Denkmalschutz-Status nicht unumstößlich

Magazinhof: Mitglied des Ortsbeirates Niederzwehren fordert Abriss

Kassel. Als Mitglied des Ortsbeirates Niederzwehren stelle er fest, dass mit Blick auf ein Wandbild am Magazinhof, einem Symbol aus der Ideologie der Nazi-Zeit, jetzt ein erstaunliches Umdenken zu dieser heroischen NS-Propaganda eingetreten ist, sagt Christdemokrat Gerhard Rinder.

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Unmittelbar nach der Zeit des Nationalsozialismus hätten jene, die von den Kriegsleiden betroffen waren, das Bild als „unerträglichen Bestandteil von Erinnerungen überputzt“. Und jetzt kämen Hessens Denkmalschützer zu dem Schluss, dass dieses in Fragmenten noch erkennbare Sgraffito erhalten werden soll.

Dagegen wehrt sich Rinder. Nach wie vor gelte der Beschluss des Ortsbeirates Niederzwehren, der den Abriss der Magazinhof-Bauwerke fordert. Der inzwischen ergangene Denkmalschutz-Status sei, wie selbst die Denkmalschutzbehörde einräume, nicht unumstößlich. „Denkmalschutz kann nicht gegen öffentliches Interesse durchgesetzt werden“, sagt Rinder. Er fordert die Verantwortlichen daher nochmals auf, entsprechend zu handeln. (use)

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