Brüder-Grimm-Ausstellung geht auf Reisen in die USA - Präsentation in Madison/Wisconsin

Ein märchenhafter Exportschlager

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Ab nach Wisconsin: Dr. Bernhard Lauer, Uwe Schmidt, Dr. Werner Neusel und Dieter Mehlich (von links) mit Exponaten der Grimm-Ausstellung.

Kassel. Um für die Region Nordhessen und den Landkreis Kassel zu werben, gehen die Brüder Grimm auf Reisen nach Nordamerika.

Konzipiert von der Brüder-Grimm-Gesellschaft Kassel und mit finanzieller Unterstützung der Kasseler Sparkasse sowie der Kulturstiftung des Landkreises Kassel schickt der Landkreis eine Ausstellung über Leben und Werk von Jacob und Wilhelm Grimm in die amerikanische Partnerregion Dane County in Wisconsin. „Sie soll am 28. April, dem Vorabend des „German Day“, am Flughafen von Madison/Wisconsin eröffnet werden“, teilte Landrat Uwe Schmidt mit. Die Ausstellungsstücke befinden sich im Gepäck einer Delegationsreise des Landkreises Kassel, die am Montag startet - sofern es die Islandasche zulässt.

Nach Worten von Dr. Bernhard Lauer, dem Geschäftsführer der Brüder-Grimm-Gesellschaft, besteht die speziell auf die Bedürfnisse amerikanischer Besucher zugeschnittene Präsentation vor allem aus Schautafeln, Städtebildern, Porträts und Märchenmotiven. „Wertvolle Originalexponate können wir nicht mit auf den Flug nehmen“, sagte Dr. Lauer.

Den ungewöhnlichen Ausstellungsort begründete Schmidt mit der Absicht, der Besuch der Kreisdelegation solle auch einer stärkeren Zusammenarbeit im Bereich des Tourismus dienen. Bekanntlich tragen Stadt und Kreis Kassel die Deutsche Märchenstraße, deren Vorsitzender Landrat Schmidt ist, während das Regionalmanagement Nordhessen die Region unter der Dachmarke „Grimmheimat Nordhessen“ vermarktet. Ziel sei es, zielgruppenspezifische Reiseangebote für amerikanische Touristen zu entwickeln, die einen Besuch auf den Spuren ihrer Vorfahren in „old Germany“ mit einem märchenhaften Urlaubserlebnis kombinieren wollen.

„Dieser wirtschaftliche Effekt war neben dem Gedanken des kulturellen Austauschs Hauptmotiv für uns, das Projekt zu unterstützen“, sagte Dieter Mehlich, Vorstandsvorsitzender der Kasseler Sparkasse. Der Präsident der Brüder-Grimm-Gesellschaft, Dr. Werner Neusel, ergänzte, bei den Brüdern Grimm handle es sich um eine „etablierte Weltmarke“, doch müsse dieser Schatz erst noch gehoben werden.

Die Präsentation wird sechs Wochen im Flughafen von Madison und anschließend in der University of Wisconsin zu sehen sein. Neben Kultur und Tourismusförderung stehen für die Mitglieder der Delegation auch die Themen Öffentlicher Nahverkehr und Abfallwirtschaft auf dem Programm. Dane County habe nach dem Besuch einer Delegation in Kassel im Jahr 2007 mittlerweile eine regionale Verkehrsgesellschaft nach dem Vorbild des NVV gegründet, informierte Landrat Schmidt. Außerdem seien die Amerikaner an der Energiegewinnung aus Biomasse interessiert.

Von Albrecht Weisker

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