Verschmutztes OP-Besteck: Klinikum Kassel schließt Abteilung

Kassel. Nach dem Klinikum Fulda hat nun auch das Klinikum Kassel Probleme mit der Zentralsterilisation. Das Krankenhaus in Nordhessen schloss vorläufig seine Abteilung für die Reinigung von OP-Instrumenten.

Mitarbeiter der Aufsichtsbehörden hätten am Dienstag bei einer Begehung Ablagerungen an den OP-Bestecken festgestellt, teilte das Klinikum mit. Um was für Ablagerungen es sich handele, müsse erst noch analysiert werden. Die Teile würden sofort zum Gerätehersteller geschickt, teilte das Krankenhaus mit.

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Am Mittwoch könnten wegen der Schließung der wichtigen Abteilung zunächst nur Notfall-Operationen durchgeführt werden. Neben der Zentralsterilisation seien noch zwei kleinere Einheiten, die nicht geprüft wurden, außer Betrieb genommen worden. Bis die Vorkommnisse geklärt sind, will das Klinikum Instrumente von anderen Krankenhäusern ausleihen.

Die Sterilität der Instrumente habe zu keiner Zeit infrage gestanden, berichtete das Klinikum. Die Zentralsterilisation wurde den Angaben zufolge zuletzt am 8. Dezember 2010 vom Gesundheitsamt kontrolliert.

Mitte Januar hatte das Klinikum Fulda seine Zentralsterilisation geschlossen und einen millionenschweren Neuaufbau angekündigt. In der Abteilung, in der beispielsweise Scheren, Zangen und Klemmen nach dem OP-Gebrauch gereinigt werden, waren wiederholt massive Mängel festgestellt worden. Auf den Bestecken waren trotz Aufbereitung Flugrost und Blutreste festgestellt worden. (dpa)

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