Veranstaltungen ab 100 Teilnehmern verboten

Coronavirus in der Region Kassel: Keine Prüfungen an der Uni - Hygiene nicht garantiert

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Coronavirus in Kassel: Stadt ergreift drastische Maßnahmen.

Das Coronavirus hat die Stadt und den Landkreis Kassel erreicht. Das öffentliche Leben kommt fast komplett zum Erliegen.

  • 21 Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Kassel (Stand 15.03.2020, 18.30 Uhr)
  • Die Stadt hat über die neuesten Entwicklungen zum Coronavirus informiert
  • Drastische Maßnahmen werden ergriffen
  • Schulen und Kitas in Stadt und Landkreis Kassel werden geschlossen
  • Zu unserem aktuellen Ticker mit neuen Infos zum Coronavirus in der Region Kassel, geht es hier.

Update vom Montag, 16.03.2020, 11.47 Uhr: Die Universität Kassel stellt den Prüfungsbetrieb mit sofortiger Wirkung ein. Das gab die Hochschulleitung in einer Pressemitteilung bekannt. Die Hochschulleitung können nicht garantieren, dass im Prüfungsbetrieb die notwendigen hygienischen Maßnahmen un die Einschränkung von sozialen Kontakten eingehalten werden können.

Die Maßnahme gilt vorerst bis zum 20. April. Dies könne sich aber noch ändern, teilt die Hochschulleitung mit. Sobald es absehbar ist, werden die neuen Prüfungstermine über die Fachbereiche bekanntgegeben.

Update vom Montag, 16.03.2020, 11 Uhr: Die Hamsterkäufe in Kassel wegen des Coronavirus haben übers Wochenende schlagartig zugenommen. Das berichtet mehrere Einzelhändler und Kunden in den Kasseler Supermärkten.

Angst, dass man keine Waren mehr bekommen werde, müssen Kunden laut Marco Wenzel, Inhaber des Edeka-Markts an der Fiedlerstraße in der Kasseler Nordstadt, aber nicht haben. Die Großlager seien gefüllt und man werde täglich beliefert. Auch in der Markthalle in der Innenstadt sind die Auswirkungen des Coronavirus zu spüren: Hier ist es in den Gängen deutlich leerer, berichtet hna.de*.

Coronavirus in Kassel: Besucherrückgang in Kneipen und Bars

Update vom Montag, 16.03.2020, 9.17 Uhr: Tests auf das Coronavirus finden nur in begründeten Verdachtsfällen statt. Das teilt das Gesundheitsamt auf HNA*-Anfrage mit. Ob ein Verdachtsfall vorliegt, muss ein Arzt entscheiden.

Alle Personen, die starke Symptome einer Atemwegserkrankung aufweisen, sollen sich zuerst telefonisch bei einem Arzt melden. Weitere Anlaufstellen sind der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 oder das Gesundheitsamt.

Update vom Montag, 16.03.2020, 8.37 Uhr: Die Kneipen und Bars in Kassel merken einen deutlichen Besucherrückgang wegen des Coronavirus. Viele reservierte Tische seien storniert worden, berichten mehrere Restaurantbesitzer. In vielen Bars auf der Friedrich-Ebert-Straße blieben am Wochenende mehrere Tische leer, berichtet hna.de*.

Eine Kneipe hat bereits vorsorglich ganz geschlossen: Die "Fliege" im Stadtteil Wolfsanger verkündete bereits am Freitag, dass vorerst kein Betrieb mehr stattfinden wird. Generelle Schließungen von Kneipen, Bars und Restaurants wurden von der Stadtverwaltung bisher nicht beschlossen. 

Update, 15.03.2020, 18.38 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Kassel ist am Sonntag um einen weiteren Fall gesteigen. Im Landkreis Kasel gibt es jetzt 12 bestätigte Fälle, in der Stadt Kassel liegt die Zahl der Fälle weiterhin bei 10. Das teilt die Stadt Kassel am Sonntag (15.03.2020) mit.

Coronavirus in Kassel: Veranstaltungen nur noch bis 100 Teilnehmer erlaubt

Die Stadt Kassel schließt sich der neuen Verodrnung des Landes Hessen an und untersagt ab sofort alle Veranstaltungen ab einer Teilnehmerzahl von 100 Personen. Damit wird die am Samstag ausgegebene Allgemeinverfügung der Stadt Kassel noch einmal angepasst - darin hieß es zunächst, dass alle Veranstaltungen ab 150 Personen untersagt seien.

Coronavirus in Kassel: Städtische Werke schränken Kundenservice ein

Die Städtischen Werke schränken ihren Kundenservice ab Montag (16.03.2020) im Kunden- und Zahlungszentrum im Königstor ein. Damit soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 eingedämmt werden und Kunden und Mitarbeiter des Unternehmens geschützt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Städtsichen Werke.

Kunden werden gebeten ihre Anliegen zu verschieben und nur in wirklich dringenden Fällen ins Kundenzentrum im Königstpor kommen - zuvor sollte telefonisch ein Termin vereinbart werden. Das Unternehmen verweist auf den Online-Service , E-Mail oder den telefonischen Service. Für Bar-Einzahlungen stehe der Kassenautomat im Eingangsbereich des Kundenzentrums uneingeschränkt zur Verfügung.

