Edeka will Standort in Wolfsanger nächstes Jahr modernisieren und erweitern

Markt wird doppelt so groß

Erweiterungspläne: In dem Geschäftszentrum zwischen Wolfsgraben, Wolfsanger- und Fuldatalstraße hat Edeka derzeit 1100 Quadratmeter Verkaufsfläche. Nach dem Umbau sollen es zusammen mit einem separaten Getränkemarkt, der angrenzend an den Parkplatz vorn links errichtet wird, 2100 Quadratmeter werden. Foto:  Koch

Wolfsanger. Der Edeka-Markt im Zentrum von Wolfsanger soll nächstes Jahr modernisiert und auf fast die doppelte Verkaufsflächengröße ausgebaut werden. Das bestätigte die Edeka Handelsgesellschaft Hessenring in Melsungen auf Anfrage der HNA.

Den Kunden solle ein breiteres Warensortiment und ein zeitgemäßes Ladendesign geboten werden, sagte Gregor Muth, bei Edeka verantwortlich für Standortsicherung. Nach 24 Jahren sei es „an der Zeit für eine Standortveredelung“. Mit der Neueröffnung sei für den Herbst 2013 zu rechnen.

Dem Unternehmen gehört das komplette kleine Ladenzentrum an der Ecke Wolfsgraben, Wolfsanger- und Fuldatalstraße. Neben Edeka sowie einem Backwaren- und einem Blumenladen sind dort eine Sparkassenfiliale, eine Apotheke sowie mehrere Ärzte und andere Freiberufler ansässig. In die Modernisierung des Areals werde in einer Größenordnung um die 3 Millionen Euro investiert – einschließlich der Kosten für ein Nachbargrundstück an der Fuldatalstraße, das Edeka hinzugekauft habe.

Einfamilienhaus kommt weg

Angrenzend an den Parkplatz will Edeka anstelle eines dort noch stehenden Einfamilienhauses einen separaten Getränkemarkt mit 700 Quadratmetern Fläche errichten, erläuterte Muth. Das schaffe nicht nur Platz, sondern habe auch Vorteile für die Leergutlogistik. Auch das Außengelände mit 85 Autostellplätzen werde neu gestaltet.

Der Lebensmittelmarkt im Hauptkomplex, derzeit 1100 Quadratmeter groß, solle im Bereich des parkplatzseitigen Eingangs um 300 Quadratmeter angebaut werden, sagte Muth. Auch in deutlich vergrößerter Form werde der Markt weiterhin von der Kaufmannsfamilie Koch betrieben, an den anderen Mietverhältnissen im Gebäude ändere sich ebenfalls nichts – allenfalls zum Positiven, meint der Edeka-Standortplaner: Es gebe derzeit „ein, zwei Leerstände“ in der kleinen Büro- und Ladenmeile. Nach der Aufwertung würden diese Flächen voraussichtlich interessanter für neue Nutzer werden.

Nachdem die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung das Bebauungsplanverfahren weiter vorangetrieben haben, rechnet Edeka damit, spätestens im Sommer Baurecht zu haben. Wie sich die Umgestaltung des Einkaufszentrums äußerlich bemerkbar machen wird, stehe noch nicht fest, sagte Gregor Muth: „Wir sind derzeit in der Planungsphase.“ Zeitlich kalkuliere Edeka damit, dass ziemlich genau in einem Jahr mit den Umbauarbeiten begonnen werden kann.

Die Edeka verfolge die Politik, eher ihre bestehenden Märkte auf ein zeitgemäßes Niveau zu bringen, statt an neue Standorte zu expandieren, sagte Muth. Als das Unternehmen im Vorjahr erstmals seine Pläne gegenüber der Stadt Kassel skizziert hatte, wurde dort das Vorhaben als positiv für die Entwicklung des Stadtteils erachtet. Wolfsanger ist derzeit die einzige Gegend Kassels, in der Neubaugebiete für Zuzügler und flächenmäßiges Wachstum sorgen.

Von Axel Schwarz

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