Ein märchenhafter Abend im Reichstag

Lockere Runde: HNA-Geschäftsführer Harold Grönke (von links), IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Walter Lohmeier, Landrat Stefan Reuß (Werra-Meißner-Kreis), Bundestagsabgeordnete Mechthild Dyckmans und Lyrikern Nora Gomringer. Fotos:  Schwaab

Hermann Otto Solms, Vizepräsident des Bundestages, gab das Motto des Abends vor: „Wir wollen glücklich und vergnügt sein bis an unser Lebensende und am heutigen Tag damit anfangen.“

Die fast 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur, die auf Einladung der Tourismusinitiative Grimm-Heimat Nordhessen und des Regionalmanagements am Dienstag zum Parlamentarischen Abend ins Berliner Reichstags-Restaurant gekommen waren, erlebten denn auch einen märchenhaften Abend. 200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm galt es zu feiern, und die Werbetrommel für Nordhessen und die vielfältigen Aktivitäten im Jubiläumsjahr zu rühren.

Zum Beispiel für die Landesausstellung „Expedition Grimm“ vom 27. April bis 8. September. Die Idee, die mit den Grimms aufs engste verbundene Region und deren Stärken einem großen und vor allem prominenten Publikum im Reichstag vorzustellen, hatte die Kasseler FDP-Bundestagsabgeordnete und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, die mit einem

Politiker-Duo: Die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und SPD-Urgestein Franz Müntefering.

Augenzwinkern den Bogen zu den Grimms schlug. „Von Märchen und nordhessischen Spezialitäten kann man auch süchtig werden“, verkündete sie den Gästen. Von beidem gab es Kostproben - Frau Holles Röstbrot, Ahle-Wurscht-Knabberstangen und -Bällchen gehörten zum kulinarischen Angebot. Gekommen waren zum Beispiel SPD-Politiker Franz Müntefering, die aus Kasel stammende, frühere Justizministerin Brigitte Zypries und Prof. Hans Ottomeyer, früher in Kassel tätig und bis 2011 Generaldirektor des Deutschen Historischen Museums Berlin.

Fotos: Märchenhafter Abend im Reichstag

Parlamentarischer Abend der Grimm-Heimat Nordhessen

Einsatz für die Grimms: Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier (von links), Pierre Schlosser (Grimm-Heimat Nordhessen) und Susanne Völker (Grimm-Welt).

Der Termin war sorgfältig gewählt. Am 16. April vor 197 Jahren trat Jacob Grimm seinen Dienst als Bibliothekar in Kassel an. Hermann Otto Solms, selbst Hesse, würdigte die Verdienste der Grimms für die deutsche Kultur- und Sprachgeschichte und die Mitarbeit von Jacob Grimm an der Verfassung. Dass man an den Grimms nicht vorbei kommt, stellte auch die Jacob-Grimm-Preisträgerin Nora Gomringer fest. Deren Märchen seien in der Bronx ebenso bekannt wie in Buenos Aires. „Die Welt ist durch Märchen verbunden.“ Mit den Märchen lässt sich auch Brot verdienen, wie Moderatorin Christiane Kohl es formulierte, die mit leichter Hand durch den Abend führte. „Die Grimm-Heimat Nordhessen ist ein wunderbares Label für die Region“, schwärmte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Walter Lohmeier. Deren märchenhafte Entwicklung vom Zonenrandgebiet zur dynamischsten Region Deutschlands zeichnete Landrat Stefan Reuß (Werra-Meißner-Kreis) am Beispiel von Märchen wie „Der goldene Schlüssel“ nach. Nordhessen habe den Schlüssel zum Erfolg gefunden.

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