Coronavirus in Kassel: Sportangebot 6:30 der HNA fält aus

Fitnessstudios, Sporthallen, Schwimmbäder dicht – der Sport kommt zum Erliegen. Dem muss auch dei HNA* Rechnung tragen: Das Training von 06:30 findet ab sofort vorerst nicht mehr statt. Derzeit wurde an den Standorten in Baunatal, Immenhausen und Kassel jeweils zweimal pro Woche trainiert. Der Ausfall gilt mindestens bis Ende April. Wir informieren rechtzeitig weiter.

Zusammen mit unserem Fitness-Experten Sascha Seifert werden wir schnellstmöglich ein Fitnessprogramm für die eigenen vier Wände zusammenstellen. Bis dahin können Sie sich Ihre Lieblings-Übungen selbst zusammenstellen. Anleitungen, Fotos und Videos gibt es auf der Homepage zu 06:30.

Update, 15.03.2020, 14.17 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie trifft die deutsche Wirtschaft hart. Auch die Betriebe in der Region Kassel leiden unter der Krise.

Update, 15.03.2020, 11.33 Uhr: Die Kasseler Sparkasse schließt vorsorglich die Hauptstelle in der Wolfsschlucht und das Beratungscenter in der Kölnischen Straße. „Beide Standorte bleiben ab Montag (16.03.2020) bis auf weiteres für den Kundenverkehr geschlossen“, teilte Pressesprecherin Katrin Westphal mit. 

Die Selbstbedienungsstandorte und die übrigen Beratungscenter bleiben geöffnet. Bei der Schließung handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Bislang gebe es keinen Coronavirus-Infizierten und auch keine Verdachtsfälle bei der Kasseler Sparkasse.

Die Kundenberater seien telefonisch erreichbar. Bei besonderem Bedarf könnten persönliche Beratungstermine vereinbart werden. Die Kasseler Sparkasse bittet darum, diese auf ein Mindestmaß zu reduzieren oder zu verschieben und vorerst das digitale und telefonische Angebot zu nutzen. 

Das Kunden-Servicecenter ist telefonisch Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr unter der Telefonnummer 0561-712 45 67 89 erreichbar, auch zur Vereinbarung von Terminen, um Zugang zu den Schließfachanlagen an den betroffenen Standorten zu erhalten.

Wegen Coronavirus: Land Hessen verbietet Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern

Update, 15.03.2020, 10.38 Uhr: Das Land Hessen hat öffentliche und private Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern verboten. Das Verbot gilt auch für Stadt und Landkreis Kassel.  

Wer sein Kind von einer Tagesmutter betreuen lassen will, muss dafür eine Selbsterklärung ausfüllen. Dabei handelt es sich um das gleiche Formular, das Sorgeberechtigte für eine Notbetreuung in Kindergärten abgegeben müssen. 

Update, 14.03.2020, 21.14 Uhr: Stadt und Landkreis Kassel haben am Samstag (14.03.2020) weitere Einschränkungen für das öffentliche Leben beschlossen. So bleiben ab dem morgigen Sonntag (15.03.2020) sämtliche Einrichtungen vom Sportstudio bis zum Jugendzentrum in der Stadt Kassel bis auf den Einzelhandel, Betriebsstätten sowie Restaurants und Gastronmiebetriebe geschlossen.

Mittlerweile sind in Stadt und Landkreis 21 Menschen an der Atemwegserkrankung COVID-19, verursacht durch das Coronavirus Sars-CoV-2, erkrankt - drei davon müssen intensivmedizinisch behandelt werden (Stand 14.03.2020, 21.14 Uhr). Rund 420 Kontaktpersonen befinden sich aktuell vorsichtshalber in häuslicher Isolation und werden bisher täglich durch das Gesundheitsamt kontaktiert.

Vor dem Hintergrund der weiter steigenden Zahl der Betroffenen sei aber davon auszugehen, dass die Kapazitäten auf Dauer nicht ausreichen werden. Die Kontaktpersonen werden dann nicht mehr tägliche Anrufe erhalten, sondern diese tragen für sich selbst Verantwortung, teilt die Stadt Kassel am Samstag in einer Pressemeldung mit.

Coronavirus in Kassel: Krankenhäuser der GNH schränken Besuchzeiten ein

Die Gesundheit Nordhessen (GNH) setzt die Vorgaben der Hessischen Landesregierung um, die am Freitag auf einer Sonder-Kabinettsitzung gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 beschlossen wurden. Besuchern, die aus einem Risikogebiet zurückkehren, ist ab sofort das Betreten aller Klinikstandorte für 14 Tage grundsätzlich verboten. Das teilt ein GNH-Sprecher am Samstag mit.

Außerdem werden die Besuchszeiten ab sofort weiter deutlich eingeschränkt. Patienten können nur noch maximal eine Stunde pro Tag zwischen 15 und 18 Uhr Besuch empfangen - vorausgesetzt es handelt sich um eine gesunde Person. Im Zentrum für Frauen- und Kindermedizin dürfen nur noch Eltern ihre Kinder besuchen. Ausnahmen gelten nur in begründeten Einzelfällen nach ärztlicher oder pflegerischer Absprache. 

