Loßbergstraße: Bauarbeiten beginnen Anfang Mai - Erhebliche Behinderungen

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Kassel. Die Aufträge sind vergeben: Anfang Mai beginnt der Ausbau der Loßbergstraße in Kirchditmold. Die stark belastete Straße, Teil der Verbindung von der Kasseler Innenstadt nach Harleshausen und weiter nach Obervellmar, wird für 5,5 Millionen Euro ausgebaut.

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Zusätzliche Fahrspuren sollen für einen besseren Verkehrsfluss sorgen. Während des Umbaus brauchen die Autofahrer aber viel Geduld. Pro Richtung wird nur eine Fahrspur zur Verfügung stehen. Die Verkehrsplaner im Rathaus rechnen mit erheblichen Behinderungen. Der Straßenbahnbetrieb werde, soweit möglich, nur geringfügig beeinträchtigt. Der Ausbau wird voraussichtlich anderthalb Jahre dauern. Auf der Loßbergstraße sind täglich über 28 000 Fahrzeuge unterwegs.

In Stoßzeiten kommt es regelmäßig zu Staus. Das soll sich nach dem Ausbau zwischen Heßbergstraße und Bruchstraße ändern. Auch für Fußgänger und Radfahrer soll sich die Situation deutlich verbessern (siehe Hintergrund). Stadtbaurat und Verkehrsdezernent Christof Nolda (Grüne) weist darauf hin, dass unter anderem der Fußweg an der alten Trafostation komplett neu gestaltet wird. Dort, wo man heute um das Gebäude herumlaufen muss, entsteht ein 2,50 Meter breiter Gehweg.

Er wurde angelegt, nachdem ein vierjähriger Junge 2005 auf dem alten Bürgersteig vor dem Trafohäuschen bei einem Unfall zu Tode kam und drei Menschen verletzt wurden. Die alte Trafostation wird abgerissen. Auf Höhe der Bruchstraße wird eine neue Fußwegverbindung über die Loßbergstraße gebaut. „Damit verbessert sich die fußläufige Verbindung innerhalb des Stadtteils und zur neuen Regiotram-Station in der Christbuchenstraße“, sagt der Stadtbaurat. Anwohner können im Zuge des Umbaus Beihilfen für Lärmschutzfenster, Rollläden und andere Vorkehrungen in Anspruch nehmen. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens werden an der Loßbergstraße die zulässigen Grenzwerte für Verkehrslärm überschritten, wie Messungen ergaben.

Die Baukosten für den Straßenbau betragen 1,6 Millionen Euro. In den Gesamtkosten von 5,5 Mio. Euro sind unter anderem der Grunderwerb, der Lärmschutz, die neue Trafostation, der Abriss der betroffenen Gebäude und die neuen Ampelanlagen enthalten. Das Land Hessen stellt 3,4 Millionen Euro für den Umbau bereit. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende 2013 abgeschlossen sein. (els)

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