Marktplatz: Zündholzmäppchen aus aller Welt

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Sammlung aus 40 Jahren: Ute Süßkand trennt sich von ihrer Streichholzsammlung mit Exemplaren aus aller Herren Länder.

Heutzutage findet man sie immer seltener, die ausgefallenen oder aufwendig gestalteten Streichholzschachteln und -briefchen.

Ob als Werbegeschenk oder anstatt einer Visitenkarte gab es die Zündholzmäppchen früher in fast jeder Gaststätte und jedem Hotel. So kam auch Ute Süßkand dazu, mit dem Sammeln von Streichholzschachteln zu beginnen. „Angefangen habe ich damit 1978 in den USA. Von dort habe ich die ersten Streichholzbriefchen als Souvenir mitgebracht“, erinnert sich Süßkand. Seither hat sie diese Tradition gepflegt und aus zahlreichen Urlauben eine stattliche und sich stets erweiternde Sammlung an Streichholzmäppchen aus aller Herren Länder, zumeist aus den USA und Europa, zusammengetragen. In nunmehr 40-jähriger Sammeltätigkeit ist dabei eine ganze Menge zusammengekommen, nicht nur aus Urlauben, sondern auch aus heimischen Gefilden. „Etwa 300 bis 400 Streichholzschachteln und -briefe dürften es sein. So genau weiß ich es selbst nicht“, räumt die Sammlerin ein.

In den vergangenen Jahren habe die Sammelleidenschaft allerdings etwas nachgelassen, sodass der Großteil der Sammlung aus den 1980er- und 90er-Jahren stammt. „Früher wurde auch noch mehr geraucht, gerade in Kneipen“, hält Süßkand fest, die damals selbst als gelegentliche Genussraucherin nahezu überall Streichhölzer fand. Daher finden sich in der Sammlung auch Exemplare von historischem oder zumindest nostalgischem Wert, erinnern sie doch an längst nicht mehr existierende Gaststätten oder Hotels.

Andere bestechen durch eine ausgefallene, bisweilen gar künstlerische Gestaltung in unterschiedlichsten Größen, Farben, Formen und Ausprägungen. Fast alle Streichholzschachteln sind unbenutzt. „Selbstverständlich hängen viele persönliche Erinnerungen an schöne Urlaube daran“, sagt Ute Süßkand, die sich nun schweren Herzens von ihrer Sammlung trennt. Denn in den vergangenen Jahren „blühte die Sammlung im Verborgenen“, stand in einem Dekoglas im Bücherregal und fristete dort im Schatten der Bücher ein weitestgehend verborgenes Dasein. Es fehlte schlicht an Platz, der Sammlung einen entsprechenden Rahmen zu schaffen. Da die Sammlung zu schade ist, um sie wegzuwerfen, hofft Ute Süßkand nun, dass sich ein begeisterter Sammler findet, der sich der Streichhölzer annimmt, diese entsprechend zu schätzen weiß und Spaß daran hat. „Es geht mir dabei nicht ums Geld, jeder kann mir ein Angebot machen“, sagt sie.

Von Peer Bergholter

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