Umbau soll 2022 starten

Markthalle Kassel mit neuen Betreibern: Für welche Stände es nicht weiter geht

Markthalle im Marstall Kassel, obere Ebene, Eingang von der Straße Graben
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Vor einer neuen Epoche: Der Marktbetrieb im Kasseler Marstall steht ab Januar unter neuer Leitung.

Die meisten, aber nicht alle Händler und Gastronomen in der Markthalle haben einen Vertrag für eine Zukunft unter einem neuen Management unterschrieben.

Kassel – Für die Kunden in der Markthalle wird es kaum zu bemerken sein, dass mit dem Jahreswechsel eine neue Epoche beginnt: Vom 1. Januar an wird die neu gegründete „Kasseler Markthalle 2020 GmbH“ den Marktbetrieb übernehmen. Dahinter stehen Investoren, die in den nächsten Jahren das gesamte Marstallgebäude modernisieren und umbauen wollen.

Diese Stände verlassen die Markthalle in Kassel

Der allergrößte Teil der Marktbeschicker bleibt nach dem Wechsel dabei. Da die Verträge der Händler an dem gekündigten Pachtverhältnis mit der bisherigen Betriebs-GmbH hingen, hatte die Stadt Kassel eine Fortschreibung individueller Verträge für eine Übergangszeit angeboten.

Dies hätten fast alle Standbetreiber genutzt, erläuterten Manfred von Alm, Leiter des städtischen Liegenschaftsamts, und Architekt Michael Majcen, einer der drei Geschäftsführer der neuen Betriebs-GmbH. Von 48 Marktbeschickern gebe es lediglich fünf, die sich aus unterschiedlichen Gründen für einen Ausstieg zum Jahreswechsel entschieden hätten.

Dies seien die Fleischerei Marcinek, das dänische Imbisscafé Hos Søstrene, der Wohnaccessoires- und Feinkoststand Tovalino, der Tofu-Anbieter Tofit sowie der China-Imbiss Yezi’s, der allerdings an eine Nachfolgerin übergeben werde.

Umbaue der Markthalle für 2022 geplant - Neue Marktleiterin stammt aus Kassel

Vereinzelt gebe es auch schon Anfragen neuer Anbieter für Stände nach dem Umbau, sagte Majcen. Damit solle es aus heutiger Sicht in der zweiten Jahreshälfte 2022 losgehen und dann zunächst in Gebäudebereichen wie dem Keller- und dem Dachgeschoss, die den Markthallenbetrieb erstmal nicht betreffen. Das kommende Jahr werde weitestgehend von Planungsaufgaben bestimmt. Aber auch schon 2021 „wollen wir das Marktgeschehen ein wenig auffrischen“, kündigte Michael Majcen an.

Das steht in Verbindung mit der Personalie einer neuen Marktbetriebsleiterin. Die soll ab dem 2. Januar als direkte Ansprechpartnerin für die Beschicker fungieren, während Mitgeschäftsführer Antonio Merz mit organisatorischen Grundsatzaufgaben des Marktbetriebs mehr im Hintergrund bleibe, sagte Majcen. Mit Verweis auf ein noch laufendes Beschäftigungsverhältnis lässt er sich momentan nichts Näheres über die neue Marktleiterin entlocken – nur, dass sie aus Kassel komme.

Kassel: Markthalle will junge Menschen zum Einkauf locken - Öffnungszeiten bleiben bestehen

Von der neuen Betriebs-GmbH übernommen worden sei der Hausmeister, der seit langem mit der Markthalle und den Beschickern vertraut ist. Während das für Kontinuität sorgt, solle sich die Außendarstellung des Marktgeschehens verbessern. „Dafür suchen wir einen neuen Werbepartner“, sagte Majcen. Durch mehr Social-Media-Aktivitäten solle sich die Markthalle als regionale Einkaufsstätte besonders bei jüngeren Kunden stärker empfehlen.

Nichts ändern wird sich an den Öffnungszeiten von Donnerstag bis Samstag. Die angestrebte Fünf-Tage-Öffnung soll erst kommen, wenn der Marktbetrieb nach dem Umbau neu sortiert ist. Bis dahin könnte es Mitte 2024 werden.

Auch wenn es sich für die Markthallenkunden erst mal nicht groß bemerkbar macht, sei der formelle Neustart zum Jahreswechsel ein wichtiges Etappenziel, sagte Oberbürgermeister Christian Geselle: „Alle wesentlichen Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft des Marstallgebäudes sind gelegt.“ Dass so viele Händler einen neuen Vertrag unterschrieben haben, zeige, „wie richtig die Entscheidung für die Modernisierung des Marstalls war“. (Axel Schwarz)

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