Aktion von HNA und DIVSI

Lesertelefon: Experten erklärten sicheren Umgang mit dem Internet

+
Die Internet-Experten von links: Alexander Braun, Matthias Kammer, Meike Demattio und Peter Martin Thomas.

Kassel. Wie schütze ich meinen Computer vor Viren? Diese und andere Fragen beantworteten Internet-Experten am Mittwoch am HNA-Lesertelefon.

Die erste Frage zum Virenschutz war für die Experten vom Hamburger Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) leicht zu beantworten. „Es gibt jede Menge kostenlose Virenschutzprogramme“, sagt Alexander Braun der Anruferin. Er und seine Kollegen Matthias Kammer, Meike Demattio und Peter Martin Thomas beantworteten zwei Stunden Fragen rund um die digitale Welt.

Und die hat einige Fallstricke zu bieten. So benutzt die Anruferin, die namentlich nicht genannt werden will, Windows XP als Betriebssystem. Das Problem an der alten Version: Dafür gibt es keine Aktualisierungen und auch keine neuen Programme mehr.

„Das heißt Sicherheitslücken können auch mit Virenschutzprogramm nicht mehr geschlossen werden“, sagt Braun. Deshalb ist sein Rat, nicht mit solchen veralteten Versionen zu arbeiten. Probleme mit dem Schutz seiner Daten, hatte auch ein anderer Leser. Sein Rechner ist von einem Trojaner – einem Computervirus, der unter anderem Passwörter ausspioniert – befallen. „Da hilft es nur, alle Daten komplett zu löschen und neu zu installieren“, sagt Matthias Kammer. Außerdem sollten alle Passwörter geändert werden.

So funktioniert ein sicheres Passwort

Damit das schädliche Programm nicht auch die neuen Zugangsdaten ausspäht, sollten die an einem anderen Gerät geändert werden. Um den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet besorgt war eine ehrenamtliche Mitarbeiterin eines Kinder- und Jugendtelefons. Sie bemängelte, dass Kinder sogar beim Surfen auf Nachrichtenseiten ungewollt mit sexistischen Fotos konfrontiert werden.

Anfrage beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurde nicht bearbeitet. Die Begründung dafür: Dort würden nur Beschwerden bearbeitet, die von Institutionen eingereicht werden. Anders sieht es bei der Seite Internet-Beschwerdestelle.de aus, sagt Meike Demattio. „Dort kann jeder eine Beschwerde über anstößige Inhalte einreichen.“ Am besten sei es, diese mit einem Screenshot der Internetseite zu belegen. Hilfreiche Links zum Thema Kinder und Internet gibt es hier.

Lesen Sie auch: 

Lesertelefon: Experten beantworten Internet-Fragen

Interview: Jurist erklärt, worauf es im Internet ankommt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.