VLK-Beschäftigte bekommen nach Arbeitskampf bis zu 64 Prozent mehr

Logistiker erstreiken mehr Geld

Erzwangen von VLK die Rückkehr in den Tarifvertrag: Ver.di und die Beschäftigten des Verpackungsdienstleisters von Volkswagen. Archivfoto: Koch

kassel. Gute Nachrichten für die 450 Beschäftigten des Dienstleisters Verpackungslogistik Kassel (VLK) im Industriepark Waldau: Sechs Wochen nach einer kurzen Arbeitsniederlegung und drei Wochen nach einem fünfstündigen Warnstreik (die HNA berichtete) will die Betreiberin der Niederlassung, die Kölner Peter Huppertz Logistik GmbH, nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di in den Manteltarifvertrag der Logistikbranche zurückkehren.

Damit steigen die Löhne der Beschäftigten je nach Eingruppierung um 37 bis 64 Prozent auf bis zu 11,76 Euro. Bislang zahlt VLK den 450-Euro-Kräften sieben und den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten acht Euro die Stunde.

Ver.di verbucht das Einlenken der Geschäftsführung als Erfolg von Gewerkschaft und Beschäftigten. „Es ist uns gelungen, großen Druck auf den Arbeitgeber aufzubauen, weil nahezu die gesamte Belegschaft mitgekämpft hat“, sagte der Frankfurter Ver.di-Tarifverhandlungsführer Detlev Borowsky im Gespräch mit der HNA. Die Belegschaften nähmen sich immer häufiger ein Herz, um aktiv gegen Hungerlöhne vorzugehen, sagte er weiter.

Unternehmens- und Standortleitung lehnten eine Stellungnahme „zum jetzigen Zeitpunkt“ ab.

VLK arbeitet ausschließlich für Volkswagen. Die Mitarbeiter packen Ersatzteile zum Versand ein. Bereits im Frühjahr hatte Ver.di bei der Baunataler Rudolph-Logistik-Gruppe Tariflöhne durchgesetzt. Allerdings zahlte dieses Unternehmen seinerzeit mehr als die VLK bislang. (jop)

Von José Pinto

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