Firma Intend Geoinformatik GmbH

Kasseler liefern Software für Forstbetriebe

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Kassel. Die Kasseler Software-Spezialisten der Intend Geoinformatik GmbH helfen Forstbetrieben bei der Bewirtschaftung ihres Waldes und Fuhrunternehmern beim Abtransport des Holzes. 

Michael Zintel

Das Tätigkeitsfeld der rund 40 Spezialisten der Kasseler Intend Geoinformatik GmbH ist für den Außenstehenden nicht sofort nachvollziehbar. Denn die Informatiker, Geologen, Vermessungstechniker und Forstwirte arbeiten in einem wachsenden Nischenmarkt: Sie stellen der deutschen Holz- und Forstwirtschaft Programme und Informationen zur Verfügung, die die Branche angesichts des Kostendrucks für eine effiziente Bewirtschaftung und Produktionsplanung benötigt.

Davon profitieren Waldbesitzer wie staatliche und kommunalen Forstbetriebe, aber auch private Waldbesitzer ebenso wie Holztransporteure, andere Dienstleister und die Papier verarbeitende Industrie. Sie alle sind seit vielen Jahren Kunden der Kasseler. „Wir liefern die Informationtechnologie entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, beschreibt Vertriebs- und Marketingchef Matthias Nagel das Geschäftsmodell des vor 16 Jahren von Michael Zintel gegründeten Unternehmens. Der 53-jährige Unternehmer ist Geschäftsführer und Hauptgesellschafter des Geoinformatik-Profis auf der Marbachshöhe.

Mit der Web-basierten und mobilen Technik aus dem Hause Intend verwalten mittlerweile alle staatlichen Forstbetriebe in Deutschland ihre Bestände. Das heißt: Sie wissen wo welche Baumarten stehen, wie alt sie sind und ob Waldschäden wie Windbruch, Käferbefall oder Wildverbiss vorliegen. Außerdem, ob Aufforstungsarbeiten und Wegebauten notwendig sind. Daraus lassen sich Bewirtschaftungspläne entwickeln.

Mit speziellem Kartenmaterial wissen Abfuhrunternehmen wo sich die Polter befinden, also wo die Sammelstellen sind und wie viel dort liegt. Außerdem sagt ihnen die moderne Technik aus Kassel, wie sie mit ihren Lkw an die häufig entlegenen Standorte kommen und wie sie wieder aus dem Wald finden. Und ganz wichtig: Das Intend-System zeigt den Fahrern an, wo sie mit ihren langen Fuhrwerken wenden können.

Und die Holzwirtschaft, insbesondere die großen Verarbeiter, wissen, wo und wie viel Holz sie liegen haben, spielen die Daten in ihre SAP-Systeme und können so ihre Produktion und Holzkauf optimieren.

Die Geschäfte der Intend Geoinformatik laufen unterdessen gut. Alle Landesforstbetriebe setzten auf Technik und Daten aus Kassel, daneben kommunale und zunehmend auch private Waldbesitzer. Vor allem letztere Gruppe haben die Kasseler im Fokus. „Was beim Staatsforst längst Standard ist, befindet sich im Privatwald noch in den Anfängen“, erklärt Nagel. Zurzeit werde dieses Geschäftsfeld stark bearbeitet. Der Göttinger sieht Intend als Marktführer in Deutschland und prognostiziert weiteres Wachstum. In den vergangenen Jahren habe sich die Zahl der Mitarbeiter verdoppelt, erklärt er.

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