Bei Martini in Kassel wurden im vergangenen Jahr 200.000 Hektoliter Bier gebraut

Es läuft: Das Jubiläums-Pils der Kasseler Martini-Brauerei zum Stadtjubiläum „1100 Jahre Kassel“ ist seit Februar auf dem Markt und wird zur Freude der Einbecker Konzernmutter gut angenommen. Foto: Fischer / nh

Einbeck/Kassel. „Viel Freude“ macht der Einbecker Brauhaus AG insbesondere seit dem letzten Quartal 2011 wieder ihr Sudhaus in Kassel. Dort hat das Unternehmen im vergangenen Jahr mit 40 Mitarbeitern wieder rund 200.000 Hektoliter Bier der Marken Martini, Kasseler und Nörten-Hardenberger produziert.

Sehr gut angenommen werde das im Februar auf den Markt gebrachte Kasseler Jubiläums-Pils zum Stadtjubiläum „1100 Jahre Kassel“, sagte Walter Schmidt, für Marketing und Vertrieb zuständiges Vorstandsmitglied bei Einbecker. „Beim Flaschenbier geht die Tendenz zum Kasseler, in der Gastronomie ist das Martini sehr geschätzt.“ Neu begonnen hat das Unternehmen Ende vergangenen Jahres ein Sponsoring mit dem Eishockeyclub Kassel Huskies.

Der Vorstand steht zu seiner Produktionsstätte in Kassel: „Marken ohne Heimat haben keine Zukunft.“

Im Segment Bockbier konnten die Einbecker ihren Marktanteil von 13,4 Prozent halten und damit „unangefochten Deutschlands Nummer 1“ bleiben. Überdurchschnittlich gut habe sich der Einbecker Winterbock entwickelt. Allerdings beträgt der Anteil des Bockbieres am gesamten Biermarkt nur rund ein Prozent.

Mit einer neuen Flasche und mit neuem „Outfit“ soll im Verlauf des Jahres das Einbecker Pilsener, von dem jährlich rund 60 000 Hektoliter gebraut werden, mehr Kunden ansprechen. Außerdem ist die Einführung eines Einbecker Weihnachtsbieres auf Pilsbasis geplant. Zudem wird die Marke Nörten-Hardenberg mit der Einführung von Fassbrause - 30 Prozent alkoholfreies Bier und 70 Prozent Limonade - gestärkt. Gut angenommen werde weiterhin die Marke Göttinger, die in der Uni-Stadt und der Region viele Freunde habe.

Trotz eines sinkenden Pro-Kopf-Verbrauchs – 2011 wurden nur 107,2 Liter Bier getrunken, im Jahr 2000 waren es noch 125,6 Liter – und einer starken Konkurrenz mit noch 1300 Brauereien und rund 5000 Biersorten in Deutschland und Überkapazitäten von rund 30 Prozent blicken die Einbecker mit Optimismus in die Zukunft. „Wir wollen unsere Marken regional weiterentwickeln und stärken und die Einbecker Bockbier-Spezialitäten national festigen.“

Unzufrieden ist der Vorstand mit dem Aktienkurs von gestern 8,25 Euro pro Aktie. „Wir sind mehr wert, als der Kurs widerspiegelt.“ Größter Einzelaktionär mit rund 15 Prozent ist die Kulmbacher Ireks-Gruppe, der Rest befindet sich in Streubesitz. Notiert ist die Aktie in Hannover, Berlin und Frankfurt. (zhp)

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