Nach der documenta 13

documenta-Ausverkauf hat begonnen: Liegestühle und Hütten begehrt

Zwei Stunden vor Ausstellungsschluss am Sonntag: In der Karlsaue gab es die ersten freien Liegestühle des Tages. Als Souvenir sind sie begehrt. Foto:  Siemon

Kassel. Die Liegestühle mit dem documenta-Aufdruck, die in der Karlsaue und am Hauptbahnhof standen, sind heiß begehrt. In der documenta-Geschäftsstelle gab es auch gestern noch jede Menge Anfragen.

Die Liegestühle werden ausschließlich von den Gastronomen (Glashaus, Base und andere) verkauft. Wer sich ranhält, hat noch gute Chancen, einen von rund 100 verbliebenen Stühlen per unverbindlicher Reservierung auf der Internetseite www.docchairs.de zu ergattern. Es gibt ganz neue, leicht, und stärker gebrauchte Liegestühle, entsprechend variiert der Preis, der zwischen 29 und 59 Euro liegt. Teilweise waren die Stühle schon seit Wochen vorbestellt. Und am letzten documenta-Wochenende sind sie auch reihenweise geklaut worden. Rund 500 Sitzgelegenheiten mit documenta-Aufdruck waren es einmal.

Bei den Holzhütten in der Karlsaue ist das wegen des Gewichts kein Thema. Die Hütten hat der Grüne Punkt zusammen mit der Green Building Group zur Verfügung gestellt. Einige werden an karitative Einrichtungen verschenkt. Ansonsten gibt es eine Aktion eines Radiosenders (www.klassikradio.de), bei der man für seinen Verein eines der documenta-Holzhäuser (Sanatorium) gewinnen kann. Dabei entscheiden die Hörer, wer das beste Konzept für die Nutzung hat.

Nachdem in den vergangenen Tagen der Friedrichsplatz immer dicht mit Menschen bevölkert war, wirkt er jetzt regelrecht leer. Das liegt auch daran, dass der rosa Papp-Panzer jetzt auch verschwunden ist. Die Aktivisten von Occupy hätten alle Vereinbarungen zuverlässig eingehalten, sagt documenta-Geschäftsführer Bernd Leifeld.

Spuren haben sie ebenso wie die 860 000 Ausstellungsbesucher hinterlassen. Im Auftrag und auf Kosten der documenta wird der Rasen wieder hergerichtet. Das gilt auch für die in Mitleidenschaft gezogenen Flächen in der Karlsaue. „In unserem Vertrag steht, dass wir alles so zurückgeben, wie wir es vorgefunden haben“, sagt Bernd Leifeld. Dabei arbeite man mit der Firma zusammen, die bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland für die Qualität des Rasens in den Stadien verantwortlich war.

Von Thomas Siemon

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