Unstimmigkeiten im Prüfbericht

Manipulationen im Bädergutachten?

Kassel. Wurde das Bädergutachten der Stadt Kassel aus dem Jahr 2008 manipuliert? Diesen schweren Vorwurf erhebt der für die Linke aktive Komunalpolitiker Kai Boeddinghaus.

„Was da geschehen ist, nenne ich als juristischer Laie Urkundenfälschung“, sagt Böddinghaus.

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Es geht um einen Zusatz in den Unterlagen der Amtlichen Materialprüfanstalt (AMPA) der Uni Kassel. Dort wurden die Ergebnisse von zwei Bohrkernen aus dem Freibad Wilhelmshöhe dokumentiert. Das ist ein übliches Verfahren, um die Güte des Betons und mögliche Schwachstellen festzustellen.

Böddinghaus ist davon überzeugt, dass ein Zusatz, der auf eine starke Korrodierung verweist, nachträglich hinzugeführt wurde. Der Schrifttyp in dem Gutachten sei auffällig anders. AMPA-Geschäftsführer Peter Machner bestätigte am Mittwoch auf Anfrage die Unstimmigkeiten im Prüfbericht. Eine Erklärung für die Ergänzungen, die in sich einen Widerspruch darstellten, könne er aber nicht geben. Das habe er bereits vor einer Woche auch Norbert Witte von der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mitgeteilt.

Den Vorwurf einer Manipulation weist Dipl.-Ing. Machner, der den Prüfbericht selbst verfasst hat, entschieden zurück. Allenfalls handele es sich um ein Versehen. Und: In der Zusammenfassung seien die Ergebnisse korrekt. (bho/tos)

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Rubriklistenbild: © dpa

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