HNA-Leser können abstimmen, welche Variante aufgeführt wird

Lied zum Stadtjubiläum: Drei Hymnen stehen zur Wahl

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Das sind „Kassel singt“: von links Ulf Gottschalk, Thomas (Stolle) Stolkmann, Alexandra Ulner, Dagmar Niederhagen, Guntram Pauli, Susanne Vogt, Gerd Hallaschka, Esther Hantke, Hans Dinant und Ray Binder. Außerdem zum Ensemble gehört Jenna Bohn.

Kassel. Eine offizielle Kassel-Hymne gibt es im Stadtjubiläumsjahr nicht. Doch in den vergangenen Jahrzehnten und auch in letzter Zeit sind etliche Lieder entstanden, die Kassel, seine Reize und Besonderheiten besingen. In einer Serie stellen wir einige Kassel-Songs vor.

Kassel hat ein historisches Jubiläum zu feiern und außerdem jede Menge zu bieten. „Was schenkt man dem, der alles hat“, dachten sich Guntram Pauli und Hans Dinant. Da den Komponisten aus Witzenhausen und den Kasseler Liedermacher eine über 40-jährige Musikerbiografie und viele gemeinsame Projekte verbinden, war die Antwort naheliegend: eine Jubiläumshymne, die nicht nur Sängern und Zuhörern Spaß macht, sondern möglichst viele Menschen zusammenbringt.

Für ihre Jubiläums-Projektband haben sie sich den Namen „Kassel singt“ – oder kurz: KS – gegeben. Im April trafen sich alle für etwa zehn Tage im Studio von Rüdiger Ebel, um den Titel einzusingen. Dabei wurden verschiedene Versionen ausprobiert – mal als sanfte Pop-Ballade, mal mit deutlichem Rock-Akzent und mal mit klassischen Streicher- und Bläseranteilen, wobei das Dejean-Quartett aus Musikern des Kasseler Staatsorchesters mitgewirkt hat. Das Stück selbst, laut Dinant „eine kritische Liebeserklärung“ an die Nordhessenmetropole, ist von poetischer Eingängigkeit und taugt auch fürs Wunderkerzenschwenken beim großen Spontanchor im Stadion oder auf dem Königsplatz.

Mit dem Material hat Tüftler Guntram Pauli, der vor allem durch sein Crossover-Großwerk „Rock-Requiem“ bundesweite Bekanntheit erlangte, gleich auch drei verschiedene Videoclips produziert.

Auftrittstermine

Donnerstag, 20. Juni: 18 Uhr auf der Hessentagsbühne Königsplatz; später am selben Abend auf der Opernplatzbühne.

20.6. ab ca. 20 Uhr auch am HNA-Stand bei radioHNA

Samstag, 22. Juni: 12.30 Uhr Bühne Wilhelmsstraße; 14.30 Uhr Bühne Weindorf am Auedamm.

Die anspruchsvoll gemachten Filmchen zeigen Stand- und Bewegtbilder mit alten und zeitgenössischen Kasseler Stadtimpressionen sowie Filmszenen der Studioaufnahmen. „Man sieht es im Ergebnis nicht, aber das war eine wochenlange Wahnsinnsarbeit“, erzählt Pauli.

Jetzt wollen Dinant, Pauli und ihre Allstar-Band den Song während des Hessentagsprogramms live auf der Bühne präsentieren. Doch welche ist die schönste und angemessenste Version für die Kassel-Hymne? Das sollen die Leser und Online-Nutzer der HNA entscheiden, wünschen sich Hans Dinant und Guntram Pauli.

Die Videos aller drei Songversionen finden Sie unten. Bis Freitagmittag können Sie in unserer Umfrage ihre Lieblings-Version wählen. Die meistgewählte Produktion wird dann bei insgesamt vier Auftritten am 20. und am 22. Juni an verschiedenen Orten des Hessentages vor großem Publikum gesungen.

Von Axel Schwarz

Variante 1: Pop-Ballade

Variante 2: Rockig

Variante 3: Klassik-Instrumentierung

Das Lied: Kassel, du meine Heimatstadt

Du bist so reich und traust dich nicht, den eig’nen Wert zu spüren

und dich mit lächelndem Gesicht der Welt zu präsentieren.

Du bist so schön und doch verschämt, hast jedes Recht zum Strahlen.

Sitzt still im Winkel wie gelähmt, wer redet denn vom Prahlen?

Ich weiß, du leckst auch heute noch zu oft die alten Wunden.

Bist schüchtern fast und hast ja doch längst deinen Weg gefunden.

Ich will nur, dass du selbstbewusst mit deinen vielen Werken

und einem Lächeln voller Lust erkennst: Ich hab’ ja Stärken!

Was schenkt man dem, der

alles hat, wo nichts zu wünschen

bliebe?

Elfhundert Jahre gibt es dich, und niemals lass’ ich dich im Stich:

(Refrain:) Kassel, du meine Heimatstadt, ich schenk’ dir meine Liebe!

Du Stadt der Kunst hast einiges, um dich voll Stolz zu zeigen.

Ob Bergpark, Aue, Herkules: solch Schätze sind dir eigen.

Im documenta-Sommer passt dies „Ab nach Kassel“ prächtig.

Dann ist die ganze Welt zu Gast, sei bloß nicht zu bedächtig!

Dazu hast du die Brüder Grimm, um die sie uns beneiden.

Du machst nichts draus, das find’ ich schlimm, du bist halt zu bescheiden.

Schobben un’ Kännchen, so viel mehr gibt es noch aufzuzählen ...

Hier fortzugehen fiele schwer, du würdest mir so fehlen!

Was schenkt man dem, der

alles hat, wo nichts zu wünschen

bliebe?

Elfhundert Jahre gibt es dich, und niemals lass’ ich dich im Stich:

(Refrain:) Kassel, du meine Heimatstadt, ich schenk’ dir meine Liebe ...

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