HNA-Serie Made in Kassel

Baunataler Firma sorgt dafür, dass Unternehmen reibungslos funktionieren

Instand setzen, schweißen, warten: IWL-Beschäftigte nehmen der Industrie Arbeiten ab, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Unser Foto zeigt Sven Stroh. Er schweißt einen Transportbehälter. Fotos: Koch

Baunatal. Damit große Produktionsstandorte wie die von Volkswagen, Continental und B. Braun möglichst reibungslos funktionieren, brauchen die Betreiber verlässliche Dienstleister. 

Die nehmen ihnen Arbeiten ab, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Also Helfer, die den Winterdienst erledigen, die Außenanlagen pflegen, zuständig sind für Sicherheits- und Werkschutzleistungen und Gebäudereinigung, Lagerhaltung und Logistik, Maschinenreinigung, -wartung und -reparatur, Montage- und Stahlbauarbeiten und die die Qualität kontrollieren.

Horst Kleinschmidt

Das alles bietet die Industriewartung & Logistik GmbH (IWL) in einem Radius von 200 Kilometern rund um Kassel an. Und das mit Erfolg. Nach Angaben des geschäftsführenden Gesellschafters Dirk Bollrath wächst das Unternehmen jährlich um fünf bis sieben Prozent. In diesem Jahr will er mit seinen gut 40 Kunden und 600 Mitarbeitern gut zwölf Millionen Euro umsetzen und wie in der Vergangenheit eine „sehr gute Rendite“ in ungenannter Höhe erzielen.

Bollrath, der das Geschäft von seinem Vater Otto übernommen hat und es heute mit Mitgeschäftsführer Horst Kleinschmidt leitet, nennt vor allem zwei Gründe für den IWL-Erfolg: „die Nähe zum Kunden“, die er mit acht Filialen in drei Bundesländern gewährleistet, sowie „unser Komplettangebot“. „Unsere Kunden wollen vielfach das ganze Programm und nur einen Ansprechpartner“, erklärt Bollrath. Und das gebe es nicht oft.

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Mit Reinigungsleistungen und Zeitarbeit hatte Otto Bollrath das Unternehmen vor 20 Jahren gegründet. Letztere spielt heute eine untergeordnete Rolle. IWL arbeitet ganz überwiegend mit Werk- und Dienstverträgen. Die Mitarbeiter sind fest angestellt. 80 Prozent verdienen laut Bollrath über Tarif. „Anders kann man gute Leute nicht halten“, sagt er. IWL erbringt eine vereinbarte Leistung mit festen Teams, eigenen Projektleitern und Ausrüstungen. „Der Kunde muss sich um nichts kümmern“, betont der Chef.

Dirk Bollrath

Der Trend zum Ausgliedern ganzer Tätigkeitsbereiche in Industrie und Logistik hält an. Daher ist Bollrath und dessen Team vor der Zukunft nicht bange – zumal das gesamte Unternehmen mit seiner flachen Hierarchie „sehr effizient“ aufgestellt sei. Viele Aufgaben sind auf die Projektleiter vor Ort delegiert, die große Entscheidungsspielräume haben. „Das ist möglich, weil wir ein über Jahre gewachsenes Team von Spezialisten sind“, so der 47-Jährige.

Die Liste der IWL-Kunden ist bunt und lang. Neben den eingangs genannten Konzernen gehören auch Audi, die Deutsche Post und DHL, die Autozulieferer Benteler (Paderborn / Warburg) und Fritz Winter (Stadtallendorf), die Kasseler Technoform-Gruppe sowie Südzucker zu den Auftraggebern.

Hintergrund: IWL fördert den Jugendsport

IWL engagiert sich seit Jahren im regionalen Sport. Gefördert wird insbesondere die Jugendarbeit in Golfclubs in Nordhessen und Südniedersachsen, in einer Reihe von Fußballvereinen, darunter der KSV Hessen Kassel, in der MT Melsungen und in Tischtennisclubs. Auch die Jugendhilfe-Einrichtung von Lothar Kannenberg, der in Diemelstadt ein Box-Trainingscamp für gestrauchelte junge Menschen betreibt, erhält Unterstützung.

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