Provisorischer Belag hatte sich gelöst

Neue Hafenbrücke: Erstes Schlagloch bereits geflickt 

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Schon geflickt: Im Belag der neuen Hafenbrückenhälfte gab es bereits ein Schlagloch. Allerdings handelt es sich bei dem Asphalt um ein Provisorium, das vor der Fertigstellung ersetzt wird. Gestern Morgen wurde das Loch ausgebessert.

Kassel. Nach dem Theater um die wochenlang ausbleibende Lieferung der Stahlträger für die neue Hafenbrücke im Oktober haben jetzt Autofahrer Bedenken geäußert, das Bauwerk sei womöglich bereits kaputt.

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Ihnen sind auf der schon befahrenen Hälfte der neuen Hafenbrücke Straßenschäden aufgefallen. Auf der stadtauswärts führenden Fahrbahn Richtung Kreisel hatte sich am Rand der rechten Fahrspur die Fahrbahndecke gesenkt und wies tiefe Risse auf.

Das städtische Straßenverkehrs- und Tiefbauamt bestätigte gestern auf Anfrage der HNA, dass sich ein Stück des Brückenbelags gelöst habe. Dadurch sei ein Schlagloch entstanden. Es wurde bereits am Freitagvormittag durch die zuständige Baufirma Gerdum & Breuer geflickt. Eine Gefährdung des Verkehrs habe nicht bestanden, zumal im Baustellenbereich Tempo 30 gelte.

Bei dem Belag im betroffenen Bereich handele es sich um ein Provisorium, erklärt Ralf Kanngießer vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt. Dort, wo zurzeit Autos auf der rechten Spur fahren, wird später der Radweg verlaufen.

Zum Hintergrund: Derzeit läuft der gesamte Verkehr auf dem späteren stadtauswärts führenden Teil der Brücke. Der zweite Teil, auf dem mit Fertigstellung des Gesamtbauwerks im Herbst der stadteinwärtige Verkehr fahren wird, befindet sich noch im Bau. Die beiden Teile werden zum Schluss zusammengeschoben.

Radweg wird neu betoniert

Da der Streifen, im dem jetzt der Schaden aufgetreten ist, also ohnehin später einen neuen Belag bekomme, sei der jetzige „nicht auf Dauer und Haltbarkeit ausgelegt“, erklärt Kanngießer. Schließlich solle das Provisorium ja problemlos wieder entfernt werden können, wenn der restliche Teil der sogenannten Brückenkappe aufbetoniert werde. Die Brückenkappe ist der erhöhte Bereich am Rand der Brücke, auf dem sich Geh- und Radweg befinden.

Der jetzt aufgetretene Schaden sei nicht gravierend, betont Kanngießer. Das Flicken eines Schlaglochs koste etwa 20 Euro. Kosten, die nicht die Stadt, sondern die Baufirma tragen muss. Sie habe nach Auskunft des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes gemäß dem Vertrag mit der Stadt die Verpflichtung, die vorübergehende Verkehrsführung während der Bauarbeiten intakt zu halten.

Noch handele es sich bei der Brücke eben um eine Baustelle, unterstreicht Amtsleiter Gunnar Polzin. „Wir werden die Brücke im Herbst von der Firma fertig und ohne Schäden übernehmen.“ Trotz der Verzögerungen im letzten Herbst durch den verspäteten Schwertransport lägen die Arbeiten im Zeitplan. Mit Ende der Frostperiode gehe die Baustelle wieder in Betrieb.

Von Katja Rudolph

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