Sofia Brenner (17) nimmt am Bundeswettbewerb der Mathematik teil 

Sieht dem Mathewettbewerb gelassen entgegen: Sofia Brenner. Foto:  Heise-Thonicke

Kassel/ Fuldatal. Für Sofia Brenner sind kniffelige Matheaufgaben das, was für andere Rätselspaß ist. Ob Algebra, Kombinatorik oder Zahlentheorie, die 17-jährige Fuldatalerin ist Meisterin darin, anspruchvolle Aufgaben zu lösen. Ihr Talent führt nun dazu, dass sie am Finale des Bundeswettbewerbs teilnimmt. 

Nur 13 Mädchen von insgesamt 1350 Jugendlichen aus ganz Deutschland haben sich dafür qualifiziert. Sofia nimmt das Ganze bislang jedoch recht gelassen. „Ich fahre einfach mal hin und schaue mal“, sagt sie. Natürlich wäre es toll, einen Sieg und damit ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes zu ergattern, „aber die Konkurrenz ist groß“, weiß sie.

Einige Teilnehmer kennt sie schon von Mathe-Olympiaden. Dort hat sie auch eine ihrer besten Freundinnen, eine Schülerin aus Hamburg, kennengelernt. Die wenigsten seien Streber oder Sonderlinge, räumt die Abiturientin mit Vorurteilen auf: „Die meisten interessieren sich für viele Sachen.“

Das trifft auch auf Sofia zu. Sie spielt Cello im jungen Kammerorchester der Universität Kassel, was ihr großen Spaß macht. Bis vor Kurzem hat sie auch Tennis gespielt. Stattdessen hat sie mit ein paar Freunden bei einem Tanzkurs das Standardtanzen für sich entdeckt.

Lernen durch Nachhilfe

Und natürlich hat sie schon damit angefangen, für die bevorstehende Abiturprüfung zu büffeln. Da sei es praktisch, dass sie Mitschülern Nachhilfe gibt, sagt sie: „Wenn man etwas erklärt und Fragen beantwortet, lernt man selbst viel besser.“

Auch ein Ziel hat Sofia schon vor Augen: Sie will Mathe studieren. Universitäten hat sie schon herausgesucht. Demnächst will sie sich erst einmal ein paar Uni-Städte anschauen. Für Mathe, so sagt sie, braucht man sich einfach nur einzuschreiben. Zulassungsbeschränkungen gebe es nicht.

Sofia wird einer der jüngsten Studienanfänger sein. Nicht nur, weil sie mit G8 ihr Abitur in zwölf Jahren absolviert. Sie war nach einem halben Jahr schon von der ersten in die zweite Klasse gewechselt, weil sie schon lesen, schreiben und rechnen konnte. „Ich wollte immer, dass meine Babysitter mit mir Schule spielen“, lächelt sie verschmitzt.

Förderung erfahre sie auch durch ihren Mathematiklehrer im Leistungskurs am Engelsburggymnasium. „Er macht einen interessanten Unterricht und stellt auch anspruchsvolle Aufgaben“, sagt sie. Dabei mag aber auch Sofia nicht alles, was Mathematik ist. Zahlentheorie zum Beispiel ist ihr sehr viel lieber als Geometrie.

HINTERGRUND

Von Martina Heise-Thonicke

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