Versuchter Einbruch in Schmuckgeschäft - Fünfte Tat in fünf Jahren

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„Es macht keinen Spaß mehr“: Unbekannte haben versucht, in das Juweliergeschäft des Sohnes von Besim Özdemir in der Nacht zum Dienstag einzubrechen.

Kassel. „Es macht keinen Spaß mehr. Man lebt immer mit der Angst“, sagt Besim Özdemir. Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag versucht, ist das Schmuck- und Goldankaufgeschäft seines Sohnes an der Werner-Hilpert-Straße einzubrechen.

"Das war der fünfte Einbruchsversuch innerhalb der vergangenen fünf Jahre“, sagt Özdemir.

Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch wurde die Leitstelle der Kasseler über den Einbruchsversuch in das Geschäft informiert. Bei einem Bewachungsunternehmer war ein Einbruchsalarm des Juweliers aufgelaufen. Wie die ersten Ermittlungen der Beamten des Kriminaldauerdienstes am Tatort ergaben, hatten die Täter offenbar probiert, die linke von zwei großen Schaufensterscheiben mit einem großen Spalthammer einzuschlagen. „Da die Scheiben aus Panzerglas bestehen, scheiterten die Versuche kläglich. Die Scheibe riss zwar, ließ aber kein Eindringen der Täter zu“, sagt Jungnitsch. Nachdem der Alarm ausgelöst worden war, flüchteten die Täter zu Fuß in Richtung Lutherplatz. Den Spalthammer ließen sie zurück, ebenso einen Vorschlaghammer und eine leere, dunkelblaue Sporttasche. Die hatten sie offenbar für den Abtransport der Schmuckstücke mitgebracht.

Zeuge hörte Schläge

Ein 51-jähriger Zeuge, der durch die Hammerschläge auf den Einbruchsversuch aufmerksam geworden war, sah die Täter, als sie in Richtung Lutherplatz liefen. Er beschreibt die Tatverdächtigen als etwa 20 bis 25 Jahre alt. Beide Personen sollen dunkle, kurze Haare gehabt und schwarze Jacken und schwarze Hosen getragen haben.

Zurückgelassen: Die Ermittler fanden am Tatort eine blaue Tasche sowie zwei Hämmer.

Schmuckhändler Özdemir setzt indes auf die neue Videokamera, die in das Geschäft eingebaut worden ist. Vielleicht könne man die Täter durch die Auswertung der Bilder identifizieren. Erst im Januar sei seine Frau in ihrem Schmuckgeschäft in Fritzlar überfallen worden, vor sechs Wochen das Juweliergeschäft seines Bruders. Die Zunahme der Einbrüche und Einbruchsversuche erklärt sich Özdemir auch mit den steigenden Goldpreisen. „Durch den hohen Goldkurs wird es ständig mehr und mehr.“ Den Schaden, den die Täter an der Schaufensterscheibe angerichtet haben, beziffert der Geschäftsmann mit mindestens 5000 Euro.

Die beiden Hämmer sowie die Sporttasche wurden von den Beamten des Kriminaldauerdienstes sichergestellt und werden vom Erkennungsdienst auf Spuren untersucht.

Hinweise an die Polizei unter Tel. 05 61/9100.

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