Vor Jahrestag des Mordes an Walter Lübcke

Live auf HNA.de: Bundesjustizministerin diskutiert in Kassel Strategien gegen Rechtsradikalismus

Jahrestag des Lübcke-Mordes:  Diskussionsrunde in Kassel
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Christine Lambrecht, Bundesjustizministerin

Der Mord an Walter Lübcke jährt sich zum ersten Mal. Bundesjustizministerin Lambrecht spricht vor diesem Hintergrund in Kassel mit weiteren Experten über Strategien gegen Rechtsradikalismus.

Kassel - Am 2. Juni jährt sich der Mord an Walter Lübcke. Um darüber zu sprechen, was man gegen rechtsradikale Angriffe unternehmen kann, veranstaltet die Kasseler Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ heute eine Diskussionsrunde zum Thema „Demokratie stärken“. Das Livevideo sehen hier ab 18.30 Uhr.

Weitere Fragen und Antworten zur Veranstaltung:

Diskussionsrunde in Kassel nach Lübcke-Mord: Was ist der Hintergrund für die Veranstaltung?

Immer häufiger finden sich Berichte rechtsextrem motivierter Straftaten in Zeitungen und den Sozialen Medien. Die Angriffe in Chemnitz, Halle und Hanau sind dafür nur einige Beispiele. Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke vor knapp einem Jahr mache zudem die besondere Gefährdung demokratisch engagierter Politiker sichtbar, so die Veranstalter. Darum wolle man nun über Strategien gegen rechtsradikale Taten diskutieren.

Diskussionsrunde in Kassel nach Lübcke-Mord: Was ist geplant?

In der Diskussionsrunde wird Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) mit weiteren Experten über diese Strategien sprechen. Ursprünglich war die Runde mit Zuschauern geplant. Nun findet sie wegen der Corona-Krise ohne Publikum in der Neuen Denkerei statt und wird live im Internet übertragen.

Diskussionsrunde in Kassel nach Lübcke-Mord: Wie sieht der Ablauf konkret aus?

Mit der Veranstaltung will die Initiative eine Plattform bieten, um konkrete Lösungen für den Umgang mit gestiegener rechtsextremer Gewalt und Hetze in Deutschland aufzuzeigen. Solidaritätsbekundungen reichten dabei nicht aus, so die Organisatoren. „Wir dürfen Hass und Hetze nicht unkommentiert und unwidersprochen stehen lassen. Worte und Taten im digitalen Raum müssen ebenso Konsequenzen haben wie in der analogen Welt“, sagt Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU). Die Justiz müsse in der Lage sein, Täter effektiv zu verfolgen. Außerdem müsse die häufig schweigende Mehrheit gegen Rechtsextremismus eine Stimme finden.

Diskussionsrunde in Kassel nach Lübcke-Mord: Wer wird an dem Abend diskutieren?

Zur Frage, wie man Täter optimal verfolgen und eine gemeinsame Stimme gegen rechte Gewalt finden kann, diskutieren neben Bundesjustizministerin Christine Lambrecht Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung zur Stärkung einer demokratischen Zivilgesellschaft, der Rechtsextremismus-Experte und Buchautor Olaf Sundermeyer, die jüngste Kommunalpolitikerin in ihrer Region, Hulda Kalhorn aus Greifswald, sowie Michael Brand, Menschenrechtsexperte und CDU-Bundestagsabgeordneter aus Fulda. Moderiert wird die Diskussionsrunde von HNA-Redakteurin Amira El Ahl.

Diskussionsrunde in Kassel nach Lübcke-Mord: Übertragung im Internet

Die Diskussionsrunde wird am Montag, 11. Mai, von 18.30 bis 20 Uhr hier auf hna.de (siehe oben) und auf der Website offenfuervielfalt.de live im Internet gezeigt. Ein Mitschnitt der Veranstaltung wird nach der Veranstaltung auf der Homepage der Initiative veröffentlicht.

Von Marie Klement

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