Antony tanzte schon für Stars wie Florian Silbereisen und Rita Ora

Masters of Dance: Wird Antony aus Kassel Deutschlands bester Tänzer?

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War als Teenager schon westdeutscher Meister im HipHop-Tanz: Antony Franz aus Kassel.

Nicht nur sein Kasseler Tanzlehrer drückt Antony Franz die Daumen: Der 26-Jährige macht in der Castingshow "Masters of Dance" bei Pro Sieben Furore. Er hat einen ungewöhnlichen Weg hinter sich.

Aktualisiert am 14. Dezember um 11 Uhr - Als der Kasseler Antony Franz vor zehn Jahren zum ersten Mal groß im Fernsehen war, wollte er noch kein Tänzer werden. Der damals 16-Jährige nahm an der Castingshow "Dancestar" des Musiksenders Viva teil. Unter der Leitung des prominenten Vortänzers Detlev D. Soost absolvierte Franz schweißtreibende Workshops. Anschließend sagte der Nordhesse, dass Tanzen für ihn nur ein Hobby sein soll: "Ich habe keine Lust, mit 40 noch zu unterrichten."

"Dancestar" wurde damals ein anderer, Franz landete auf dem vierten Rang, machte später aber eine Ausbildung an der Essener Folkwang-Universität, der wichtigsten Eliteschule für zeitgenössischen Tanz in Deutschland. Heute lebt der 26-Jährige als hauptberuflicher Tänzer in Berlin. Und in den nächsten Wochen könnte er doch noch ein "Dancestar" werden. Am Donnerstag startete auf Pro Sieben die Castingshow "Masters of Dance". Einer der Kandidaten war Antony Franz, der nun "Deutschlands bester Tänzer" werden könnte, wie der Münchner Privatsender verspricht. Der Gewinner der fünf von Thore Schönemann und Rebecca Mir moderierten Folgen, die bereits aufgezeichnet wurden, erhält 50.000 Euro.

Der Beitrag stammt von der Video-Plattform Glomex und wurde nicht von HNA.de erstellt.

Masters of Dance ist für Franz ein Spaß

An den Hauptgewinn hat Franz nicht gedacht, als er sich bewarb: "Ich wollte nur gucken, wie weit ich komme." Schon jetzt hat er es als Tänzer im Leben sehr weit gebracht. Seinen ersten HipHop-Tanzkurs belegte er als Achtjähriger. Für den Jungen, der mit seiner Mutter und seiner Schwester im Kasseler Stadtteil Wehlheiden aufwuchs und seinen afroamerikanischen Vater nie kennengelernt hat, war Tanzen immer ein Zufluchtsort, wie es im Kandidaten-Porträt bei "Masters of Dance" heißt. Sein Ersatzvater wurde der Tanzlehrer Pete Ezedunor, in dessen Studio "Body & Soul" er lange aktiv war. Franz probierte Stile wie House und Jazz aus. Als Teenager gründete er seine eigene Formation "So What?!", mit der er deutscher Meister im Videoclip-Dancing wurde.

Nach dem Abitur an der Knipping-Schule fuhr er aus Spaß zur Aufnahmeprüfung an die Essener Folkwang-Schule. 600 Bewerber tanzten vor, Franz wurde mit 24 anderen genommen. Bis dahin hatte er geglaubt, dass man als Tänzer nur überleben könne, wenn man eine eigene Schule hat. Nun lernte er, dass man auch als Tänzer erfolgreich sein kann, ohne andere zu unterrichten.

Einfach ist das allerdings nicht. Seit eineinhalb Jahren schlägt sich Franz als freier Tänzer in Berlin durch, wo er mit seinem bosnischen Partner lebt. Er ist in Shows und bei Fernsehproduktionen zu sehen - etwa bei "The Voice of Germany", beim Deutschen Fernsehpreis und in Schlagergalas von Florian Silbereisen. Das Musik-Video der deutschen Sängerin Alice Merton zu ihrem Song "Lash Out" mit Franz hat fast vier Millionen Klicks. Seinen bislang größten Auftritt hatte Franz bei der Echo-Verleihung, als er für den britischen Popstar Rita Ora tanzte.

Zwischendurch kommt er immer wieder nach Kassel. Auch zu Pete Ezedunor, der ihn einst zum Tänzer machte, hat er engen Kontakt. Der drückt seinem ehemaligen Schützling bis zum Finale von "Masters of Dance" am 10. Januar die Daumen. In der ersten Folge erhielt er viel Lob, kam weiter und stellte sich mit dem Satz vor, er sei schon tanzend aus seiner Mutter herausgekommen. Franz darf nicht verraten, wie es ausgeht, aber er ist zufrieden: "Ich habe ganz gut abgeschnitten." Man kann davon ausgehen, dass er sich ähnlich durchgebissen hat wie einst an der Essener Folkwang-Uni, an der mindestens so hart ausgesiebt wird wie in einer Castingshow. Von den 25 Tänzern seines Jahrgangs schafften am Ende nur 11 die Ausbildung.

Masters of Dance: Die Jury

Die Juroren heiße in der neuen Pro-Sieben-Show Masters. Dabei sind Choreografin Nikeata Thompson (38), YouTuber und Breakdancer Julien Bam (29), der Chef der Tanzgruppe „Flying Step“, Vartan Bassil (42) und Tanzsporttrainer Dirk Heidemann (57).

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