Die neuen Regelungen gelten zunächst bis zum 20.04.2020. Zur GNH gehören das Klinikum Kassel und die Krankenhäuser in Bad Arolsen, Hofgeismar und Wolfhagen, Einrichtungen der ambulanten medizinischen Versorgung und Rehabilitation sowie Seniorenwohnanlagen mit ambulantem Pflegedienst.

Coronavirus in Kassel: Erste Kontrollen nach Einschränkungen

Nach den ersten am Donnerstag ausgesprochenen Einschränkungen für das öffentliche Leben hat die Stadt Kassel mit Unterstützung der Polizei Einrichtungen kontrolliert, ob die Verbote wegen des Coronaviruses auch eingehalten wurden. Nach den Erkenntnissen der Einsatzkräfte seien deutlich weniger Menschen auf den Straßen und in den Einrichtungen unterwegs gewesen.

"Die Menschen in Kassel und auch die Betreiber der betroffenen Einrichtungen haben sich sehr besonnen und auch umsichtig verhalten. Viele haben ihre Betriebe auch ohne eine entsprechende behördliche Anordnung geschlossen oder von sich aus eingeschränkt", berichtete Ordnungsdezernent Dirk Stochla.   "Wir möchten uns ausdrücklich bei allen für das Verständnis bedanken", erklärte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle. "Wenn wir weiterhin gemeinsam so besonnen vorgehen, bin ich zuversichtlich, dass wir diese schwierige Situation gemeinsam meistern."

Coronavirus in Kassel: Urlaubssperre für versorgungskritische Berufsgruppen

Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle hat für Beschäftigte in versorgungskritischen Berufen eine Urlaubssperre angeordnet. Dazu zählen unter anderem Feuerwehrleute, aber auch Beschäftigte der Rettungsdienste und Krankenhäuser.

Er folgt damit einer Eilverordnung des Landes Hessen, dass wegen des Coronaviruses für Beschäftigte in Berufen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung besondere Regularien vorsieht. Kehren solche Mitarbeiter von Reisen aus vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet einegstuften Ländern oder regionen zurück, gelte grundsätzlich eine zweiwöchige häsuliche Isolation.

Coronavirus in Kassel: ÖPNV wird aufrechterhalten - Fahrplan angepasst 

Die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) wird den Öffentlichen Nahverkehr aufrechterhalten, allerdings werden Busse und Bahnen ab der kommenden Woche nach einem lageangepassten Fahrplan fahren. Zudem werden die Hygienemaßnahmen noch einmal verstärkt.

Coronavirus in der Region Kassel: Volkshochschule bleibt geschlossen - Kursgeld wird erstattet

Der Kursbetrieb der Volkshochschule Region Kassel wird ab Montag, 16.03.2020, zunächst bis zum 20.04.2020 komplett eingestellt. Alle Kurse und Veranstaltungen fallen in diesem Zeitraum aus. Das hat Uwe Schmidt, Landrat des landkreises Kassel, zur Vorbeugung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus am Freitag (13.03.2020) verfügt.

Für die Teilnehmenden betroffener Seminare und Kurse bedeutet dies, dass die ausfallenden Kursstunden zurückerstattet beziehungsweise nicht in Rechnung gestellt werden. Eine zusätzliche Abmeldung ist für diesen Zeitraum nicht notwendig.

Update, 14.03.2020, 17.56 Uhr: Die Zahl der am Coronavirus Infizierten in der Region Kassel ist gestiegen: Insgesamt sind 21 Menschen (Stand 14.03.2020, 17.56 Uhr) an der durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt. 

Betroffen sind demnach 11 Menschen aus dem Landkreis sowie 10 in der Stadt Kassel. Die Zahlen hat die Stadt Kassel in einer erneuten Pressekonferenz zum Thema Coronavirus am Samstag (14.03.2020) verkündet.

Coronavirus in Kassel: Drei Coronainfizierte werden intensivmedizinischen betreut

Demnach sei bei drei Patienten der Verlauf von Covid-19 nicht mild, sie werden intensivmedizinischen betreut. Ein Infizierter am Klinikum Kassel, zwei weitere im Landkreis Kassel. Den genauen Behandlungsort der beiden durch das Coronavirus Sars-CoV-2 schwer Erkrankten im Landkreis und wie es den insgesamt drei intensivmedizinisch Betreuten aktuell genau geht, wurde aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht veröffentlicht.

Coronavirus in Kassel: Weitere drastische Maßnahmen - Schwimmbäder geschlossen - Auch private Veranstaltungen betroffen

Um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in der Stadt Kassel weiter einzudämmen, hat die Stadtverwaltung weitere Einschränkungen für das öffentliche und auch private Leben beschlossen. So sind ab Sonntag (15.03.2020) sämtliche öffentliche wie auch private Veranstaltungen mit mehr als 150 Teilnehmern untersagt. 

