Regionaler Energieversorger geehrt

Wiedergeburt einer Traditionsmarke: Marketing-Preis für EAM

Kassel. Der Nordhessische Marketingpreis 2014 geht an den Energieversorger EAM. Das Unternehmen wurde für seine Erfolge bei der Wiederbelebung der regionalen Traditionsmarke geehrt.

Das dahinterstehende Konzept sei ebenso wie die EAM „zu 100 Prozent made in Nordhessen“, sagte Ehrenpräsident Ewald Griesel vom Marketing Club Nordhessen, der die Auszeichnung zum 10. Mal vergab. 180 Gäste waren am Dienstag zur Verleihung ins Ständehaus gekommen.

Die 1929 gegründete „Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland“ war 2002 im Eon-Konzern aufgegangen. Ende 2014 kauften zwölf Landkreise sowie die Stadt Göttingen die Dreiviertelmehrheit von der Eon und beteiligten zudem 109 Städte und Gemeinden an der neuen EAM. Seitdem ist der 85 Jahre alte Energieversorger erstmals komplett in kommunaler Hand.

Neue Unternehmenskultur

Der Traditionsname EAM steht neuerdings für „Energie aus der Mitte“, aber mit diesem Kunstgriff ist es längst nicht getan: Nach den Konzernjahren gilt es, für die Marke wie auch für die Unternehmenskultur eine völlig neue Geschichte zu schreiben und all dies in die Köpfe von gut 1000 Mitarbeitern zu bekommen. Bei der Wiedergeburt der EAM habe das Marketing eine höchst erfolgreiche Rolle gespielt, sagte Laudator Griesel bei der Preisverleihung.

Preisverleihungsfeier im Ständesaal: Laudator Ewald Griesel (von links), Vizepräsidentin Angelika Hüppe vom Marketing Club Nordhessen (MCN), Oberbürgermeister Bertram Hilgen als Schirmherr des Wettbewerbs, MCN-Vorstandsmitglied Wolfgang Weber, René Schneider und Hans-Hinrich Schriever vom Preisträger EAM sowie Präsident Martin Benderoth vom Marketing Club. Foto: Schwarz

Griesel würdigte insbesondere die Rolle der Kasseler Agentur Global Mind Network, die die „Marken-DNA“ der neuen EAM entwickelt habe. Besonders anspruchsvoll sei die Aufgabe dadurch, dass das Energiegeschäft nicht mehr wie früher als „hoheitliches Versorgungsmonopol“ organisiert sei, sondern inzwischen in einem liberalisierten Marktumfeld mit einer Fülle von Wettbewerbern stattfinde.

„Das ist eine große Anerkennung für uns“, sagte EAM-Kommunikationsleiter René Schneider, der mit seinem Kollegen Hans-Hinrich Schriever den Ehrenpreis aus den Händen des Wettbewerbs-Schirmherrn, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, entgegennahm.

Unter neun regionalen Unternehmen, die sich für den Preis beworben hatten, waren neben der EAM drei weitere Firmen für ihre Marketingleistungen nominiert:

• das Kasseler Softwarehaus Starke + Reichert für den Vertrieb eines Dokumentenmanagement-Systems,

• die Melsunger Sägenfabrik Wespa für die Vermarktung einer neuen Sägeblatt-Generation sowie

• die Kasseler Bank für ihre Kampagne „Alltagshelden gesucht“ aus Anlass ihres 150-jährigen Bestehens.

Der Marketing Club Nordhessen wurde 1968 gegründet und hat derzeit gut 130 Mitglieder.

Mehr zum Energieversorger EAM gibt es hier.

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