Integrationsbeauftragte: Straße nach Neonazi-Opfer Yozgat benennen

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Kassel. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung setzt sich dafür ein, eine Straße in Kassel nach dem dort getöteten Neonazi-Opfer zu benennen.

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Dies würde einen Beitrag dazu leisten, das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Vertrauen zu stärken, schrieb Maria Böhmer (CDU) dem Nachrichtenmagazin „Focus“ zufolge an den Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD). Der Vater des Opfers hatte bei der Trauerfeier für die Opfer der „Zwickauer Zelle“ im Februar bereits vorgeschlagen, der Straße, in der sein Sohn Halit Yozgat im April 2006 getötet wurde, dessen Namen zu geben.

Die Stadt Kassel hatte sich nach der Gedenkveranstaltung zunächst zurückhaltend geäußert. Bürgermeister Jürgen Kaiser (SPD) hatte mitgeteilt, dass er das Bedürfnis nach einem Andenken an den ermordeten Halit Yozgat verstehe. Eine Entscheidung, wie dieser Ort aussehen kann und wo er sein wird, müsse aber auf einer breiten gesellschaftlichen Basis beruhen.

Die jahrelang unentdeckt gebliebene „Zwickauer Zelle“ soll neun Geschäftsleute türkischer und griechischer Herkunft und eine Polizistin ermordet haben. Auch mehrere Banküberfälle sollen auf ihr Konto gehen. (dpa)

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