Umbau der Evangelischen Kirche für 1,5 Mio. Euro

Umbau der Evangelischen Kirche: Lutherplatz in neuem Licht

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Stadtjugendpfarrerin Uta Feußner (von links), Jugendkulturkirchen-Mitarbeiterin Monika Ochs und Dekanin Barbara Heinrich auf dem Innenhof der Lutherkirche, der derzeit neu gestaltet wird.

Kassel. Noch sieht es rund um die Lutherkirche nach Baustelle aus. Der Endspurt vor der Eröffnung des neu gestalteten Komplexes mit Kirche, Gemeindezentrum und Innenhof läuft. Am Samstag, 5. Oktober, ist es so weit.

Dann lädt der Evangelische Stadtkirchenkreis ein, sich das Ergebnis des 1,5 Mio. Euro teuren Um- und Ausbaus anzusehen.

Die Kirchengemeinde Mitte hat die Lutherkirche als Ort für die Jugend zur Verfügung gestellt. Von der neuen Nutzung verspreche man sich auch eine Aufwertung des gesamten Lutherplatzes, sagt Dekanin Barbara Heinrich. Die Ecke ist derzeit vor allem als Treffpunkt der Drogenszene bekannt und wird von Passanten eher gemieden. Durch die Belebung mit einem anderen Publikum hoffe man, dass sich die Szene vielleicht von allein zurückziehe.

Kabel für die Kirche: Jennifer Rudolph und Marcus Arnhold von der Firma Elektro Brückmann installieren die Elektrik in der Lutherkirche und dem neuen Anbau.

In dem Gotteshaus lädt die Jugendkulturkirche „Cross“ als Herzstück des Ensembles bereits zu ihren Veranstaltungen ein – noch in Umbauatmosphäre. Im ehemaligen Gemeindezentrum hingegen sind Sanierung und Umbau schon abgeschlossen. Dort ist die Geschäftsstelle der Diakoniestationen eingezogen, die vorher in beengten Verhältnissen unter dem Dach des benachbarten Stadtkirchenamts untergebracht war. Auch das Seniorenreferat der Kirche hat Platz in dem Komplex gefunden, dessen düster-graue, noch in den 70er-Jahren verhaftete Atmosphäre einer hellen, freundlichen Gestaltung gewichen ist.

Der Vortragsraum des Evangelischen Forums hat nicht nur optisch profitiert. Durch neue, herausnehmbare Trennwände kann er für größere Veranstaltungen auch unkompliziert erweitert werden.

Hecke begrenzt Innenhof

Der Innenhof, derzeit eine abgesperrte Schotterpiste, soll bis Anfang Oktober noch gepflastert werden. Entlang des Fußwegs wird zur Begrenzung eine Hecke gepflanzt und Fahrradständer werden installiert. Ansonsten soll der Platz viel offene Fläche behalten, um ihn mit den Jugendlichen vielfältig nutzen zu können, sagt Stadtjugendpfarrerin Uta Feußner. Künftig könnten dort Open-Air-Konzerte und Theaterstücke oder Sport- und Spielaktivitäten mit den Teilnehmern der Jugendkulturkirche stattfinden.

Mehr ins Blickfeld rücken die vor den alten Lutherturm versetzten drei Säulen, die noch aus dem alten Kirchenschiff von 1897 stammen, das im Krieg zerstört wurde. Sie weisen den Weg ins Innere der Kirche, die künftig ganz in der Hand der jungen Leute liegen soll. Noch gehen dort vor allem Bauarbeiter ein und aus.

Zur Rudolf-Schwander-Straße hin ist ein Anbau für Toiletten und Küche entstanden. Im Innern des Kirchenraums ist auf der Empore ein abgerundeter Holzkubus eingesetzt worden, in dem sich das Büro der Jugendkulturkirche befindet. Mehr Fenster sowie Glastüren zum Innenhof lassen mehr Licht in die durch Sichtbeton dominierte Kirche. Einige Akzente haben auch die Jugendlichen schon gesetzt und das schwarz-weiße Kirchenfenster mit abwaschbarer Farbe aufgepeppt. Für die Ausstattung der Jugendkulturkirche mit einer Licht- und Musikanlage (Kosten von 100 000 Euro) ist die Kirche auf Spenden angewiesen. Kontakt: info@jugendkulturkirche-kassel.de, Tel. 0561/7097317.

Von Katja Rudolph

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