Fristlose Kündigung für Stephan Ernst

Markus H. und Elmar J.: Weitere Verdächtige im Mordfall Lübcke schweigen

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Wurde am 2. Juni ermordet: Kassels Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke.

Die beiden weiteren Verdächtigen im Mordfall Lübcke – Markus H. und Elmar J. – schweigen nach HNA-Informationen bislang zu den Vorwürfen.

Von der Bundesanwaltschaft hieß es: Man könne diese Information nicht dementieren.

Markus H. und Elmar J. wird Beihilfe zum Mord am Kasseler Regierungspräsidenten vorgeworfen, beide sitzen in Untersuchungshaft. Markus H. soll Stephan Ernst den Kontakt zu Elmar J. hergestellt haben. Der wiederum soll dann Ernst die Tatwaffe verkauft haben. Markus H. und Stephan Ernst sollen sich in den 1990er-Jahren in der rechtsextremen Szene kennengelernt haben. Beide waren an einem Angriff von Rechtsextremen auf die DGB-Kundgebung in Dortmund 2009 beteiligt.

Auch waren Ernst und Markus H. seit vielen Jahren Mitglieder im Schützenclub 1952 Sandershausen. Das bestätigte der Vorsitzenden Reiner Weidemann auf Anfrage. Auch wenn die beiden Mitglieder als unauffällig beschrieben werden, müssten sie zumindest über den Verein in den vergangenen Jahren regelmäßig Kontakt gehabt haben.

Fristlose Kündigung für Stephan Ernst

Der Arbeitgeber von Stephan Ernst, der Kasseler Mobiltechnik Hersteller Hübner, hat dem Verdächtigen fristlos gekündigt, bestätigte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage. Markus H. soll vor fünf Jahren als Leiharbeiter für einen kürzeren Zeitraum bei dem Unternehmen beschäftigt gewesen sein, heißt es.

Ob auch die beiden Personen, deren Wohnungen in Helsa und Fuldabrück zuletzt durchsucht worden waren, beim selben Arbeitgeber beschäftigt sind, wollte das Unternehmen nicht kommentieren.

Lesen Sie dazu: Fall Lübcke: Rätsel um gefundenen Skoda im Kasseler Stadtteil Forstfeld

Von Kathrin Meyer

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