Bei Veranstaltungen mit weniger als 150 Personen muss der Veranstalter die Teilnehmer lückenlos dokumentieren sowie für entsprechende Hygienemaßnahmen sorgen.

Betont wurde während der Pressekonferenz, dass wer sich an das Verbot nicht hält, sich nach dem Infektionsschutzgesetzt strafbar mache. Ausgenommen von der 150-Personen-Regel sind bisher (Stand 14.03.2020, 17.56 Uhr):

  • Betriebsstätten
  • der Einzelhandel
  • die Gastronomie

Coronavirus in Kassel: Diese Einrichtungen bleiben ab Montag ebenfalls geschlossen

Einige Einrichtungen in der Stadt Kassel wurden bereits geschlossen und alle städtischen Veranstaltungen abgesagt. Jetzt erweitert die Stadt Kassel die Verbote. Folgende Einrichtungen werden ab Sonntag (15.03.2020) ebenfalls geschlossen:

  • alle städtischen Schwimmbäder
  • die Therme
  • alle Bowling-Center
  • alle Fitnessstudios
  • alle Tanzschulen
  • alle kulturellen Einrichtungen (auch von Kulturvereinen) wie etwa das tic
  • alle Spielhallen und Wettbüros
  • alle Musseen der Stadt und der Museumslandschaft Hessen-Kassel
  • alle Jugendzentren
  • alle  Bürgerhäuser

Coronavirus in Kassel: Grimmwelt bereits ab Samstag (14.03.2020) 18 Uhr geschlossen

Die Grimmwelt Kassel schließt aufgrund des Coronavirus bereits ab dem heutigen Samstag (14.03.2020) um 18 Uhr - das gleiche gilt für das im Museum integrierte Restaurant Falada. Das teilt die Grimmwelt in einer Pressemitteilung mit. 

Demanch werden alle Veranstaltungen und Führungen in der Grimmwelt bis Ende April ausgesetzt. Für Privatveranstaltungen im Café-Restaurant Falada in der Grimmwelt können sich Interessierte an die Mitarbieter wenden. 

Coronavirus in Kassel: Alle Museen der MHK ab Samstag geschlossen

Ab sofort sind auch alle Museen der Museumslandschaft Hessen-Kassel (MHK) geschlossen, teilt die MHK am Samstagabend (14.03.2020) in einer Pressemitteilung mit. Betroffen seien von der Schließung auch das Gewächshaus am Bergpark Wilhelmshöhe sowie die Besucherzentren am Bergpark. Auch das Café Jérôme im Schloss Wilhelmshöhe stellt bis auf Weiteres den Betrieb ein. Diese Regelungen gelten vorerst bis zum 30.04.2020.

Coronavirus im Landkreis Kassel: Massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens

Schulen, Kindergärten und Horte werden geschlossen – auch in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens wird es ab Sonntag (15.03.2020) massive Einschränkungen geben. Weil es keine zentrale und übergeordnete Ordnungsbehörde im Landkreis Kassel gibt, muss jede Kommune üblicherweise ihr Vorgehen selbst organisieren. 

Die Bürgermeister im Landkreis Kassel haben sich aber am Samstag auf eine eineinheitliche Linie verständigt. Das haben der Landkreis Kassel und die Bürgermeisterkreisversammlung beschlossen: 

