Marktplatz: Rennrad sucht neuen Fahrer

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Treuer Begleiter auf vielen schönen Touren: Werner Neuhaus trennt sich von seinem hochwertigen Rennrad, mit dem er über 7000 Kilometer zurückgelegt hat.

Beim Blick auf das mattschwarze Rennrad eines Kasseler Fahrradbauers wird Werner Neuhaus etwas wehmütig.

„Es hängen viele schöne Erinnerungen an außergewöhnliche Touren daran“, sagt der bald 69-Jährige, der sich nach langem Zögern nun schweren Herzens aus gesundheitlichen und Altersgründen von dem guten Stück trennt. Eigentlich wollte er das Rad gar nicht verkaufen, doch „es steht seit dreieinhalb Jahren ungenutzt im Keller. Dafür ist es einfach zu schade“, findet Neuhaus, der inzwischen auf ein E-Bike umgestiegen ist

Marktplatz: Rennrad sucht begeisterten Fahrer

Treuer Begleiter auf vielen schönen Touren: Werner Neuhaus trennt sich von seinem hochwertigen Rennrad, mit dem er über 7000 Kilometer zurückgelegt hat.
Treuer Begleiter auf vielen schönen Touren: Werner Neuhaus trennt sich von seinem hochwertigen Rennrad, mit dem er über 7000 Kilometer zurückgelegt hat. © Bergholter
Federleicht: Das Rennrad aus Alu und Karbon wiegt nur 7,5 Kilogramm.
Federleicht: Das Rennrad aus Alu und Karbon wiegt nur 7,5 Kilogramm. © Bergholter
Federleicht: Das Rennrad aus Alu und Karbon wiegt nur 7,5 Kilogramm.
Federleicht: Das Rennrad aus Alu und Karbon wiegt nur 7,5 Kilogramm. © Bergholter
Für Lang- und Kurzstrecken: Das Rad ist langstreckenerprobt, lässt sich aber auch für einen kurzen Sprint schnell ins Rollen bringen
Für Lang- und Kurzstrecken: Das Rad ist langstreckenerprobt, lässt sich aber auch für einen kurzen Sprint schnell ins Rollen bringen © Bergholter
Das Beste vom Besten: Die Bauteile des Rennrads zählten damals zum Besten, was der Markt hergab.
Das Beste vom Besten: Die Bauteile des Rennrads zählten damals zum Besten, was der Markt hergab. © Bergholter
Federleicht: Das Rennrad aus Alu und Karbon wiegt nur 7,5 Kilogramm.
Federleicht: Das Rennrad aus Alu und Karbon wiegt nur 7,5 Kilogramm. © Bergholter
Das Beste vom Besten: Die Bauteile des Rennrads zählten damals zum Besten, was der Markt hergab.
Das Beste vom Besten: Die Bauteile des Rennrads zählten damals zum Besten, was der Markt hergab. © Bergholter
Das Beste vom Besten: Die Bauteile des Rennrads zählten damals zum Besten, was der Markt hergab.
Das Beste vom Besten: Die Bauteile des Rennrads zählten damals zum Besten, was der Markt hergab. © Bergholter
Das Beste vom Besten: Die Bauteile des Rennrads zählten damals zum Besten, was der Markt
Das Beste vom Besten: Die Bauteile des Rennrads zählten damals zum Besten, was der Markt © Bergholter
Das Beste vom Besten: Die Bauteile des Rennrads zählten damals zum Besten, was der Markt
Das Beste vom Besten: Die Bauteile des Rennrads zählten damals zum Besten, was der Markt © Bergholter
Das Beste vom Besten: Die Bauteile des Rennrads zählten damals zum Besten, was der Markt
Das Beste vom Besten: Die Bauteile des Rennrads zählten damals zum Besten, was der Markt © Bergholter
Treuer Begleiter auf vielen schönen Touren: Werner Neuhaus trennt sich von seinem hochwertigen Rennrad, mit dem er über 7000 Kilometer zurückgelegt hat.
Treuer Begleiter auf vielen schönen Touren: Werner Neuhaus trennt sich von seinem hochwertigen Rennrad, mit dem er über 7000 Kilometer zurückgelegt hat. © Bergholter

