Verbindung zwischen Innenstadt und Karlsaue für 2,1 Millonen Euro saniert

Gustav-Mahler-Treppe wieder offen

Die Sanierung der Gustav-Mahler-Treppe ist nach einem Jahr abgeschlossen.
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Breites Band: Die Sanierung der Gustav-Mahler-Treppe ist nach einem Jahr abgeschlossen. Der Fußweg zwischen der Karlsaue und der Innenstadt kann wieder genutzt werden.

Die Gustav-Mahler-Treppe ist nach einem Jahr Sanierung wieder frei. Der Fußweg zwischen dem Friedrichsplatz und der Karlsaue war in die Jahre gekommen, mehrere der Stufen wiesen Schäden auf. Nach Angaben der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) hat die Sanierung 2,1 Millionen Euro gekostet.

Der Vorgänger

Kassel - Die fast zehn Meter breite Gustav-Mahler-Treppe mit mehreren Plateaus wurde nach Plänen von Hans-Herbert Westphal 1963 bis 1964 als Verbindung zwischen der Innenstadt und der Karlsaue gebaut und zur documenta III eröffnet. Sie ersetzte die Treppenanlage, die Herrmann Mattern zur Bundesgartenschau 1955 entworfen hatte.

 Der Waschbeton

Der heutige Treppenbau befindet sich noch im Originalzustand nach der Ausführung von Westphal und sollte auch genauso erhalten werden. Es war gar nicht so einfach, Ersatz für die beschädigten Teile zu finden. Das sagten gestern beim Ortstermin die beteiligten Architekten Ernst Bauermann und Wolfgang Schück. Rund 7000 Platten seien ausgebaut, gereinigt und wieder eingebaut worden. Sie liegen jetzt nicht wie vorher auf Sand, sondern auf einer haltbareren Schicht aus Splitbeton. Alles, was beschädigt und nicht mehr zu retten war, wurde so originalgetreu wie möglich nachgeliefert. Wer über die erneuerte Gustav-Mahler-Treppe geht, läuft heute wie bisher über 107 Stufen mit mehreren großzügigen Plateaus. Nahezu das komplette Material der Treppe ist erhalten geblieben.

Die Beleuchtung

Neben der Sanierung der Treppenanlage wurde auch die Beleuchtung erneuert und erweitert. Für mehr Licht sorgen sowohl Mastleuchten als auch LED-Strahler in den Handläufen. Letztere findet man jetzt ausschließlich an den Rändern der Treppe. Einen Handlauf in der Mitte gibt es nicht mehr. Weder zur Beleuchtung noch zu den Handläufen habe es eindeutige Hinweise in den Plänen aus den 1960-er Jahren gegeben.

Das Umfeld

Zurzeit werden noch zwei Abgänge von der Treppe zum Rosenhang und in die Karlsaue gebaut. Zudem soll der Rosenhang zwischen Ehrenmal und Treppe instandgesetzt werden. Kein leichtes Unterfangen, denn hier liegt jede Menge Trümmerschutt aus dem Zweiten Weltkrieg. Am Rosenhang müssen nach Angaben der MHK Stützmauern stabilisiert und die Treppenanlagen instand gesetzt werden. Spätestens bis zur documenta im kommenden Jahr sollen sich die Wege und Treppen in diesem Bereich in einem guten Zustand befinden. Für die sanierte Gustav-Mahler-Treppe gilt das bereits. (Thomas Siemon)

107 Stufen: Die Gustav-Mahler-Treppe besteht aus Waschbetonplatten.
Rückblick: So sah die Baustelle aus.

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