Sommerferien gehen zu Ende

Letztes Ferienwochenende auf der A7-Raststätte: Kassel liegt auf halbem Weg

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Fast die Hälfte ist geschafft: Janosch Gebhardt (von links), Finn Unverhau, Simon Holthaus, Fabian Tapplan, Edgar Hartmann, Carla Scholz, Niklas Freiheit und Lars Kutsch vom RC Benrath sind von Düsseldorf unterwegs nach Bad Schandau und machen Pause auf der Raststätte Kassel Ost. 

In einigen Bundesländern enden die Sommerferien. Viele Urlauber haben an diesem Wochenende die Rückreise angetreten und auch Halt an den Raststätten der Region gemacht.

Autos, Wohnmobile, Reisebusse, hier und da Motorräder und mittendrin Familien mit Kindern und Hunden, Jugendliche und Gruppen von älteren Menschen. Sie alle schlendern über den großen Parkplatz, strecken sich oder sitzen auf den Bänken und an den Tischen. An der Raststätte Kassel-Ost ist es an diesem Freitagmittag eher ruhig. 

Während die Ferien in Hessen zu Ende sind, haben die Schüler in anderen Bundesländern noch die Hälfte vor sich. So beispielsweise auch die acht Jugendlichen aus dem Verein Rudergesellschaft Benrath bei Düsseldorf. Sie sind mit einem Kleinbus mit Anhänger, auf dem sie ihre Ruderboote transportieren, auf dem Weg nach Bad Schandau an der tschechischen Grenze. „Wir wollen von dort auf der Elbe Richtung Magdeburg rudern“, sagt Simon Holthaus.

Viele Baustellen nerven

Clio Virgnoni und Stefano Fasano aus Italien haben noch eine etwas weitere Strecke vor sich. Sie waren in Dänemark und sind auf dem Weg nach Hause in einen kleinen Ort nördlich von Turin. „Wir brauchen zwei Tage für die Strecke“, sagt Virgnoni. Sie haben angehalten, um etwas zu essen, und damit Fasano sich etwas ausruhen kann. Er bleibt die ganze Strecke über am Steuer. „Das macht mir nichts aus, ich fahre gerne Auto“, sagt der 29-Jährige. Nur die vielen Baustellen nervten ihn. Die beiden sind es aber gewohnt, mit dem Auto in den Urlaub zu fahren.

Auch Familie Boelt ist von Dänemark aus unterwegs in Richtung Süden. Allerdings fängt für sie der Urlaub erst an. Sie will eine Woche in Frankreich verbringen. An der Raststätte haben die Boelts für eine längere Pause und fürs Mittagessen angehalten. Sie sind bereits um vier Uhr morgens losgefahren. Insgesamt brauchen sie zwei Tage für die Strecke. „Nachts halten wir aber an und schlafen“, sagt Mutter Kjellang Boelt.

Die Fahrt ist anstrengend und trotzdem fahren sie oft mit dem Auto in den Urlaub. „Wir machen alle zwei bis drei Stunden eine Pause, dann geht es“, sagt Vater Lars Boelt. Der Rastplatz bei Kassel gefällt der Familie. „Er ist sehr weitläufig und wir finden es gut, dass es Bänke mit Tischen gibt, an denen man picknicken kann“, sagt Tochter Laura.

Essen, trinken, Pause einlegen

Eine wesentlich kürzere Fahrt haben Familie Knabe und ihre Freunde vor sich. Die Gruppe war eine Woche in einem Ferienhaus in Holland und ist jetzt mit Kindern und Hund auf dem Weg zurück nach Nordhausen. „Wir müssen insgesamt etwas mehr als vier Stunden fahren“, sagt Stephan Knabe. Sie halten auf dem Weg nur einmal an, um etwas zu essen. Wo sie anhalten wollen, planen sie vorher nicht. Kassel kennen sie nur vom Vorbeifahren, da es oft auf der Hälfte der Strecke liegt.

Kassel-Ost sei aber einer der angenehmeren Rastplätze, sagt Annika Knabe. „Hier kann der Hund auch mal auf die Wiese.“ Das findet auch Familie Lömmer. Sie hat ihren Urlaub in der Lüneburger Heide verbracht und ist auf dem Heimweg nach Nürnberg. Das seien etwa fünf bis sechs Stunden Fahrt, sagt Julia Lömmer. „Durch die Baustellen auf der A 7 war der Verkehr sehr zäh und wir haben für 130 Kilometer drei Stunden gebraucht“, sagt ihr Mann Steffen. Da Tochter Leni noch sehr klein ist, müssen sie zwei bis drei Mal während ihrer Fahrt Pause machen.

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