Aktion des Umweltamtes

Lieblingsorte in Kassel: Wo den Kasselern ihre Stadt gefällt und wo nicht

Die Karte zeigt Lieblingsplätze und ungeliebte Orte der Stadt: Bei einer Aktion des Umwelt- und Gartenamtes konnten Bürger ihre Meinungen abgeben. Die Künstlerinnen Leena Kötter und Frauke Striegnitz vom Verein Buchkinder haben die Ergebnisse grafisch umgesetzt.
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Die Karte zeigt Lieblingsplätze und ungeliebte Orte der Stadt: Bei einer Aktion des Umwelt- und Gartenamtes konnten Bürger ihre Meinungen abgeben. Die Künstlerinnen Leena Kötter und Frauke Striegnitz vom Verein Buchkinder haben die Ergebnisse grafisch umgesetzt.

Die Stadt Kassel will öffentlichen Plätze, Parks und Grünanlagen weiterentwickeln. Um zu erfahren, was die Lieblingsorte der Kasseler sind und wo sie Nachholbedarf sehen, hat das Umwelt- und Gartenamt eine Aktion gestartet.

Kassel - Bürger konnten sich äußern - nun liegen die Ergebnisse vor. Grundlage für die Aufwertung der öffentlichen Flächen in Kassel soll das Freiraumkonzept „Kasseler Stadtgrün“ sein, das mit Hilfe eines Planungsbüros aber auch durch Vorschläge der Bürger entwickelt wird.

Die mehr als 130 Rückmeldungen sind unter anderem in die Gestaltung von Plakaten eingeflossen. Auf einer Stadtkarte haben die Künstlerinnen Leena Kötter und Frauke Striegnitz vom Verein Buchkinder die Lieblingsorte (Herzchen) und Schandflecken (schwarze Dreiecke) der Stadt eingezeichnet.

„Auch, wenn nur ein Teil der Kasseler Bevölkerung teilgenommen hat, geben uns die Ergebnisse der Aktion ein Stimmungsbild darüber, wie die Menschen den Freiraum in Kassel erleben“, sagt Louise Leconte, Projekt-Koordinatorin des „Kasseler Stadtgrüns“ in der Umweltplanung des Umwelt- und Gartenamts. Hier eine Übersicht der Ergebnisse:

Lieblingsplätze in Kassel

  • Karlsaue: Sie ist der Favorit unter den Kasselern. Die barocke Parkanlage mit der Orangerie wurde von den Teilnehmern der Aktion besonders oft genannt.
  • Herkules: Auch dem Herkules fliegen die Herzen zu. Das Kasseler Wahrzeichen landet auf Platz zwei in der Beliebtheitsskala. Der gesamte Bergpark mit Wasserspielen, Löwenburg und Schloss Wilhelmshöhe hat zwar auch viele Fans, wenn auch nicht so viele wie der Herkules.
  • Dönche: Fast schon überraschend ist, dass sich der Herkules den zweiten Platz mit der Dönche teilen muss. Das größte innerstädtische Naturschutzgebiet ist der Geheimfavorit der Kasseler.
  • Buga: Das Naherholungsareal, das 1981 zur Bundesgartenschau gestaltet wurde, hat ebenfalls viele Freunde. Die Probleme mit dem Algenwuchs im Bugasee scheinen dem kein Abbruch zu tun. Der nördliche Teil des Sees ist übrigens ein Landschaftsschutzgebiet, das nicht nur Ornithologen begeistert.
  • Fulda: Ähnlich viel Zuspruch erfahren die Fulda und die Freizeitareale an ihren Ufern. Viele Teilnehmer wünschen sich noch mehr Leben am Fluss. Gerne auch einen Strand.
  • Park Schönfeld: Auch der städtische Park samt Botanischem Garten gehört zur Top Ten der beliebtesten Orte in Kassel.
  • Und sonst: Ebenfalls beliebt sind der Weinberg mit Weinbergterrassen und Grimmwelt, die Bleichwiesen samt Kinderbauernhof im Wesertor, der Nordstadtpark, der Hauptfriedhof und der Vordere Westen mit Goetheanlage, Stadthallengarten, Tannenwäldchen und Bebelplatz. Auch der Dorothea-Viehmann-Park, die Grünanlagen an Wahlebach, Geilebach und Grunnelbach sowie der Schenkelsberg haben noch einige Liebhaber.

Umstrittener Ort in Kassel

  • Königsplatz: Der 1767 angelegte Königsplatz polarisiert die Kasseler. Für ihn gibt es fast ebenso viel Kritik wie Lob. Eine runde Sache ist die Gestaltung des Platzes offenbar noch nicht.

Unbeliebte Orte in Kassel

  • Holländische Straße: Holländischer Platz, Holländische Straße und Halitplatz wurden am schlechtesten bewertet. Sowohl für Fußgänger wie Radfahrer seien dies keine attraktiven Orte.
  • Stern: Die Kreuzung am unteren Ende der Innenstadt schneidet ebenfalls ziemlich schlecht ab: Zu viele Autos, enge Gehwege und keine Radwege, lautet das Fazit.
  • Weserspitze: Die Weserstraße mit dem Wesertorplatz wurden sehr negativ bewertet. Kein Wunder, es ist eine der am stärksten befahrenen Straßen Kassels. Zudem gibt es Probleme mit der Trinkerszene am Wesertorplatz.
  • Frankfurter Straße: Auch an der 5,3 Kilometer langen Achse in Richtung Süden ist die Aufenthaltsqualität für Radfahrer und Fußgänger mäßig. Vielleicht kann die Planung, die Straße wieder zu einer durchgehenden Allee zu machen, daran etwas ändern.
  • Platz der Deutschen Einheit: Auch dieser Platz lädt nicht zum Verweilen ein, sondern allerhöchsten zum Warten auf Bus und Bahn. Es ist fraglich, ob der seit Jahren geplante Umbau auch für mehr Attraktivität sorgen wird.
  • Leipziger Straße: Die Achse in den Kasseler Osten gilt nicht als lebenswerter Ort und Schmuckstück der Stadt.
  • Wilhelmshöher Allee: Die barocke Achse ist besonders bei Radfahrern unbeliebt. Ihnen fehlen die Radwege. (Bastian Ludwig)

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