  • Publikumsverkehr: Die Bürger werden bis auf weiteres gebeten, die Rathäuser nur noch in dringenden Notfällen aufzusuchen und den Besuch zuvor telefonisch anzukündigen. Alle Besucher werden namentlich mit Adresse registriert, um eine mögliche Infektionskette verfolgen zu können. Diese Daten dürfen auch erfasst werden, weil sie zur Eindämmung einer Pandemie nach dem Infektionsschutzgesetz erforderlich sind. Der Datenschutz ist gewährleistet. Der Dienstbetrieb in den Rathäusern wird aufrechterhalten. 
  • Kindergärten: Alle Kindergärten sind geschlossen. Eine Notbetreuung für den vom Land Hessen definierten Personenkreis setzt eine Selbsterklärung der Sorgeberechtigten voraus. Alle Eltern müssen dazu ein Formular ausfüllen. Am Montag werden sich die Kommunen einen Überblick über den Bedarf in ihren Kitas machen und dann entscheiden, wie viele Notgruppen tatsächlich gebraucht werden und in welchen Einrichtungen die Notbetreuung angeboten wird. 
  • Kino: Nachdem die Stadt Kassel alle Kinos im Stadtgebiet bereits am Freitag geschlossen hat, wurde der Betrieb im Cineplex in Baunatal ebenfalls ausgesetzt. 
  • Brandschutz: Um den Brandschutz gewährleisten zu können, sind alle Übungsdienste der Freiwilligen Feuerwehren in den Gemeinden ausgesetzt. Alle Feuerwehren bleiben aber einsatzbereit. 
  • Versammlungsstätten: Alle kommunalen Sporthallen, Dorfgemeinschaftshäuser und Bürgerhäuser sind ab sofort geschlossen. Bei bereits geplanten privaten Veranstaltungen werden die Veranstalter auf die Risiken der angedachten Veranstaltungen besonders hingewiesen. Bei gebuchten Terminen werden die Veranstalter außerdem verpflichtet, eine Teilnehmerliste mit Namen und Adressen zu erstellen. 
  • Jugendarbeit: Die Inhouse-Angebote und anstehende Veranstaltungen der Jugendarbeit werden mit sofortiger Wirkung eingestellt. Dies betrifft die wöchentlichen Öffnungszeiten der Jugendräume, die in den Jugendräumen stattfindenden Workshops und sämtliche Gruppenangebote. 
  • Seniorenangebote: Die Seniorentage des Landkreises Kassel auf dem Sensenstein wurde vom Landkreis Kassel bereits abgesagt. Die Jugendburg Sensenstein ist seit Freitag geschlossen. Alle Seniorenangebote in den Kommunen entfallen ebenfalls, um diese besonders gefährdete Personengruppe zu schützen. 
  • Veranstaltungen: Die Städte und Gemeinden haben alle kommunalen Veranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt. Auch die meisten nicht von den Gemeinden organisierten Veranstaltungen wie beispielsweise Konzerte, Aufführungen, Ausstellungen, Basare, Flohmärkte und ähnliches finden nicht mehr statt. 
  • Schwimmbäder: Alle Schwimmbäder und Saunalandschaften können ab sofort und bis auf weiteres nicht mehr besucht werden. 
  • Vereinsleben: Allen Vereinen wird empfohlen, ihre Versammlungen bis auf weiteres abzusagen. Vertreter aus den Kommunen werden ab sofort an keinen Versammlungen mehr teilnehmen. 
  • Jubiläen: Mit Rücksicht auf den besonders gefährdeten Personenkreis werden Vertreter aus den Kommunen bis auf Weiteres keine Besuche aus Anlass von Geburtstagen oder Ehejubiläen machen. 
  • Beerdigungen: Trauerfeiern und Beerdigungen sollten in der nächsten Zeit nur noch im engsten Angehörigenkreis stattfinden. 
  • Trauungen: Auch bei Eheschließungen sollte die Zahl der Anwesenden auf das Nötigste reduziert werden. 
  • Gremiensitzungen: Zum Erhalt der kommunalen Handlungsfähigkeit können wichtige Sitzungen nur noch im notwendigen Rahmen stattfinden. Magistrats- und Gemeindevorstandssitzung sollen weiterhin erfolgen, Parlamentssitzungen werden wohl nach derzeitigem Kenntnisstand abgesagt.

Coronavirus in Stadt und Landkreis Kassel: Alle schulen und Kitas ab Montag geschlossen

Update, 14.03.2020, 14.45 Uhr: Am Freitagabend hat das Land Hessen beschlossen, alle Schulen und Kitas bis nach den Osterferien zu schließen -  betroffen davon sind auch Stadt und Landkreis Kassel. Damit fällt ab Montag (16.03.2020) für rund 57.000 Schüler in Stadt und Landkreis Kassel der Unterricht aus - die Abiturprüfungen sollen dennoch stattfinden. So geht es nach den Schließungen der Schulen in Kassel weiter.

Erstmeldung, 12.03.2020, 14.19 Uhr: Das hat es noch nicht gegeben: Die Stadt Kassel ergreift in Folge des sich ausbreitenden Coronavirus drastische Maßnahmen. Staatstheater, Kinos und Diskotheken müssen schließen, Veranstaltungen werden abgesagt, Versammlungen verboten. Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen.

Ein Verwaltungsstab unter Leitung von Oberbürgermeister Christian Geselle hat angeordnet, ab heute alle Veranstaltungen mit größeren Menschenansammlungen bis einschließlich 30. April zu untersagen. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. „In einer solchen Phase ist es leider unumgänglich, dass das öffentliche Leben Einschränkungen erfährt“, sagte Geselle. Der Schutz der Bevölkerung habe höchste Priorität. Für die Kasseler Museen und Ausstellungshäuser soll die Besucherzahl eingeschränkt werden, gleiches gelte auch für Schwimmbäder.

Corona in Kassel: Am Mittwoch drei bestätigte Fälle in der Stadt

Mittlerweile gibt es drei Corona-Fälle in der Stadt Kassel. Zwei Frauen im Alter von 28 Jahren und ein 56 Jahre alter Mann befinden sich in häuslicher Isolation. Auch im Altkreis Kassel gibt es einen weiteren Fall. Dort wurde das Virus bei einem 54 Jahre alten Mann nachgewiesen. Alle vier Personen waren in Österreich im Ski-Urlaub.

Damit stieg die Zahl der Erkrankten in Stadt und Kreis Kassel auf sechs. Laut Gesundheitsamt befinden sich in Stadt und Kreis Kassel 130 Kontaktpersonen vorsorglich in Quarantäne, davon 27 im Wolfhager Land, 13 im Altkreis Kassel und 3 im Altkreis Hofgeismar. Der Landkreis Kassel hat die 28 kreisangehörigen Städte und Gemeinden kontaktiert. „Wir empfehlen den Kommunen, sich so zu verhalten wie es die Stadt Kassel tut“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Eine Anordnung kann der Kreis nicht aussprechen.

