Strecke führt nicht durch Rothenditmolder Mitte

„Marathon-Party“ droht zu platzen

Rothenditmold. „Wer hat sich diesen Mist ausgedacht?“ Karl-Otto Cyriax (SPD) war sichtlich empört, den anderen Rothenditmolder Ortsbeiräten ging es nicht anders. Zuvor hatte sie Dirk Stoll, offizieller Marathon-Pfarrer, über eine geplante Streckenänderung beim diesjährigen Kassel Marathon informiert.

Und die lässt die traditionelle „Marathon-Party“ im Rothenditmolder Ortskern in diesem Jahr eventuell platzen. Denn die Läufer werden voraussichtlich am 20. Mai von der Wolfhager Straße gleich in die Philippi- und in die Angersbachstraße abbiegen. Den „Engelhardplatz“, wie die Rothenditmolder ihr Zentrum nennen, würden sie demzufolge nicht mehr anlaufen.

Hintergrund sei, dass die Messenhallen GmbH ihre Hallen in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stellen, hier war bekanntlich bislang Start- und Endpunkt des Laufes, sagte Stoll. „Jetzt erfolgt der Start in der Damaschkestraße. Nun war aber die Halbmarathonstrecke 3,5 Kilometer zu lang, beim Marathon dagegen musste sie um drei Kilometer verlängert werden, dadurch änderte sich die Streckenführung“, erklärte der Marathon-Pfarrer. „Was das Publikum betrifft, ist das eine ganz schlechte Lösung“, sagte Ortsvorsteher Rolf Lösking (SPD). Doch ganz verzichten müssen die Rothenditmolder nicht auf ihre gewohnten Anfeuerungsrufe. „Die Halbmarathon-Läufer kommen wie gehabt auf der Wolfhager Straße an der Traudt-Schule vorbei durch Rothenditmold“, sagte Dirk Stoll.

Kritik am Veranstalter

Karl-Otto Cyriax kritisierte, dass das Marathon-Team um Veranstalter Winfried Aufenanger den Ortsbeirat nicht über die geänderte Streckenführung informiert habe. Rolf Lösking entgegnete, dass Aufenanger zur Sitzung des Ortsbeirates gekommen wäre, wegen einer anderen Veranstaltung jedoch abgesagt habe.

Noch sei das letzte Wort zur Streckenführung aber nicht gesprochen. Der Ortsbeirat könne Aufenanger ja noch einmal einladen, wenn die Laufstrecke endgültig feststeht, schlug der Ortsvorsteher vor.

Roland Weber (CDU) hofft, dass die Marathonläufer doch noch durch die Engelhardstraße kommen werden. „Dann könnten wir unsere Aktivitäten vor die Traudt-Schule verlegen“, so lautete sein Vorschlag. (ppu)

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