Fotos aus Neubau gegenüber

Mama Uhu hat Nachwuchs: Im Turm der Lutherkirche wachsen Jungtiere heran 

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Aus dem 76 Meter hohen Turm der Lutherkirche schaut sich der flauschige Uhu-Nachwuchs zusammen mit seiner Mutter die Umgebung an.

Kassel. Im Turm der 76 Meter hohen Lutherkirche gibt es Uhu-Nachwuchs. Vom höchsten Gebäude in Kassel Mitte haben die Tiere einen guten Blick auf Kassel. 

Seit sie vor zwei Wochen in der HNA den Artikel über den Uhu gelesen hat, wirft Sabine Löwer immer wieder einen Blick hinüber zum Lutherturm. Den kann sie von ihrem Arbeitsplatz im vierten Stock des neuen Bürohauses an der Mauerstraße gut sehen. Mittlerweile bringt die Mitarbeiterin des Regierungspräsidiums, die für die Ausbildungs- und Arbeitsmarktförderung zuständig ist, regelmäßig eine Kamera mit. „Ich liebe die Natur und fotografiere gern“, sagt die 54-Jährige, die auch Kalender mit Tiermotiven veröffentlicht.

Zu denen werden demnächst auch die Uhus der Lutherkirche gehören. Die brüten dort zum ersten Mal und haben den Wanderfalken vertrieben, der hier in den vergangenen Jahren seine Jungen großgezogen hat. So ein Uhu ist schließlich deutlich größer und entsprechend durchsetzungsfähig.

Sabine Löwer

Sabine Löwer ist sich sicher, dass der Uhu mindestens ein Junges hat. Das hat sie schon in der Einflugluke am Turm der Kirche fotografiert. Es sind aber noch mehr. Über eine schon ziemlich in die Jahre gekommene Installation mit einer Kamera und einem Schwarz-weiß-Monitor kann Helge Kuhn die Vögel beobachten. Der Architekt ist für das Gebäudemanagement im evangelischen Stadtkirchenkreis zuständig. 

„Ich bin mir sicher, dass es drei Junge sind“, sagt er und macht Hoffnung auf noch interessantere Einblicke. Wenn die jungen Uhus ausgeflogen sind, soll die Technik erneuert werden. Dann kann man im Erdgeschoss des 76 Meter hohen Lutherturms über einen großen Bildschirm in das Nest schauen. Ob sich darin dann Uhus oder Wanderfalken befinden, kann jetzt noch niemand sagen. Fest steht, dass auch die Falken in der Nähe gebrütet haben. Sie wurden mehrfach gesichtet.

Bleibt noch die Frage, wie groß die Lebenserwartung der beiden Tauben ist, die sich auf dem großen Foto so nah an den Uhu herangetraut haben. Der Vogelexperte Frank Dach aus Bad Zwesten sagt, dass der Uhu normalerweise erst in der Dämmerung und nachts auf die Jagd gehe. Wenn man genau hinsehe, könne man auf dem Gitter Federn von erbeuteten Vögeln sehen. Ganz sicher könnten sich die Tauben auch bei Tageslicht jedenfalls nicht sein.

Zumindest in den nächsten zwei bis drei Wochen. So lange werden die Uhus vom Lutherturm immer mal wieder zu sehen sein. Doch bald sind die Jungen groß genug, um sich ein eigenes Revier zu suchen. Dann gehört der Turm wieder den Tauben.

Normalerweise geht der Uhu vom Lutherturm erst ab der Dämmerung auf die Jagd. Die beiden Tauben scheinen sich darauf zu verlassen. Das kann auch schief gehen.  

Hier wohnt die Familie Uhu:

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