Mann schlug Freundin und flüchtete: "Ich fahre jetzt den Wagen zu Schrott"

Kassel. Ein 23-Jähriger hat in der Nacht zu Sonntag seine Ex-Freundin geschlagen und ist dann mit dem Auto ihrer Mutter geflüchtet. Er kündigte an: "Ich fahre jetzt den Wagen zu Schrott". Da das Auto tatsächlich beschädigt ist, sucht die Polizei nun nach Unfallgeschädigten.

Es war am Sonntag um 2.30 Uhr, als sich die 30-jährige Ex-Freundin des 23-Jährigen über Notruf bei der Polizei in Kassel meldete. Ihr ehemaliger Freund habe sie geschlagen, ihr dann den Schlüssel für den Wagen ihrer Mutter abgenommen und sei nun alkoholisiert und ohne Führerschein damit unterwegs, so sagte es die 30-Jährige der Polizei.

Er habe die Wohnung noch mit den Worten verlassen: "Ich fahre jetzt den Wagen zu Schrott!" Die Polizei begann mit der Fahndung nach dem silberfarbenen Mazda 626 mit Kasseler Kennzeichen. Und bald darauf entdeckten Beamte das Auto. Beim Versuch, das Fahrzeug zu stoppen, wurde der Streifenwagen seitlich berührt. Der betrunkene Autofahrer setzte seine Fahrt fort.

Eine Zivilstreife des Reviers Ost fand kurz danach den verlassenen Pkw an der Görlitzer Straße. In der Straße Am Stege wurde dann auch der zu Fuß flüchtende Mann gegen 3.15 Uhr von einer weiteren Streife des Reviers Ost entdeckt und festgenommen.

Den Beschuldigten erwarten laut Polizei jetzt mehrere Strafverfahren - wegen des Verdachts der Körperverletzung, des unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter Alkoholeinfluss und unbefugten Gebrauchs eines Autos.

Wer ist geschädigt?

Der silberfarbene Mazda weist außerdem mehrere Beschädigungen auf, die darauf schließen lassen, dass mit dem Auto mehrere Unfälle verursacht wurden. Die vollständige Fahrstrecke des 23-Jährigen aus Kassel ist zurzeit noch nicht bekannt.

Sollten Fahrzeuge in der Nacht zu Sonntag im Bereich von Kassel-Waldau beschädigt worden sein, sollen sich die Geschädigten an das Polizeirevier Ost unter der Telefonnummer 0561/910-2520 wenden.

Beginn der Trunkenheitsfahrt war die Glogauer Straße.

An dem Mazda 626 entstand ein Schaden von circa 5000 Euro. Bei der seitlichen Berührung mit dem Funkwagen auf der Görlitzer Straße kam es zu einem Schaden von etwa 3500 Euro am Dienstfahrzeug. Die Beamten und der alkoholisierte Fahrer blieben unverletzt. Die Ermittlungen dauern an. Der 23-Jährige wurde wieder entlassen. (abg)

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