Lokführer bei Cantus streiken seit Freitagmorgen

Kassel. Am Freitagmorgen hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihre Mitglieder bei Cantus zu einem Streik aufgerufen. Wann der Streik beendet sein wird, ist noch nicht bekannt.

Aktualisiert um 11.32 Uhr.

Wegen des Streiks kommt es bei der Cantus Verkehrsgesellschaft zu Zugausfällen. Um 3 Uhr sind die ersten Lokführer in den Ausstand getreten. Auf den Cantus-Linien R1, R5, R6 und R7 kommt es zu Ausfällen. Betroffen sind die Strecken Kassel - Göttingen, Kassel - Bebra - Fulda, Göttingen - Bebra - Fulda und Bebra - Eisenach.

In Bebra wurde nicht gestreikt - einen Streikposten der GDL gab es dort nicht - wohl aber Auswirkungen auf die Cantus-Verbindungen. Die GDL spricht von 50 Prozent Ausfall der Verbindungen. Die Zahl beruht auf einer Schätzung der GDL.

Die Arbeitsniederlegung könne sich durchaus über mehrere Tage strecken, sagte der stellvertretende Vorsitzende des GDL-Bezirks Frankfurt, Thomas Hupfeld. „Die Streikbeteiligung ist sehr hoch bei nahezu 100 Prozent. Im Laufe des Tages werden 75 Prozent der Züge stehen bleiben“, so Hupfeld.

Die GDL will mit ihren seit Monaten andauernden Streiks einheitliche Arbeits- und Gehaltsbedingungen für die etwa 26.000 Lokführer auf dem hohen Niveau des Marktführers Deutschen Bahn (DB) in ganz Deutschland erzwingen. Nach Gewerkschaftsangaben ist dieses Ziel bereits für 90 Prozent der Beschäftigten erreicht.

Neben den 20.000 DB-Lokführern, für die der Rahmentarifvertrag mit den bundesweit angestrebten Regelungen schon seit April unter Dach und Fach ist, hätten sich inzwischen auch Bahnen im Güterverkehr mit der GDL geeinigt. In Summe gelte damit die branchenweite einheitliche Bezahlung schon für 9 von 10 Lokführern.

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