindestgrünphase für Autos. © 
Auestadion: Auestadion bis Autobahnauffahrt A 49: Dort soll die „Grüne Welle“ im Laufe dieses Jahres überarbeitet werden. © 
Das selbe gilt für die Ihringshäuser Straße. © 
Und auch für die Druseltalstraße zwischen Berta-von-Suttner-Straße bis Baunsbergstraße gilt dasselbe. Wir erneuern an der Druseltalstraße und an der Ihringshäuser Straße die 20 Jahre alten Computer und überdenken die Programmierung“, sagt Noll. © HNA
Mancher Leser ärgert sich darüber, dass Ampeln für den Autoverkehr oft auf Grün schalten, obwohl sich noch eine Straßenbahn im Kreuzungsbereich befindet. Rechtlich sei dies kein Problem, sagt Noll. Sobald die Bahn eindeutig sichtbar sei, könne davon ausgegangen werden, dass Autofahrer - trotz Grün - nicht losfahren. Dennoch solle die Programmierung der Ampeln nun nach und nach so umgestellt werden, dass dies nach Möglichkeit vermieden wird. Dies habe allerdings zur Folge, dass die Grünzeiten für alle Verkehrsteilnehmer verkürzt werden müssten. © 
Einige Anregungen, etwa zu Ampeln an der B83 (Zufahrt Messehallen), der Autobahnauffahrt Wilhelmshöhe und der Marie-Curie-Straße (Landesstraße), wurden von der Straßenverkehrsbehörde an Hessen Mobil weitergeleitet, weil die Stadt für diese Ampeln nicht zuständig ist. © picture alliance / dpa

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