Das Rennrad der Marke Cicli B ließ sich Neuhaus vor zwölf Jahren vom Fachmann aus hochwertigen Teilen zusammenstellen. Schaltwerk, Innenlager, Kassette und Bremsen sind von Dura Ace, Gabel und Lenker von Ritchey, um nur einige namhafte Hersteller zu nennen. Das Alter und die gut 7000 gefahrenen Kilometer sieht man dem Rad nicht an, es ist top gepflegt, regelmäßige Inspektionen garantieren den guten Zustand. „Ein technisch einwandfreier Zustand ist sehr wichtig, denn gerade bergab erreicht man schon recht hohe Geschwindigkeiten“, sagt Neuhaus, der in der Spitze 72 km/h gemessen hat.

Umfangreiches Zubehör

Das 20-Gang Rennrad mit einem Alu-Rahmen sowie Gabel, Lenker und Sattelstütze aus Karbon ist 7,5 Kilogramm leicht. Das Fahrrad kommt mit einer ganzen Kiste an Zubehör. Darunter ein Tacho, zwei Getränkehalter, Klemmleuchten sowie ein „Kofferhalter“ und ein passendes Hard-Case für Flickzeug. Die Schaltung ist in die Bremshebel integriert, der Sattel ist erprobt auf langen Touren. „Damals war es das Beste vom Besten“, sagt Neuhaus, der die Qualität des Rades auf seinen vielen Fahrten zu schätzen lernte.

Schöne Touren erlebt

Mit einer festen Gruppe unternahm er regelmäßige Radtouren, die durchaus sportlichen Charakter hatten. „Wir hatten Tagesetappen von rund 160 Kilometern“, erinnert sich der Besitzer. Mit dem Rad war er zum Beispiel auf Mallorca oder in London, auch durch Belgien und Luxemburg oder zum Bodensee brachte es ihn. Die Touren erstreckten sich in der Regel über vier Tage und eine Strecke von 650 Kilometern. Da ein Rennrad naturgemäß kein Lastesel ist, musste das Gepäck im Begleitfahrzeug transportiert werden. Oder im kleinen Rucksack, „da gab’s dann nur ein paar Socken und den Regenschutz“, sagt Neuhaus. Doch ist das Rennrad nicht nur langstreckenerprobt, sondern weiß auch über kurze Distanzen zu überzeugen: „Ich habe mal ein Zeitfahren mitgemacht und war am Ende gar nicht so schlecht“, sagt der leidenschaftliche Radfahrer. Bei allem sportlichen Anspruch sollte auf den regelmäßigen Touren auch der Spaß nicht auf der Strecke bleiben. „Nach einer Etappe ging’s in den Biergarten, wo sich erst mal alle Köpfe nach meinem Rad umgedreht haben“, berichtet Neuhaus über den mattschwarzen Blickfang. Dabei ist Werner Neuhaus noch nicht immer „fahrradverrückt“, die Begeisterung hat ihn erst vor 15 Jahren gepackt. „Anfangs habe ich das Radfahren nicht so ernst genommen, doch hatte ich zunehmend Spaß dabei. Ich wurde immer schneller und die Touren immer länger“, sagt Neuhaus über die spät entfachte Begeisterung, die aber auch ihre Schattenseiten hatte: „Im Sommer war ich dann jeden Tag auf dem Rad unterwegs, sodass sich meine Frau schon beschwerte, dass ich gar nicht mehr zuhause sei“, sagt er augenzwinkernd.

Trotz aller Erinnerungen stellt Werner Neuhaus sein Fahrrad nun zum Verkauf. Für das Rad zahlte er damals 2200 Euro, als Verhandlungsbasis ruft er nun 750 Euro auf. Neuhaus wünscht sich, dass das Rennrad in die guten Hände eines ebenso sportbegeisterten Radfahrers kommt, dem das Rad ebenso viele unvergessliche Erlebnisse beschert, wie ihm selbst. (pee)

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