Stadtbaurat zum Altmarkt-Umbau: Keine Verschlechterungen

Kassel. „Beim Umbau der Altmarktkreuzung werden die Belange aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt“, versichert Stadtbaurat Dr. Joachim Lohse (parteilos). Mit den geplanten drei neuen Fußgängerüberwegen sei ein guter Kompromiss für alle Verkehrsteilnehmer gefunden worden.

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Besonderes Augenmerk lege die Stadt auf Fußgänger und mobilitätsbehinderte Menschen, gleichzeitig werde für die notwendige Verbesserung für den Radverkehr gesorgt.

Die Kritik, durch die neuen Fußgängerüberwege könnten am Altmarkt längere Wartezeiten und Staus drohen, weist Lohse zurück. Nach dem Umbau könnten die sogenannten Verlustzeiten für Autos, Straßenbahnen und Busse auf dem jetzigen Stand gehalten werden. Es gebe also keine Verschlechterungen für diese Gruppen, versichert der Stadtbaurat.

Joachim Lohse

Für Fußgänger würden ebenerdige und barrierefreie Querungen bei akzeptablen Wartezeiten geschaffen, sodass die nicht mehr zeitgemäßen Fußgängertunnel, die kaum soziale Kontrolle böten und städtebaulich unattraktiv seien, wegfallen könnten. Die Kostensteigerung von zwei auf annähernd vier Millionen Euro für das Gesamtprojekt gehe unter anderem auf die ergänzende komplette Fahrbahnsanierung der Fuldabrücke, die Platzgestaltung vor dem Zisselbrunnen und das Ergebnis von Bodengutachten zurück, die die Bauarbeiten verteuert hätten. Daraus ergäben sich Mehrkosten von rund 50 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Ansatz aus dem Jahr 2007.

Für annähernd eine Million Euro der anfallenden Kosten würden Versorgungsträger wie die Städtische Werke AG aufkommen, damit werde der städtische Haushalt nicht zusätzlich belastet, erläutert Lohse. (ach)

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