Vor leeren Rängen müssten laut Geselle vorerst der KSV Hessen Kassel und die MT Melsungen spielen. Allerdings stellte der Hessische Fußball-Verband gestern ohnehin den kompletten Amateur-Spielbetrieb bis 10. April ein. Auch in der Handball-Bundesliga wird bis Ende April nicht gespielt. Auch Schulen und Kitas bleiben geschlossen.

Coronavirus in Kassel: Diese Veranstaltungen sind abgesagt

Ein Überblick der ab sofort geltenden Einschränkungen in Kassel:

Abgesagt

Bis zum 30. April abgesagt sind in Kassel:

  • alle Veranstaltungen der Stadt
  • alle Veranstaltungen von Kassel Marketing
  • alle Veranstaltungen im Kongress Palais
  • alle Veranstaltungen von der Museumslandschaft Hessen-Kassel (MHK)
  • alle Veranstaltungen in den Messehallen
  • und alle Aufführungen im Staatstheater/Opernhaus
  • die Ausstellung Körperwelten

Abgesagt sind bereits auch große Feste wie der Tag der Erde (26. April), die Casseler Frühlings Freyheit (3. bis 5. April) und der Ostermarkt auf dem Königsplatz. Ganz kurzfristig gestrichen wurde zum Beispiel auch der für diesen Sonntag geplante Familientag im Stadtmuseum.

Zuschauerlos

Die Heimspiele des KSV Hessen Kassel und der MT Melsungen dürften von der Stadt aus weiterhin stattfinden – aber ohne Zuschauer. Allerdings sind die Ligaspiele ohnehin ausgesetzt.

Untersagt

Der Betrieb aller Diskotheken und Kinos in Kassel ist ab dem heutigen Freitag untersagt. Für Restaurants und Kneipen gilt dieses Verbot (noch) nicht. Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote (Grüne) appelliert jedoch an die Gastronomen, sich Gedanken darüber zu machen, mit welchen Maßnahmen sie die Verbreitung des Virus einschränken könnten.

Geschlossen sind ab sofort auch alle öffentlichen Saunabereiche der städtischen Bäder sowie der Kurhessen-Therme.

Eingeschränkt

In den städtischen Schwimmbädern, in der Kurhessen-Therme sowie in den Museen wird die Zahl der Besucher erheblich eingeschränkt. Das heißt: Es darf sich nur noch ein Drittel der sonst üblichen Menschenmengen darin aufhalten. Beim Auebad zum Beispiel wird dabei von einer Zahl von 800 Besuchern ausgegangen. Künftig wird nur noch einem Drittel davon – also knapp 270 Gästen – gleichzeitig der Einlass gewährt. Zudem werden von den Besuchern der Bäder, der Therme und der Museen personenbezogene Daten erhoben.

Nicht betroffen

Abgesagt sind zwar alle städtischen Veranstaltungen, also alle Veranstaltungen, bei denen die Stadt als Ausrichter auftritt. Jedoch sollen die Sitzungen der städtischen Gremien – also unter anderem der Ausschüsse und der Stadtverordnetenversammlung – weiterhin stattfinden. „Die Stadt muss handlungsfähig bleiben“, betonte dazu Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD).

In Sporthallen und Bürgerhäusern sind die städtischen Veranstaltungen abgesagt. Der Sport- und Übungsbetrieb der Vereine bleibt aber weiter erlaubt. Gleiches gilt für größere private Feiern wie zum Beispiel Geburtstage oder Hochzeiten. Sie werden nicht verboten, außer es sind mehr als 1000 Besucher zu erwarten. Dann greift das Verbot auch bei Privatfeiern.

Zur Ausrichtung und zum Besuch von großen privaten Feiern appellierten Kassels Gesundheitsdezernentin Gote und OB Geselle, jeder solle das Risiko einer solchen Ansammlung von Menschen in diesen Zeiten selbst und gut abwägen. Jeder müsse für sich entscheiden, ob er zu einer solchen Veranstaltung jetzt noch einladen oder sie besuchen könne.

Ob weitere Maßnahmen nötig sein werden, hängt von der weiteren Entwicklung und Verbreitung der Corona-Infektionen ab, betonte Oberbürgermeister Geselle abschließend.

Corona in Kassel: Der Ticker von der Pressekonferenz zum Nachlesen

+++ Das war's. Die Pressekonferenz ist beendet.

+++ Abiturprüfungen: Die Kultusmininsterkonferenz tagt heute. Eine Entscheidung gibt es bisher nicht. Bisher gab es keine Anstalten, diese abzusagen.

+++ Zu Klassenfahrten hat sich die Kultusministerin heute geäußert: Diese finden in Risikogebiete nicht mehr statt. Auch sonst sollte man - so Gote - vorsichtig sein.

+++ Maßnahme ist, dass man nur Schwererkrankte in den Krankenhäusern aufnehme und die leicht Erkrankten zuhause betreue.

+++ Müller zur Frage zu Intensiv- und Beatmungsbetten: Stehe in engem Kontakt zu den Krankenhäusern. Derzeit sieht es gut aus. Herausforderung wird sein, wenn Personal erkrankt (das sei auch bei Grippewellen so). Herausforderung ist ebenso, wenn zu den Grippe- noch Coronafälle kommen.

