Kombi-Lösung im Gespräch

Lift für Skifahrer und Mountainbikes: Überlegungen für Hohes Gras

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Nur im Paket zu verkaufen: Der Lift mit der Schneekanone und den Absperrungen gehören Edde (im Bild) und Gerda Bröffel. Ein neuer Pächter müsste die Technik und die Ausstattung übernehmen.  

Noch gibt es keine Entscheidung, doch der Betrieb des Skilifts auf dem Hohen Gras in Kassel könnte fortgesetzt werden. Die langjährigen Betreiber wollen die komplette Technik verkaufen. 

Die Skisaison auf dem Hohen Gras ist schon eine Weile beendet. Eine unterschriftsreife Regelung dafür, wie es mit dem Lift auf Kassels Hausberg weitergeht, gibt es noch nicht. Doch es besteht zumindest Hoffnung.

Darüber berichtete der stellvertretende Leiter des Kasseler Sportamtes, Karsten Schwartz, am Donnerstag im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Sport. Demnach gibt es einen Interessenten, der den Lift sowohl im Winter als auch im Sommer nutzen möchte. Das hänge mit den Planungen für eine offizielle Mountainbike-Strecke im Habichtswald zusammen. Hier hat der PSV Grün-Weiß Kassel mit seiner Abteilung Downhill/Freeride die Initiative ergriffen. Bei einem Gespräch mit Vertretern der Stadt und von Hessen Forst habe man prinzipiell eine Einigung darüber erzielt, dass so eine Strecke möglich wäre. Hessen Forst hat ein Interesse daran, die Aktivitäten an einer Stelle zu bündeln und so den übrigen Wald zu schützen.

Über Stock und Stein: Kassels Mountain-Biker könnten eine Strecke im Habichtswald bekommen Das Foto entstand in Willingen. Foto:  Privat/nh

„Klar ist, dass die Stadt den Lift nicht kaufen wird“, sagte Kämmerer Christian Geselle (SPD) im Ausschuss. Man sei aber gern bereit, Vereine bei ihren Aktivitäten zu unterstützen. Aus Vorschlägen, den Lift ehrenamtlich zu betreiben, sei bislang nichts geworden.

Und was sagen die bisherigen Liftbetreiber Gerda und Edde Bröffel? Die hatten angekündigt, dass sie sich in den Ruhestand verabschieden wollen. Die Stadt hat allerdings vorsichtshalber den Pachtvertrag mit Hessen Forst um ein weiteres Jahr verlängert. Ansonsten müsste der Lift jetzt schon zurückgebaut werden.

Edde Bröffel bestätigt, dass es Kontakte mit einem Interessenten gegeben habe. Es sei durchaus möglich, den Lift nach der Skisaison mit überschaubarem Aufwand für den Transport von Rädern umzubauen. Die würden dann samt Fahrer mit einer Befestigung an der Sattelstange hochgezogen. Zu konkreten Verhandlungen über den Preis für den Lift, die Schneekanone und die Pistenraupe sei es noch nicht gekommen. Zu seinen Preisvorstellungen will er sich nicht äußern.

Die Frage, ob der Lift im kommenden Winter denn laufen wird, sieht Edde Bröffel gelassen. Er werde sich bei den Verhandlungen nicht unter Zeitdruck setzen. Der Pachtvertrag laufe ja noch bis zum kommenden Jahr. „Und wenn alle Stricke reißen, dann hängen wir halt doch noch eine Saison dran“, sagt der 78-Jährige.

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