Lkw-Unfall auf A44 - Stau bis späten Vormittag

Kassel. Einen Lkw-Unfall hat es am Freitag gegen 4.15 Uhr auf der A44 bei Kassel gegeben. Wegen der Aufräumarbeiten war es bis zum späten Vormittag in beiden Fahrtrichtungen zu Behinderungen kommen.

Der 54-jährige Lkw-Fahrer war mit seinem unbeladenen Sattelzug auf dem rechten von drei Fahrstreifen der A 44 zwischen dem Kreuz Kassel-West und der Anschlussstelle Kassel-Bad Wilhelmshöhe unterwegs. Auf der mittleren Spur fuhr zu diesem Zeitpunkt ein Transporter.

Nach Angaben des Lkw-Fahrers sowie eines Zeugen zog der Transporterfahrer sein Gefährt auf die rechte Spur. Offenbar aber zu knapp, denn er streifte dabei das Führerhaus des Sattelzuges. Dadurch kam der Sattelzug ins Schleudern und prallte zunächst rechts gegen die Schutzplanke. Von dort wurde das schwere Gespann abgewiesen, schleuderte über alle drei Fahrspuren zur Autobahnmitte und durchbrach die Beton-Gleitschutzwand, die dort anstelle der üblichen Mittelschutzplanke installiert ist.

Der Sattelzug blieb quer zur Fahrbahn beschädigt liegen. Während der Aufbau die mittlere und linke Fahrspur der A44 Richtung Dortmund blockierte, stand das Führerhaus auf der Gegenseite und blockierte die linke Fahrspur Richtung Kassel.

Der Transporter drehte sich nach der seitlichen Kollision mit dem Sattelzug und kam entgegen der Fahrtrichtung auf dem Standstreifen beschädigt zum Stehen.

Bei dem Unfall wurde der 54 Jahre alte Lkw-Fahrer leicht verletzt. Er erlitt vermutlich Prellungen. Der 71 Jahre alte Fahrer des Transporters blieb unverletzt. Andere Verkehrsteilnehmer wurden nicht in den Unfall verwickelt.

Stau in beiden Richtungen

Zunächst bildete sich in beiden Fahrtrichtungen ein Stau von zwei bis drei Kilometern Länge. Gegen 8 Uhr hatte sich der Stau in Fahrtrichtung Dortmund nach Angaben der Polizeiautobahnstation Baunatal weitgehend aufgelöst, obwohl die Bergungsarbeiten noch nicht abgeschlossen waren und nach wie vor zwei Fahrstreifen Richtung Dortmund und der linke Fahrstreifen Richtung Kassel gesperrt waren.

Da Dieselkraftstoff aus der Sattelzugmaschine ausgelaufen war, musste nach Angaben der Unteren Wasserbehörde im Bereich des Mittelstreifens Erdreich abgetragen werden.

Der Gesamtschaden dieses Verkehrsunfall beläuft sich nach Einschätzung der Beamten der Polizeiautobahnstation Baunatal auf mindestens 80.000 Euro. Allein der Schaden an den Schutzplanken und Beton-Gleitwänden betrage einschließlich der Kosten für das Abtragen und die Entsorgung des durch Dieselkraftstoff verunreinigten Erdreichs rund 25.000 Euro, schätzt die Autobahnmeisterei. (ots/abg)

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.