+++ Der Sportbetrieb in unterklassigen Ligen darf laut Geselle vorerst bestehen bleiben. Es gibt noch keine generelle Bestimmung, den lokalen Sportbetrieb einzustellen.

+++ Wer privat größer feiert, kann sich beim Gesundheitsamt beraten lassen (via Telefon unter der Nummer 115).

+++ Die Teilnehmer-Begrenzung auf 1000 Personen gilt auch für private Veranstaltungen.

+++ Sporthallen und Bürgerhäuser: Städtische Veranstaltungen in diesen werden abgesagt. Private Feiern in diesen - wie Geburtstag und Hochzeiten - sind nicht verboten. Geselle: Dort gilt aber, ob man jetzt feiern will oder ob man verschiebt, solle man sich gut überlegen und das Risiko abwägen.

+++ Müller: Im Schwimmbad ist das Wasser nicht das Problem, sondern die Anzahl der Menschen, die dort aufeinandertreffen.

+++ Alle genannten Schließungen und Absagen von Einrichtungen und Veranstaltungen in Kassel gelten ab morgen (Freitag, 13. März).

+++ Bisher gibt es noch keine Ansage wegen Corona zu Universitäten. Da werde man in den nächsten Tagen schauen, was und ob zu tun ist, so Gote.

+++ Müller: Wenn eine Schule schließen müsse, dann, weil ein Schüler oder Lehrer an Corona erkrankt sei und es viele Kontaktpersonen an der Schule gebe.

+++ Das gilt auch für den Bereich ÖPNV: Stand heute gibt es keine Maßnahmen. Das kann aber passieren, wenn dies notwendig wird.

+++ Geselle betont: Wenn die Lage sich verändert, werde es auch im Bereich Kirchen, Kitas und Schulen (wie etwa in Halle, wo es seit heute Schließungen gibt) Einschränkungen geben. 

+++ Außerdem müsse man schauen, was man zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens brauche, so Gote.

+++ Gote: Die Kinder sind dann zuhause - und gehen im Zweifel zur Oma. Das genau wolle man nicht.

+++ Zu Schulen und Kitas: Die werden erstmal nicht geschlossen.

+++ Konzerte in Kirchen sind laut Gote abgesagt.

+++ Bei Kommunionen, Konfirmationen etc müsse man nun schauen. Da kämen ja viele Familienmitglieder angereist.

+++ Gote zu Kirchen: Die sind sensibilisiert. Es gibt keinen Friedensgruß mehr, ebenso wird nicht mehr aus dem Kelch getrunken. Abstand kann man in den normalen Gottesdienste einhalten. Schwer wird es an Ostern. Man tue sich aber schwer damit, Gottesdienste abzusagen.

+++ Auch bei den Museen gibt es eine beschränkte Besucherzahl. Dort wie in Schwimmbädern werden personenbezogene Daten erhoben.

+++ Abgesagt wird auch die Ausstellung Körperwelten, der Tag der Erde, die Frühlings-Freyheit, der Ostermarkt auf dem Königsplatz.

+++ Es sind auch alle städtischen Veranstaltungen zunächst abgesagt. Ebenso die von Kassel Marketing und der Museumslandschaft Hessen Kassel. Auch alle Veranstaltungen im Kongress Palais und in den Messehallen.

+++ Den Zeitraum für das Aussetzen von Veranstaltungen bis 30. April hat man gewählt, um Fragen zu entgehen. Der Zeitraum kann sowohl erweitert als auch verkürzt werden.

+++ Stochla: Die Kommunen hätten sich klarere Botschaften und Handlungsweisen gewünscht.

+++ Stochla: Es kann also auch eine Veranstaltung mit weniger als 1000 Personen eine Risikoveranstaltung sein - etwa wenn dort viele Ältere sind.

+++ Dirk Stochla, Dezernent für Ordnung und Sicherheit, erinnert daran, dass man selbst oft gar nicht wissen könne, ob man das Coronavirus in uns trage - und damit auch nicht, an wen man es im Zweifel weitergebe.

+++ Auch Müller sagt, jeder müsse selbst überlegen, welches Risiko eine Veranstaltung bringe. Fragen sollte man sich: Wer ist dort? Jemand aus einem Risikogebiet? Wie alt sind die Menschen dort? Wie eng ist es dort?

+++ Müller appelliert außerdem daran: Wer krank ist, bleibt zuhause. Egal, ob Erkältung oder Grippe.

+++ Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamts Region Kassel, ist an der Reihe. Sie sagt: Die Bürger müssen sich jetzt nicht mehr Sorgen machen. Die meisten werden die Krankheit gut überwinden.

+++ Jeder solle zudem immer überlegen, ob er eine Dienstreise antrete oder etwas anderes unternehme. Gote: Man muss das Risiko abwägen.

+++ Gote: Auch Restaurantbesitzer sind gefordert. Sie sollen gucken, ob sie Abstände vergrößern oder etwas im Service verändern.

+++ Gote: Das sei auch deswegen wichtig, damit man nicht seine 80-jährige Mutter anstecke, die man besuche - nachdem man sich auf einer großen Veranstaltung selbst angesteckt habe.

