Aktion Advent

Lichterfahrt für den guten Zweck: Landwirte beschenken Kinder im Klinikum Kassel

Große Freude bei Stefan Berndt (von links) vom Verein Kleine Riesen Nordhessen über das Engagement der Landwirte Andreas Kröschel, Sascha Kaiser und Tim Fremder
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Große Freude bei Stefan Berndt (von links) vom Verein Kleine Riesen Nordhessen über das Engagement der Landwirte Andreas Kröschel, Sascha Kaiser und Tim Fremder.

Der Anblick war beeindruckend: Am Abend des 5. Dezember rollten über 200 Landwirte aus der Region mit beleuchteten Traktoren durch Kassel, um Spenden für die Aktion Advent zu sammeln.

Kassel ‒ Ihr Ziel war das Klinikum, um allen Kindern, die im Krankenhaus liegen, eine Freude zu bereiten. Ihre Augen brachten schließlich nicht nur die weihnachtlich geschmückten Fahrzeuge zum Leuchten, sondern auch Weihnachtsgeschenke.

Initiiert hatten die Lichterfahrt die Landwirte Sascha Kaiser (Baunatal), Tim Fremder (Kassel-Nordshausen) und Andreas Kröschel (Jesberg). Sie war Teil einer bundesweiten Aktion der Bewegung „Land schafft Verbindung (LSV)“ unter dem Motto „Ein Funken Hoffnung“. „Wir waren überwältigt von der Resonanz“, sagen die Organisatoren. Für den guten Zweck waren Landwirte und ihre Fahrzeuge aus der ganzen Region unterwegs – von Höxter bis Schwalmstadt, von Korbach bis Eschwege.

Das Publikum auf ihrem Weg von der Kasseler Eissporthalle zum Klinikum war begeistert. Und sie spendeten großzügig in die Sammelboxen für die Aktion Advent. Und wer an diesem Abend nicht dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit, unter dem Stichwort „LSV für Kinder“ auf die Spendenkonten der Aktion Advent etwas einzuzahlen. Gespendet wurden rund 12 000 Euro.

5000 Euro kommen über die Aktion Advent dem Verein „Kleine Riesen Nordhessen“ zugute. Stefan Berndt, der die Spende entgegennahm, war begeistert von der Idee der Lichterfahrt: „Wir brauchen jeden Cent für unsere Arbeit.“ Denn sie finanziert sich nur aus Spenden und Sponsorengeldern.

Der Verein ist Träger des ambulanten Kinderpalliativ-Teams Nordhessen. Er setzt sich dafür ein, dass unheilbar schwerstkranke Kinder und Jugendliche, ganzheitlich und kompetent begleitet, im Kreise ihrer Familie und in ihrem vertrauten Zuhause sterben dürfen. Die Patienten und Angehörigen werden medizinisch-pflegerisch und psychosozial in dieser schwierigen Phase unterstützt. Und nicht zuletzt werden den schwerstkranken Kindern und Jugendlichen auch letzte Herzenswünsche erfüllt. Das könne eine Reise an die See oder ein Zirkusbesuch sein, ebenso wie die Chance, einen Wrestler kennenzulernen, erzählt Stefan Berndt. Und der Verein helfe auch, wo die finanziellen Mittel knapp seien – etwa um Kosten für die Fahrten in die Klinik zu decken.

Kindern helfen, ihnen eine Freude machen und ein wenig Glück schenken – das war das Anliegen der Landwirte, die bei der Lichterfahrt dabei waren. Unterstützt wurden sie von Firmen auch mit Sachspenden für die Weihnachtsgeschenke. Dazu zählen Raiffeisen Technik (Gudensberg und Trendelburg), Hermann Wagener (Bad Wildungen), Janson (Diemelsee), LZA (Fritzlar), Landtechnik Schäfer (Edertal), Maschinenring Schwalm-Eder, Lohnunternehmen Schade (Knüllwald), Top-Agrar (Münster), Lohnunternehmen Ledderhose (Calden). (Helga Kristina Kothe)

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