Speisen aus Restaurants 

Lieferdienst Foodora startet Ende Mai auch in Kassel

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Mit dem Fahrrad unterwegs: Eine Foodora-Fahrer von Foodora unterwegs in Berlin. Die Gerichte werden ausschließlich mit dem Fahrrad ausgeliefert. Das gehört zum Konzept.

Kassel. Nicht alle Restaurants bieten ihren Kunden einen Lieferservice. Das übernehmen in immer mehr Städten Lieferdienste wie Foodora. Ab Ende Mai ist der Dienst in Kassel am Start.

Aktualisiert um 11.19 Uhr - „In kleineren Städten starten wir immer mit einer kleineren Gruppe an Restaurants“, sagt Unternehmenssprecher Vincent Pfeifer. In Kassel sind die McDonalds-Filialen an der Treppenstraße und an der Kohlenstraße und die L’Osteria am Königsplatz zum Start dabei. Mit weiteren Restaurants gäbe es bereits Gespräche.

Voraussetzungen für Gastronomiebetriebe, mit Foodora zusammenzuarbeiten, gibt es keine. Der Lieferdienst installiert in den teilnehmenden Restaurants die notwendige Ausstattung. Über ein Tablett kann der Mitarbeiter die Bestellung der Kunden entgegennehmen. Bestellt wird über eine App auf dem Handy. Das Berliner Unternehmen ist für die Lieferungen ausschließlich mit Fahrradkurieren unterwegs.

„Wir empfehlen den Restaurants spezielle nachhaltige Verpackungen, die sie auch über uns beziehen können“, erläutert Pfeifer das Konzept. Durchschnittlich gäbe es bei den Restaurants durch den Anschluss an Foodora eine Umsatzsteigerung um 20 Prozent, heißt es vom Unternehmen. Für diese Mehrleistung müssen die Restaurants im Gegenzug 30 Prozent ihres Warenwerts an Foodora abgeben.

Foodora prüft Einsatz von E-Bikes

Geliefert wird in einem 2,5 Kilometer großen Radius rund um das Restaurant – in die eigene Wohnung, ins Büro oder auf Wunsch auch in den Park.

„Der Kunde gibt seine Adresse ein und kann sehen, welche Angebote für ihn in Frage kommen“, sagt Pfeifer. Nur so werde gewährleistet, dass das Essen warm bleibt. Probleme habe es so auch in topografisch besonderen Städten wie Stuttgart oder Koblenz nicht gegeben. Testweise prüfe Foodora in solchen, beispielsweise bergigen Gebieten vereinzelt auch den Einsatz von E-Bikes. 

Das Angebot wird nach dem Start kontinuierlich mit weiteren Restaurants ausgebaut, heißt es. Auch inhabergeführte Restaurants können das Angebot von Foodora nutzen. Zu Beginn werden in Kassel zehn Fahrer in festen, sozialversicherungspflichtigen Anstellungsverhältnissen beschäftigt, heißt es.

Anna Homm, Dehoga-Kassel-Geschäftsführerin, sieht das neue Angebot nicht unbedingt negativ. „In der Gastronomiebranche ist immer viel Bewegung“, sagt Homm. Die Entscheidung, ob ein Gastronom Foodora nutzt, hängt von individuellen Faktoren ab. Das müsse jeder Restaurantbetreiber für sich entscheiden. „Wir raten allerdings dazu, sich nicht von einem Lieferdienst abhängig zu machen“, rät Homm.

In Göttingen gibt es inzwischen ebenfalls mehrere Restaurants, die mit Foodora zusammenarbeiten. Unter anderem die Systemgastrokette Nordsee. Deutschlandweit liefert Foodora mit 2600 Fahrradkurieren in 36 Städten (Stand: Mai 2018). 

Das sagt L’Osteria in Kassel zu Foodora

Positive Erfahrungen Jan Hausen, der Lizenznehmer der Franchisekette L’Osteria am Königsplatz, berichtet von positiven Erfahrungen mit Foodora aus anderen Städten. „Uns war es wichtig, dass die Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig angestellt sind“, sagt er. Er glaubt, dass Foodora dem Restaurant am Königsplatz zusätzliche Kunden bringt. 

„Wir bieten gegenüber dem normalen Pizza-Bringdienst Restaurantqualität“, sagt er. Manch einer schätze den Service, dass er sich das Essen aus seinem Stammlokal direkt nach Hause liefern lassen könne oder auch mittags ins Büro – ohne eben vor die Tür gehen zu müssen. Ein Pluspunkt sei zudem das umweltfreundliche Konzept.

Was ist Foodora?

Der Lieferdienst Foodora wurde 2014 in München gegründet und hat mittlerweile seinen Hauptsitz in Berlin. Die Kunden können online per Paypal oder per Kreditkarte bezahlen. Eine Barzahlung ist nicht möglich, um die Fahrer vor Überfällen zu schützen. Aktuell ist es noch nicht möglich Bestellungen aus verschiedenen Restaurants in einer Lieferung zu kombinieren. 

Der Mindestbestellwert ist unterschiedlich und wird während des Bestellungsprozesses angezeigt. Normalerweise beträgt er 15 Euro. Liefergebühren betragen zwischen 2,50 Euro und 4,90 Euro, je nach Restaurant und Lage.

Foodora: Welche Städte werden beliefert?

Foodora breitet sich immer weiter aus. Hier ein Überblick, wo der Lieferdienst unter anderem schon im Einsatz ist:

  • Berlin 
  • Frankfurt 
  • Hamburg 
  • München 
  • Düsseldorf 
  • Köln 
  • Stuttgart 
  • Nürnberg 
  • Bonn 
  • Hannover 
  • Göttingen 
  • Essen 
  • Wiesbaden 
  • Bremen 
  • Mainz 
  • Dresden 
  • Leipzig 
  • Karlsruhe 
  • Münster 
  • Mannheim 
  • Ludwigshafen 
  • Offenbach 
  • Dortmund 
  • Osnabrück 
  • Koblenz 
  • Saarbrücken 
  • Freiburg 
  • Regensburg 
  • Braunschweig 
  • Heidelberg 
  • Darmstadt 
  • Kiel 
  • Bielefeld 
  • Krefeld 
  • Augsburg 
  • Kassel (ab Ende Mai 2018)

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