+++ Ziel ist es, möglichst viele Gelegenheiten für eine Ansteckung zu vermeiden.

+++ Jede Veranstaltung, die nicht stattfindet, ist eine große Hilfe, da sich dort niemand anstecken kann, sagt Gote.

+++ Ziel ist es, die Verbreitung zu verlangsamen, damit man alle Erkrankten versorgen kann. "Wir wollen dem Wachstum gewachsen sein", so Gote.

+++ Gote: Die Lage ist deswegen aber nicht dramatischer geworden. 

+++ Die Lage, die man nun habe, sei nicht überraschend, sondern so wie erwartet hatte. Man habe sich vorbereitet. Neu sei, dass es nun öffentlichkeitswirksame Maßnahmen gebe.

+++ Gote: Die Fälle der Erkrankten werden steil bergauf gehen - wie überall anders auch. 

+++ Den Erkrankten geht es soweit gut.

+++ Gote: Wir stehen mit den Erkrankten in Kontakt und wissen auch, wer die Kontaktpersonen sind.

+++ Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote spricht jetzt. Sie sagt: Es gibt 6 Fälle. Das sind aber nur die bekannten Fälle. Es wird aber viel mehr geben.

+++ Geselle appelliert aber auch: Es gibt keinen Grund zur Panik.

+++ Der Verwaltungsstab tagt regelmäßig. Es kann also in den nächsten Tagen und Wochen weitere Maßnahmen und Einschränkungen geben. Es kann aber auch sein, dass Maßnahmen zurückgenommen werden.

+++ Geselle: Es ist mir sehr wichtig, dass jeder für sich, aber auch die Verantwortung für Mitmenschen übernimmt.

+++ Openair-Veranstaltungen und Kongresse werden ebenfalls untersagt werden.

+++ Alle Bäder (auch die Therme) werden ab morgen ihre Saunabereiche schließen. Zudem gilt eine beschränkte Besucherzahl.

+++ Geselle: Bei Kneipen und Restaurants ist eine Schließung noch nicht notwendig.

+++ Gleiches gilt für Kinos und Diskotheken. Geselle: Das A7 ist ab morgen geschlossen. Das gilt auch für sämtliche andere Diskotheken.

+++ Das Staatstheater wird im Schauspielhaus und im Opernhaus ebenfalls für sechs Wochen geschlossen bleiben.

+++ Nun genauer: Es wird keine Spiele des KSV Hessen und der MT Melsungen vor Zuschauern geben - zunächst in den nächsten sechs Wochen.

+++ Geselle gibt einen ersten Hinweis, was ansteht. Er sagt: Es wird Enttäuschungen geben, bei Leuten, die zu Sport- oder Kulturveranstaltungen gehen wollten. Und auch bei solchen, die in Diskotheken oder Kinos gehen wollten.

+++ Um Quarantänemaßnahmen umsetzen zu können, müsse man wissen, wer Kontaktpersonen gewesen seien. Das sei bei vielen Veranstaltungen nicht gegeben. 

+++ Geselle: Wir haben uns entschlossen, nicht nur Großveranstaltungen ab 1000 Teilnehmern bis 10. April zu untersagen, sondern einige Veranstaltungen bis zum 30. April - unabhängig von der Personenanzahl zu untersagen.

+++ Darum auch der heutige Erlass der Hessischen Landesregierung, dass Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern verboten werden.

+++ Geselle: Die Lage hat sich dynamisch entwickelt (deutlich mehr Fallzahlen in der Region und überregional). Ziel muss es nun sein, die Auswirkung zu verlangsamen. 

+++ Es gibt zudem einen dritten Fall im Landkreis Kassel. Er kommt aus dem Speckgürtel. Bei ihm handelt es sich um einen Mann, Jahrgang 1965.

+++ Alle drei waren in Österreich im Skiurlaub.

+++ Oberbürgermeister Christian Geselle: Es gibt nun auch bestätigte Corona-Fälle in Kassel. Zwei Frauen im Alter von 28 Jahren und ein 56-jähriger Mann. 

+++ Es geht los. Eine Reihe von Maßnahmen sollen bekannt gegeben werden.

+++ Oberbürgermeister Christian Geselle wird gemeinsam mit Dirk Stochla, Dezernent für Ordnung und Sicherheit, Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote sowie Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamts Region Kassel, und Ulrich Krebs, Leiters des Ordnungsamts der Stadt Kassel, über die Lage informieren.

Von Marie Klement, Alia Shuhaiber, Andreas Hermann

In ganz Kassel sind die Auswirkungen des Coronavirus bereits deutlich zu spüren.

Wegen des Coronavirus wurden die Eishockey-Playoffs in der DEL2 für die Kassel Huskies vorzeitig beendet, berichtet hna.de*.

Soziale Medien: Mit verschiedenen Hashtags wird auf Twitter zu Rücksichtnahme und Solidarität aufgerufen. Ein Frankfurter setzt mit seiner Webseite #StayTheFuckHome ein Zeichen und gibt Tipps, wie die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden kann.

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks 

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