Beim Baustellengespräch am Auebad äußerten Schwimmer ihre Wünsche für Neubau

Männer für Massageraum

Anregungen auf der Schwimmbadbrücke: Johannes Icke (links) und Egon Bachmann (rechts) forderten Bauleiter Karsten Luttrop-Bauer auf, Räume für Massage und Krankengymnastik im neuen Bad vorzusehen. Foto:  Koch

Kassel. Johannes Icke aus Baunatal und Egon Bachmann aus Bergshausen wissen ganz genau, was sie wollen. Die beiden Männer, bislang noch regelmäßige Besucher des Stadtbads Mitte, fordern, dass in das neue Kombibad am Auedamm Räume für medizinische Anwendungen (Massage und Krankengymnastik) integriert werden. „Das kann doch nicht wahr sein, dass die nicht vorgesehen sind“, schimpfte Icke am Mittwochnachmittag auf der Schwimmbadbrücke. „So etwas gehört hier doch rein. Das kann man nicht begreifen“, fügte Bachmann hinzu.

Icke und Bachmann waren zwei von 14 Interessierten, die einer Einladung der Städtischen Werke zu einem Baustellengespräch gefolgt waren. Bauleiter Karsten Luttrop-Bauer von der KVV Bau- und Verkehrs-Consulting stand den Männern und Frauen nicht nur Rede und Antwort, sondern nahm Anregungen auf (wie jene mit dem Massageraum für medizinische Anwendungen) und versuchte, Fehlinformationen rund um den Schwimmbadbau aus der Welt zu räumen.

Der Sprungturm bleibt

„Der Sprungturm wird doch abgerissen“, behauptete einer der Männer aus der Runde. „Das stimmt nicht“, stellte Luttrop-Bauer klar. Der Sprungturm, der unter Denkmalschutz steht, werde saniert und Teil des neuen Freibads werden. Daraufhin wollte einer wissen, ob der Turm denn von jetzt 9,80 auf 10 Meter erhöht werden könne, um künftig Sprungwettkämpfe im neuen Auebad veranstalten zu können. Das konnte sich der Bauleiter nicht vorstellen.

Werden die Becken von Frei- und Hallenbad verbunden? Luttrop-Bauer verneinte. Eine Teilnehmerin, die sich mit dem Schwimmsport bestens auskennt, lieferte auch eine Erklärung dafür. Bei Gewitter müsse dann auch das Becken im Hallenbad gesperrt werden. Deshalb habe man im Baunataler Schwimmbad die Becken wieder voneinander getrennt.

Luttrop-Bauer lieferte einen weiteren Grund, warum Außen- und Innenbecken nicht verbunden sind: Der Außenbereich liegt tiefer als der Innenbereich, der ebenerdig vom Auedamm zu betreten ist.

Gründungsarbeiten

Beim Gang über die Baustelle zeigte Luttrop-Bauer, dass die Gründungsarbeiten abgeschlossen sind und bereits zwei Drittel der Kellerbodenplatte fertiggestellt ist. Zurzeit werden zudem die Außenwände betoniert. Ziel sei es, dass diese Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sind. Bis dahin sollen auch die Spundbohlen, die neun Meter in die Tiefe gehen, herausgezogen werden. Derzeit sorgen sie dafür, dass die Baugrube trocken ist. Ob sich der Hochwasserschutz und der Neubau an der Fulda vertragen, war von besonderem Interesse. Luttrop-Bauer winkte ab. „Von der Technik her wird hier etwas ganz Konventionelles gebaut.“ Über eines können sich die Teilnehmer freuen: Im April 2013 soll das Bad eröffnet werden.

Das nächste Baustellengespräch auf der Schwimmbadbrücke findet am Mittwoch, 7. Dezember, 16.30 Uhr, statt.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.